Merkurs große Show - wissenschaft.de
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Merkurs große Show

Eine „Mini-Sonnenfinsternis“ fand am Morgen des 7. Mai statt: Merkur zog vor der Sonne vorüber. Ein solcher Transit oder Durchgang ist selten und war von Deutschland aus zuletzt vor 30 Jahren zu beobachten. Da der sonnennächste Planet nur 0,004 Prozent der Sonnenscheibe bedeckte, war das eindrucksvolle Ereignis freilich nur in Teleskopen und großen Feldstechern zu sehen. Am Vakuum-Turm-Teleskop (VTT) auf Teneriffa gelang es Dirk Soltau und Thomas Berkefeld, den kleinsten aller Planeten mit der neuen adaptiven Optik KAOS zu beobachten, die die Turbulenzen in der Atmosphäre ausgleicht. „Unser Foto zeigt die dunkle Scheibe Merkurs mit bisher noch nie beobachteter Schärfe“, freut sich Soltau. „Dahinter sieht man die Granulationsstruktur der Sonnenoberfläche.“ Das Himmelsschauspiel lässt sich aber auch für irdische Zwecke nutzen. Soltau: „Mit Merkur, dessen Größe genau bekannt ist, hat die Natur zum ersten Mal seit Inbetriebnahme des VTT ein Lineal vor die Sonne gehalten, das es erlaubt, die Brennweite unseres Teleskops auf mehr als ein Prozent genau zu bestimmen.“ Der nächste Merkur-Transit wird von Deutschland aus erst im Jahr 2016 zu sehen sein. Und nächstes Jahr kommt es zu einem Venus-Transit vor der Sonne – ein Ereignis, das kein heute lebender Mensch je gesehen hat.

Hans Groth

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