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medinfo Nachrichten: Die "Pille danach" bei Infektionsrisiko mit HIV

Die beste Vorbeugung gegen eine HIV-Infektion beim Geschlechtsverkehr ist bekanntlich, ein Kondom zu verwenden. Wenn jedoch das Präservativ reißt oder vergessen wurde, empfiehlt das Robert-Koch-Institut (RKI) in Berlin, einer Ansteckung mit Medikamenten vorzubeugen.

Kamen Schleimhäute von Vagina, Penis oder Rektum in Kontakt mit Sperma, Blut oder Schleimhäuten eines oder einer HIV-Infizierten, sollte vier Wochen lang eine Kombination aus drei antiviralen Arzneien eingenommen werden. Sinnvoll ist eine Prophylaxe aber nur, wenn sie möglichst rasch und spätestens 72 Stunden nach den kritischen Momenten begonnen wird.

Das Risiko, sich anzustekken, läßt sich nur abschätzen: Von 100 bis 1000 Menschen, die einmal ungeschützt Sex mit HIV-positiven Partnern hatten, infiziert sich einer, bei oralen Kontakten einer von 1000 bis 10000.

Daß die „Nachsorge“ mit Medikamenten schützt, schließen die Forscher aus Tierversuchen, aus den Ergebnissen von Untersuchungen mit ungewollt Infizierten und aus der Tatsache, daß HIV-positive Schwangere das Virus seltener auf den ungeborenen Nachwuchs übertragen, wenn sie antivirale Medikamente einnehmen.

Für Kinder, die mit weggeworfenen Spritzen gespielt und sich verletzt haben, empfehlen die Experten nicht generell eine Vorbeugung mit Medikamenten. „Dabei hat sich noch kein Kind infiziert“, sagt Dr. Ulrich Markus vom RKI. Die Eltern sollten aber – möglichst mit den Spritzen – zu einem spezialisierten Arzt gehen, das Kind untersuchen und sich beraten lassen.

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Nicola Siegmund-Schultze

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