Leben am Minimum - wissenschaft.de
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Leben am Minimum

Zellen benötigen nur 265 bis 350 intakte Gene für ihre lebensnotwendigen Grundfunktionen, schätzen Clyde A. Hutchison, Scott N. Peterson vom Institute for Genomic Research in Rockville, Maryland und ihre Mitarbeiter. Die Genetiker hatten viele hundert Mutationen in der Erbsubstanz des Bakteriums Mycoplasma genitalium erzeugt. Mit 517 Genen ist es die „ sparsamste“ bekannte lebende Zelle, die sich unabhängig vermehren kann (jede menschliche Zelle besitzt dagegen rund 100000 Gene). Diese experimentellen Gen-Zerstörungen zeigten, daß über 150 Mycoplasma-Gene keine lebensnotwendige Funktion haben. Die Bedeutung von rund 100 der essentiellen Gene ist noch unbekannt. Wenn nur wenige hundert Gene zum Leben notwendig sind, können Wissenschaftler vielleicht schon bald primitive Organismen künstlich herstellen – das heißt Leben aus unbelebter Materie schaffen. Zahlreiche amerikanische Ethiker haben bereits darauf hingewiesen, daß solche Minimal-Organismen weitreichende moralische, soziale und religiöse Fragen aufwerfen. Angesicht der neuen wissenschaftlichen Sachverhalte fordern sie eine fächerübergreifende Diskussion.

Rüdiger Vaas

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Rück|bau  〈m.; –(e)s; unz.〉 1 das Zurückbauen, Abtragen von Gebäuden od. bebauten Flächen 2 〈Bgb.〉 Verfahren, vom Schacht aus erst alle Strecken bis an die Grenze des Grubenfeldes herzustellen u. von dort aus den Abbau in Richtung auf den Schacht zurückzuführen; ... mehr

Ko|ckels|pflan|ze  〈f. 19; Bot.〉 zur Familie der Mondsamengewächse gehörende, rankende Pflanze mit kleinen, schwarzen Steinfrüchten, deren Samen Kokkelskörner genannt werden: Anamirta cocculus; oV Kokkelspflanze ... mehr

Ver|wand|lung  〈f. 20〉 1 das Verwandeln, Veränderung, Umgestaltung, Umformung 2 das Sichverwandeln, Gestaltwandel ... mehr

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