Nachgefragt: Björn Stark - wissenschaft.de
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Nachgefragt: Björn Stark

Mit der künstlichen Nachbildung von menschlichem Gewebe befasste sich Ende letzten Jahres der Weltkongress zum Tissue Engineering in Freiburg. Wir haben Prof. Björn Stark vom Universitätsklinikum Freiburg nach dem aktuellen Wissensstand gefragt.

Welche Probleme stellen sich bei der Gewebezüchtung? Um irreparable Schäden an Haut, Knochen oder inneren Organen zu behandeln, sind moderne Methoden aus Zellbiologie und Gentechnik gefragt, die mit körpereigenen Zellen die Defekte korrigieren. Die erforderlichen Zellen zu kultivieren, ist dabei das geringere Problem. Wir stehen vielmehr vor der Aufgabe, dass sich funktionstüchtiges Gewebe geordnet ausbildet. Wären dafür nicht embryonale Stammzellen bestens geeignet? In der Tat haben embryonale Stammzellen den Ruf, jeden gewünschten Gewebetyp ausbilden zu können. Leider konnte diese Eigenschaft noch nicht genutzt werden. Außerdem verhalten sich embryonale Stammzellen ähnlich wie Fremdtransplantate: Sie rufen beim Patienten Immunreaktionen hervor. Gibt es Alternativen? Wenn es um Schäden an Haut, Knorpel oder Knochen geht, haben sich adulte Stammzellen bewährt. Man kennt inzwischen Mechanismen, wie sich beispielsweise Haut aus den Vorläuferzellen des Gewebes regeneriert. Machen diese Erkenntnisse die Embryonenforschung überflüssig? Nein – sie ist hilfreich bei der Aufklärung dieser Mechanismen. Auch bei der Behandlung von Hirnschäden sind embryonale Stammzellen wohl unverzichtbar.

Hans Groth

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