Mit der Maus in der hand die Welt retten - wissenschaft.de
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Mit der Maus in der hand die Welt retten

Sie befinden sich auf dem Planeten Helios. Die Lage ist kritisch. Die meisten Windturbinen, Solartürme und elektrischen Generatoren sind durch Umweltkatastrophen zerstört worden, Treibhausgase reichern sich in der Atmosphäre an. Der Planet steht kurz vor dem Kollaps. Helfen Sie ihm!

Mit diesem Szenario will der IT-Konzern IBM in seinem dreidimensionalen Online-Spiel „PowerUp“ das Bewusstsein von Jugendlichen für einen nachhaltigen Umweltschutz schärfen. Der Spieler betritt den Planeten als Ingenieur und wird von Wissenschaftlern dort über die Lage und die Aufgaben informiert, die es zu erledigen gilt – nämlich umweltschonende Energiequellen zu entwickeln und Solaranlagen zu finden und zu reparieren. Um von einem Brennpunkt zum nächsten zu gelangen, stehen mit Ökostrom betriebene Auto-Buggys bereit, mit denen der Spieler durch die teilweise zur Wüste gewordenen Gebiete brausen kann. Verschiedene Figuren, denen er auf seiner Mission begegnet, informieren ihn über Umwelttechnologien. Dahinter steckt auch die Idee, bei den Spielern das Interesse an technischen Berufen anzuregen.

Mithilfe von Online-Games lassen sich solche Themen originell verpacken – und damit besser vermitteln als in trockenen Lehrbüchern, sind die Macher des Spiels bei IBM überzeugt. Deshalb haben sie passend zu PowerUp ein Konzept für den Unterricht entwickelt, bei dem das Spiel pädagogisch eingesetzt wird.

Bei der IBM sind Umweltschutz und Umwelttechnologien schon seit Jahren ein Schwerpunktthema. 2007 rief das weltweit führende IT-Unternehmen das „Project Big Green“ ins Leben. In dessen Rahmen investiert der Konzern nach eigenen Angaben jährlich rund eine Milliarde Dollar in „grüne Informationstechnologie“ – etwa, um die Energieeffizienz von PCs und Großrechnern zu verbessern.

Das Spiel PowerUp kann man kostenlos herunterladen unter: www.powerupthegame.org. Es ist nur eine von etlichen „Serious Games“ – Spielen mit einem ernsthaften Hintergrund, die aktuelle Probleme auf der Welt verständlich erklären. Eines der ersten Spiele dieses Genres war das 2005 vom Welternährungsprogramm der Vereinten Nationen veröffentlichte Computerspiel „Food Force“. Es erklärt – eingebunden in eine Abenteuerhandlung –, warum es immer wieder Hungersnöte auf der Erde gibt und was der Einzelne dagegen tun kann.

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Zu empfehlen ist auch die – allerdings nur auf Englisch erhältliche – Software „Global Conflicts: Palestine“. Sie vermittelt den Spielern grundlegendes Wissen über den Nahostkonflikt zwischen Israelis und Palästinensern. Im Spiel schlüpft man in die Rolle eines Reporters, der für einen Beitrag Informationen von beiden Konfliktparteien beschaffen muss.

Das hessische Ministerium für Wirtschaft vergab im Dezember 2007 erstmals einen Förderpreis für besonders gelungene Serious Games. Einer der Preisträger ist das Spiel „Genius – Politik: Im Zentrum der Macht“ vom Berliner Cornelsen-Verlag.

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