NACHWUCHSFÖRDERUNG: WO DIE JUGEND FORSCHT - wissenschaft.de
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NACHWUCHSFÖRDERUNG: WO DIE JUGEND FORSCHT

Unter dem Motto „Wir suchen die Forscher von morgen!“ rief der ehemalige stern-Chefredakteur Henri Nannen 1965 erstmals zur Teilnahme am Wettbewerb „Jugend forscht“ auf. In der ersten Runde beteiligten sich gerade mal 244 Schüler. Über 40 Jahre später im Schuljahr 2007/2008 gab es mehr als 10 000 Anmeldungen. Doch haben solche Initiativen auch langfristig Erfolg? Eine Auswertung der biografischen Daten der 445 „Jugend forscht“-Bundessieger ergab, dass sich knapp 90 Prozent von ihnen für ein mathematisches, natur- oder ingenieurwissenschaftliches Fach entschieden haben – wie die Leibnizpreisträgerin Gisela Anton. Sie war 1975 Bundessiegerin in Physik und ist heute Inhaberin des Lehrstuhls für Experimentalphysik an der Universität Erlangen-Nürnberg.

Bis 2013 werden laut Bundesregierung in Deutschland 330 000 Akademiker fehlen, deshalb wird kräftig in den Nachwuchs investiert. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) steckt dieses Jahr knapp 26 Millionen Euro in verschiedene Programme. Im „Haus der kleinen Forscher“ experimentieren Kindergartenkinder. In der vom BMBF geförderten Initiative der Helmholtz-Gemeinschaft, Mc Kinsey, Siemens und der Dietmar Hopp Stiftung werden Erzieherinnen geschult, wie sie naturwissenschaftliche Phänomene spielerisch vermitteln können. Die Initiative ist in zwölf Bundesländern aktiv.

Die Europäische Kommission investiert in Projekte an Grundschulen, um das forschende Lernen zu fördern. Beim Projekt „ TuWaS!“ (Technik und Naturwissenschaften an Schulen!) lernen Grundschullehrer, wie sich Experimente im Unterricht spannend durchführen lassen.

Beim Wettbewerb „Stadt der jungen Forscher“, einem Projekt der Körber-Stiftung, Robert Bosch Stiftung und der Deutschen Telekom Stiftung, wird seit diesem Jahr eine Stadt gekürt, die sich vorbildlich dafür einsetzt, junge Menschen für die Wissenschaft zu begeistern. Gewinner 2009 ist Göttingen, für 2010 wurde bereits Gießen gekürt. Ein Erfolgsmodell sind die über 80 Kinder-Unis. In halbstündigen Vorlesungen werden spannende Themen kindgerecht präsentiert. Ganz nebenbei sollen so die Studenten von morgen gewonnen werden.

Mädchen sind dabei besonders gern gesehen. Sie haben im Schnitt bessere Schulabschlüsse als Jungs – doch viele schöpfen ihre Möglichkeiten nach wie vor nicht aus. Um ihr Potenzial zu fördern, hat das BMBF mit 40 Partnern aus Wissenschaft und Wirtschaft die Initiative „Komm, mach MINT!“ gegründet. Das Ziel: mehr junge Frauen für MINT-Berufe – im Umfeld von Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik – zu begeistern. Auch der alljährliche „Girls-Day – Mädchen-Zukunftstag“, gefördert von Bund und EU, gibt Schülerinnen Einblicke in diese Berufsfelder. sah

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