Anzeige
Anzeige
1 Monat GRATIS testen, danach für nur 9,90€/Monat!

Allgemein

Jetzt sind wir Europäer dran!

Tatkraft „Die Grenzen des Wachstums“, vor genau 30 Jahren als Buch veröffentlicht, sind heute so real wie damals. Selbst wenn Dennis Meadows die zeitliche Dimension der Ressourcenverknappung falsch eingeschätzt hat, ist eine Kernaussage weiterhin gültig: „ Wenn man sich entscheidet, nichts zu tun, entscheidet man sich in Wirklichkeit, die Gefahren des Zusammenbruchs zu vergrößern.“ Die Ereignisse nach dem 11. September 2001 haben gezeigt, wie entschlossen und tatkräftig die USA in einer Krisensituation sind, die ihr Land betrifft. Diese Ereignisse offenbaren freilich auch, dass die Europäer entschlossener und tatkräftiger sein müssen – in einer Krisensituation, die die Welt betrifft: Nämlich alles daran zu setzen, die globalen Ungleichgewichte abzubauen. Prof. Franz Josef Radermacher, Chef des Forschungsinstituts für anwendungsorientierte Wissensverarbeitung, beschreibt in seinem Beitrag zur Titelgeschichte „10 ~ 4 : 34 – Die Formel für Wachstum und Gerechtigkeit“ (ab Seite 76), was den Europäern obliegt, weil es die USA bestimmt nicht in Angriff nehmen werden. Das Neue und Hoffnungsvolle an seinen Thesen ist, dass sie gleichermaßen weltweites Wachstum und weltweiten Ressourcenschutz beinhalten. Radermachers Gegenentwurf zum gängigen Globalisierungsmodell lautet: Wir müssen in den kommenden Jahrzehnten den Umweltverbrauch bei der Erstellung von Gütern und Dienstleistungen um den Faktor Zehn reduzieren. Dann können wir das globale Bruttosozialprodukt verzehnfachen, ohne mehr Ressourcen pro Jahr zu vernichten als heute. Und – das ist die zweite Botschaft: Dieses Wachstum lässt sich so verteilen, dass alle auf der Welt davon profitieren, die armen Länder des Südens aber weit stärker als die reichen des Nordens. Noch haben wir Zeit, diese Formel für Wachstum und Gerechtigkeit umzusetzen. Wenn andere erst mal ihre Zelte in unseren Gärten aufschlagen, ist es zu spät.

Wolfgang Hess

Anzeige

Wissensbücher 2022

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Sten|tor  〈m. 23; Zool.〉 = Trompetentierchen [nach Stentor, … mehr

Sple|ni|tis  〈f.; –, –ti|den; Med.〉 Milzentzündung [→ Splen … mehr

Lin|ters  〈Pl.〉 kurze Baumwollfasern, die für Chemiefasern u. zur Papierherstellung verwendet werden

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]
[class^="wpforms-"]