Peter Laufmanns Tiger-Blog zum Projekt von WWF und Biosphere Expeditions auf Sumatra Mit Allah für den Tiger - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Peter Laufmanns Tiger-Blog zum Projekt von WWF und Biosphere Expeditions auf Sumatra

Mit Allah für den Tiger

DSCN2645.JPG
DSCN2645.JPG
Ohne die Menschen ist der Schutz der Natur zum Scheitern verurteilt. Es gilt vor Ort und in Übersee ein Klima zu schaffen, dass den Erhalt der Lebensräume und ihrer Bewohner zum Ziel hat.

DSCN2491.jpgIn den abgelegenen Dörfern sind einigen Bewohnern schon Tiger begegnet. Vor allem die Männer, die im Wald Kautschuk von den weit verstreut stehenden Gummibäumen einsammeln, sehen immer mal wieder einen im Unterholz verschwinden.

So wie der Imam des Dorfes Tanjublit. Mamsur heißt er und arbeit auch noch als Gummisammler. Er hat schon mehrfach Tiger gesehen. „Er schlich durch den Wald und ich sah ihn nur kurz. Es war erst vor zwei Wochen. Aber er hat sich nicht für mich interessiert“, sagt er. „Ich bin stolz, dass wir hier Tiger haben. Aber ich habe auch ein wenig Angst.“

Diese Haltung ist weit verbreitet, doch im Prinzip ist der Tiger willkommen. Auch für Hamdan, einen Bootsführer ist die Katze unverzichtbar: „Wildschweine zerstören die Pflanzungen und Tiger fressen die Wildschweine!“ Er lacht, zieht an seiner Zigarette und setzt nach: „Tiger fressen nur schlechte Leute.“ Er nimmt noch einen Zug. „Vielleicht brauchen wir mehr Tiger in der Welt.“

DSCN2771.JPG

Anzeige

Es geht auch darum, die Dorfbewohner zu informieren und ihnen Ängste zu nehmen. Deswegen gehen der WWF und Biosphere Expeditions in die Schulen, um bereits Kindern die Wunder vor der Haustür zu erklären.

Auch die Freiwilligen lernen etwas bei dieser Art von Arbeit: „Der Wald ist erstaunlich, ein echtes Wunder“, sagt Penny, eine nach Sydney ausgewanderte Britin. „Es ist schön und gleichzeitig wird man traurig, weil wir Menschen selbst hier Zerstörung anrichten.“ Ihr Mann John ergänzt: „Wir versuchen, nicht zuletzt durch die Erfahrungen in diesem und in anderen Projekten, zumindest in unserem Umfeld etwas zu verändern. Wir sprechen mit den Freunden und Nachbarn und haben über die Jahre immer mehr Dinge bei uns selbst geändert. Das Einfachste ist, bewusster einzukaufen und etwa auf Palmöl zu verzichten.“

IMG_0418.jpg

Fotos: Peter Laufmann

© natur.de – Peter Laufmann
Anzeige

natur | Aktuelles Heft

Reizvolle Regionen

Aktueller Buchtipp

natur-Sonderausgabe 2020

Das Insekt und sein Mensch
Von unseren Beziehungen zu den Krabbeltieren

Anzeige

Grünstoff – der Medientipp des Monats

Serie: Hervorragend – Junge Menschen und ihr Engagement

Wissenschaftslexikon

Se|kun|där|in|fek|ti|on  〈f. 20; Med.〉 zweite, andere Infektion (eines schon infizierten Organismus)

Sma|ragd|ei|dech|se  〈[–ks–] f. 19; Zool.〉 Angehörige einer grünen Art der Eidechsen: Lacerta viridis

En|coun|ter|grup|pe  〈[ınknt(r)–] f. 19; Psych.〉 (von einem Therapeuten geleitete) Gruppe zur Selbsterfahrung u. Persönlichkeitsentwicklung z. B. in der Drogentherapie [→ Encounter ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige