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Leben im Zwielicht

„Wir waren völlig überrascht, wie viel Leben da unten im Dämmerlicht existierte“, sagt Tom Bridge, Meeresbiologe in der Arbeitsgruppe von Robin Beaman an der James Cook University. Bridge untersuchte mit selbstständig arbeitenden Tauchrobotern die Lebenswelt in den Gewässern hinter dem Great Barrier Reef, die Zonen im Dämmerlicht im versunkenen alten Barriere-Riff und bis 150 Meter hinab an der Kante des Kontinentalschelfs – dort, wo kein Taucher mehr hingelangt.

„Je tiefer man runtergeht, umso seltsamer werden die Viecher“, meint Bridge. Das ungewöhnlichste Tier entdeckten die Tauchroboter in ungefähr 100 Meter Tiefe. Es war die nur etwa 5 Millimeter große Miniausgabe eines Zwergseepferdchens – wahrscheinlich ist es das kleinste Wirbeltier der Welt.

Auch im versunkenen Barriere-Riff fanden die Forscher lebende Korallen. „Und zwar nicht nur die dort typischerweise vorkommenden Arten, vor allem Weichkorallen, sondern auch die riffbildenden Arten, deren Algen Photosynthese treiben“, sagt Beaman. „Sie bilden dort unten keine Korallenstöcke mehr, sondern nur eine dünne Schicht, die das Riff nicht mehr wachsen lässt – aber sie leben.“ „Das ist eine wichtige Erkenntnis“, betont Bridge, der die ökologischen Beziehungen in der Dämmerlichtzone erforschen will. „Vielleicht haben wir ein wichtiges Rückzugsgebiet gefunden, in dem Korallen nach Umweltkatastrophen überleben können.“

Die Riffe vor der australischen Küste bergen nicht nur in den schwer erreichbaren tieferen Gebieten unbekanntes Leben. Selbst in den von vielen Sporttauchern besuchten flacheren Regionen stießen Forscher während der großen „Meeresvolkszählung“ (Census of Marine Life), deren Ergebnisse 2010 veröffentlicht wurden, auf Hunderte von neuen Arten. So beobachtete ein Team an nur zwei Inseln im Riff 300 bis dahin unbekannte Weichkorallen-Arten.

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