Kaum funktioniert die Gedankenübertragung - wissenschaft.de
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Kaum funktioniert die Gedankenübertragung

Kaum funktioniert die Gedankenübertragung per Elektroenzephalogramm (EEG) im Labor, bringen findige Forscher schon die ersten kommerziellen Produkte auf den Markt: Was auf dem Werbefoto der US-Firma Emotiv Systems (unten) wie ein futuristischer Fahrradhelm aussieht, ist in Wirklichkeit ein Gehirn-Computer-Interface, das laut Aussage der Entwicklerfirma EEG-Wellen aus dem Gehirn abliest. Eingesetzt werden soll der „ Epoc“ getaufte Helm vor allem in der Computerspiele-Industrie: Mithilfe der richtigen Software und nach einigen Trainings- Sitzungen sollen Benutzer künftig Absichten, aber auch Emotionen auf virtuelle Stellvertreter, sogenannte Avatare, übertragen können, beispielsweise im Computer-Spiel „Second Life“. Doch erfahrene Hirnforscher sind skeptisch, ob Epoc leisten wird, was er verspricht. Das Gehirn sei von Mensch zu Mensch zu unterschiedlich aufgebaut, als dass ein Standard für alle funktionieren könnte, geben sie zu bedenken. Klaus-Robert Müller vom Berliner Fraunhofer-Institut für Rechnerarchitektur und Softwaretechnik vermutet sogar, dass das Gerät gar keine Hirnströme misst, sondern Muskelerregungen oder andere Artefakte: „Es gibt keine wissenschaftlichen Studien zu dem Gerät, und es bleibt unklar, was da überhaupt gemessen wird.“

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