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Allgemein

Paläobotanisches Puzzle

Einer der wenigen Experten, die in der längst ausgestorbenen Pflanzenwelt des späten Trias (vor über 200 Millionen Jahren) zu Hause sind, ist nicht etwa ein studierter Botaniker oder Geologe, sondern ein gelernter Lithograph. „Paläobotanik ist meine Leidenschaft“, sagt Klaus-Peter Kelber begeistert. Von Berufs wegen hilft der 55jährige den Wissenschaftlern vom Institut für Mineralogie und Kristallstrukturlehre der Universität Würzburg, ihre Forschungsergebnisse in Zeichnungen und Fotos festzuhalten.

In seiner Freizeit jedoch ist er selbst Wissenschaftler. Sein Spezialgebiet: Pflanzen, die während des Keuper (vor 230 bis 205 Millionen Jahren) die Erde besiedelten. Weil Süddeutschland eine der weltweit wenigen Gegenden ist, wo man Fossilien aus dem Keuper finden kann, entschied sich Kelber für dieses Zeitalter. In Franken und im Steigerwald klopft er sich seit 25 Jahren durch die Gesteinsschichten. Ganze Pflanzen findet er dabei nicht, nur Bruchstücke, die er dann wie bei einem Puzzle zusammensetzt – „Paläo-Kriminalistik“, nennt Kelber es. Das nötige Fachwissen hat sich der Autodidakt angelesen.

Zuletzt rekonstruierte Kelber einen fossilen Schachtelhalm zusammen mit einer Paläobotanikerin von der Universität Utrecht. Dafür bekamen die beiden den „Remy and Remy Award“. Der Preis ist zwar nur mit 300 Dollar dotiert, dennoch freut sich Kelber besonders darüber, „weil in der vierköpfigen Jury zwei Amerikaner saßen – und die verleihen Europäern nur selten einen Preis.“

Klaus-Peter Kelber

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