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Entdeckung der Jupitermonde

Im Schatten von Galileo Galilei

Jupitermonde
Jupitermonde
Ein klarer Sternenhimmel und ein einfaches Fernglas reichen aus, um die größten Jupitermonde zu beobachten. Entdeckt wurden sie vor mehr als 400 Jahren von Galileo Galilei – und vom deutschen Astronom Simon Marius. Doch zwischen den beiden Wissenschaftlern hat es heftig gekracht.

Streit um Mond-Namen

Marius machte seine Beobachtungen zur gleichen Zeit, veröffentlichte aber erst später. Er ahnte wohl, dass Galilei sich angegriffen fühlen könnte und bezieht sich schon in der Veröffentlichung auf Galilei. Keinesfalls wolle er dessen Ruhm schmälern und ihm seine Entdeckung streitig machen! „Ich will vielmehr, dass man erkennt, dass diese Sterne mir von keinem Menschen gezeigt worden sind, sondern dass ich sie durch eigene Forschung in Deutschland gefunden und beobachtet habe“, schreibt Marius. Trotzdem lässt er es sich nicht nehmen, den Jupitermonden eigene Namen zu geben, nach seinem Gönner, dem Fürsten der Mark Brandenburg, der ihn lange finanziell unterstützte.

Die Plagiatsvorwürfe an Marius hielten sich offenbar jedoch so hartnäckig, dass er in der Versenkung verschwand. Als Wissenschaftler ist er heute nicht annähernd so bekannt wie sein Konkurrent Galilei – zu Unrecht. Historiker sind sich seit fast hundert Jahren einig, dass tatsächlich beide die Jupitermonde unabhängig voneinander entdeckt haben.

Ein Fernglas reicht aus

Um die Jupitermonde von der Erde aus zu sehen, reichen heute ein einfacher Feldstecher und das richtige Timing. Weil der Jupiter so hell strahlt, sind die Monde in seiner Nähe regelmäßig als Schatten auf ihrem „Mutterplaneten“ sichtbar. Die nächsten günstigen Terminde dafür sind in Mitteleuropa Mitte und Ende September.

Foto: Peter Kirschner/Fotolia.com

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