Lernen im Schlaf - wissenschaft.de
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Lernen im Schlaf

Junge Zebrafinken trainieren ihren Gesang während sie schlafen, vermuten Neurobiologen von der University of Chicago. Auf diese Idee kamen sie, als sie den Vögeln deren Gezwitscher vorspielten und dabei die Aktivitäten zweier Hirnregionen maßen, die fürs Singen und Erkennen von Melodien zuständig sind. Wie die Tests ergaben, war die Reaktion stärker, wenn die Tiere schliefen oder betäubt waren als im Wachzustand.

Ursache ist eine Abnahme des Neuromodulators Norepinephrin während des Schlafes. Tagsüber steigt die Konzentration des Stoffes und reduziert die Hirnaktivität. Die Wissenschaftler glauben, daß die Vögel im Schlaf ihren tagsüber einstudierten Gesang vertiefen. Diese These paßt zum Ergebnis von Elektroden-Experimenten, nach denen sich Ratten während des Träumens ihre zuvor in einer neuen Umgebung erworbene räumliche Orientierung einprägen.

Mit höherem Alter steigt die Norepinephrin-Produktion im Wirbeltiergehirn an. Das könnte der Grund sein, warum Vögel dann kaum noch neue Melodien lernen. Vielleicht fällt es deshalb auch Menschen als Erwachsenen schwerer, eine neue Sprache zu lernen. Bislang war nur bekannt, daß mit der Pubertät die neuronale Flexibilität, die dem Spracherwerb zugrunde liegt, drastisch abnimmt.

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