Spitzbergen-Blog natur auf Leserreise: Walross-Watching - wissenschaft.de
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Spitzbergen-Blog

natur auf Leserreise: Walross-Watching

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Walross-Watching auf der natur-Leserreise
Die natur-Leser und Redakteur Peter Laufmann auf Stippvisite an den Sieben Inseln und weiter zum Nordaustland. Dabei klärte sich auch die Frage, warum Walrosse gegen den Wind stinken.

 

Wir waren aber nicht zum Schneeballwerfen hergekommen, sondern um der örtlichen Walrosskolonie einen Besuch abzustatten. Schätzungsweise 100 Köpfe zählte die Gruppe, Männchen, Weibchen und einige Jungtiere darunter. Ein paar schwammen auch in der Bucht von Isflakbukta herum. Langsam und ruhig näherten wir uns den Tieren. Bald wehte der Wind ihren Geruch herüber. Um es diplomatisch zu sagen: Walrosse duften nicht nach Rosen. Bald hörte man sie auch; ihr Grunzen, Schnauben, Rülpsen und Furzen. Eine buntes Potpourri an Verdauungsgeräuschen. Viel passiert in so einer Walrosskolonie nicht; sie sind halt  auf dem Meer unterwegs, schlagen sich den Bauch mit Muscheln und anderem Meeresgetier voll, liegen dann auf dem Strand und verdauen. Ungewöhnlich ist die Mischung der Kolonie, denn normalerweise sind Männlein und Weiblein getrennt.

Ein Teil von uns blieb noch bei den Walrossen, der Rest ging die Insel weiter erkunden. Die Walross-Watcher hatten Glück; ein paar neugierige dieser Flossenfüßer kamen bis auf zwei Meter an sie heran. Wir anderen stapften über die Tundra. Dann warnte die Brücke, dass sie einen Eisbären sehen würden. Nein zwei! 800 Meter von unserer Position entfernt. Wir drehten um, nur keinen Ärger mit den Eingeborenen. Am Kamm sahen wir einen rennen, weniger als 800 Meter, vielleicht 200 Meter weg.

Alle in die Boote und fort vom Strand. Im Meer wieder Walrosse, die sich die Zodiacs aus der Nähe anschauen wollten. Am Hang noch ein Eisbär.

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Nachmittags landeten wir erstmals auf Nordaustland, in der Reliktbukta. Auch wenn es kurz vorher nicht so aussah; als wir das Geröll am Ufer erklommen hatten, schien die Sonne. Der frische Schnee leuchtete, die Berge waren von uns unbeeindruckt beeindruckend.

Wieder spaltete sich die Gruppe in verschiedene Wandergeschwindigkeiten auf. Die „Bergziegen-Gruppe“ krabbelte sogar auf die höchste Erhebung, um eine wunderbare Rundumsicht auf die malerische Fjord- und Gletscherlandschaft zu haben. Nun. Wir hatten eine Rundumsicht, zumindest größtenteils, denn es schneite und die Sicht beschränkte sich auf eine Steinwurfweite.

Fotos: Peter Laufmann

© natur.de – Peter Laufmann
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