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Kopf um Kopf

1987 sorgte sie für Aufregung, heute kräht kein Hahn mehr danach: die Volkszählung. Doch mit der Ruhe dürfte es bald vorbei sein, glaubt Prof. Walter Krug, 61, von der Universität Trier. Grund: Die Mitgliedstaaten der Europäischen Union wollen 2001 eine gemeinsame Volkszählung veranstalten. Ob die Ablehnung in der Bevölkerung wieder so stark sein wird, hängt vom Konzept der Zählung ab. Darüber soll im April in einem Workshop diskutiert werden, den Krug leitet. Der Statistikprofessor gehört der Deutschen Statistischen Gesellschaft an, die die Volkszählung wissenschaftlich begleitet.

Während 1987 jeder Haushalt einen Fragebogen ausfüllen mußte, möchte das Statistische Bundesamt diesmal weitgehend auf vorhandene Register zurückgreifen – zum Beispiel auf die Melderegister oder die Daten der Bundesanstalt für Arbeit. Das wäre nicht nur gut für die Akzeptanz, sondern auch viel billiger: „Eine Registerzählung kostet 35 Millionen Mark, mit Wohnungszählung dagegen 400 Millionen“, sagt Krug.

Doch die Statistischen Landesämter fürchten, daß die Informationsausbeute dann zu gering ist. Welche Methode sich letztlich durchsetzen wird, wagt Krug nicht vorherzusagen: „Man hat sich bisher bei der Planung aller Volkszählungen verschätzt.“

Walter Krug

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