Ob aus dem Glauben jemals Wissen wird? - wissenschaft.de
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Ob aus dem Glauben jemals Wissen wird?

Fremde Intelligenzen Seit wann sind Außerirdische eigentlich grün? Das Patent darauf hält wohl Tarzan-Erfinder Edgar Rice Burroughs. Er beschrieb 1911 in seinem Roman „A Princess of Mars“ ein 15 Fuß großes Lebewesen, „ein prächtiges Exemplar seiner Rasse“, dessen grüne Haut im Mondlicht schimmerte. Anderen Science-Fiction-Autoren gefielen solche Wesen. Im Lauf der Zeit mutierten sie dann zu kleinen grünen Männchen. Auf dem Mars – das wissen wir inzwischen sicher – gibt es keine Intelligenz. Aber sonst wo im Universum ist intelligentes Leben plausibel. Dahingestellt sei, ob das notwendigerweise grün aussieht und menschenähnliche Körper und Köpfe trägt. Auch ich meine, dass es außerirdische Intelligenz gibt. Die Auffassung teile ich mit jedem zweiten Deutschen, wie eine von bdw im Dezember 2001 beim Meinungsforschungsinstitut TNS EMNID in Auftrag gegebene Umfrage belegt. Andererseits stößt unsere Fraktion auf starke Opposition: 43 Prozent der Befragten glauben nicht an Außerirdische. Das Schöne ist: Beide Lager erhalten Zuspruch aus der Wissenschaft. Bei der Lektüre des Beitrags „Fremde Intelligenzen – Rarität oder Regel?“ (Beginn Seite 46) hatte es bdw-Redakteur Rüdiger Vaas schon geschafft, mich von meiner Meinung abzubringen – so formidabel präsentierte er die „Negativliste“ der beiden US-Forscher Peter Ward und Donald Brownlee. Doch dann stellte Vaas die These des Mathematikers Amir Aczel vor, der ebenso wie Ward und Brownlee statistisch argumentiert, aber zu einem anderen Schluss gelangt. Noch ein Wort zu Ihnen, liebe Leser: Unserer Umfrage entnehme ich, dass Sie weit stärker als der deutsche Durchschnitt an außerirdische Intelligenz glauben. Denn Menschen mit einem hohen Bildungsabschluss, wie ihn die meisten von Ihnen haben, sind zu 61 Prozent davon überzeugt, dass unsere Intelligenz im Kosmos nicht allein ist. Weitere bemerkenswerte Resultate der Repräsentativumfrage erfahren Sie auf Seite 8. Viel Spaß beim Lesen!

Wolfgang Hess

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Schrau|ben|baum  〈m. 1u; Bot.〉 Angehöriger einer Gattung der Schraubenbaumgewächse mit schraubig den Stamm umlaufenden Blättern u. vielen starken Luftwurzeln: Pandanus; Sy Schraubenpalme ... mehr

Feld|heu|schre|cke  〈f. 19; Zool.〉 Angehörige einer Familie der Heuschrecken, gekennzeichnet durch kurze Fühler, kurze Legescheiden der Weibchen u. das seitlich jederseits am ersten Hinterleibsring befindliche Hörorgan: Acrididae

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