Patente zum Kleben - wissenschaft.de
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Patente zum Kleben

„Künstler sollen zum Nachdenken anregen“, findet Marilyn Donahue. Die Künstlerin aus San Francisco protestiert gegen die Patentierung des menschlichen Erbguts. Nach dem Motto „Meine DNA gehört mir“ fordert sie ihre Landsleute auf, das Copyright auf das eigene Erbgut schützen zu lassen. Donahue, die vor ihrer Künstlerkarriere 18 Jahre lang als Biologin im Labor stand, hat sich eine einfache Methode ausgedacht: Man lecke eine Briefmarke ab und klebe sie auf einen Briefumschlag, den man an sich selbst adressiere. Beim Lecken der Marke lasse man sich fotografieren und stecke das Foto in den Umschlag. Der Clou: Der Speichel dient als DNA-Probe, das Foto garantiert die Urheberschaft, und der Poststempel fixiert das Datum. Donahue selbstkritisch: „Rechtlich hat die Aktion wahrscheinlich keine Auswirkung. Aber wenn das Zehntausende machen würden, könnte das ein Richter nicht einfach ignorieren.“ Mit ihrem Protest steht Marilyn Donahue nicht allein. Die britische Schriftstellerin Donna MacLean hat bei ihrer Regierung ein Patent auf sich selbst beantragt. Begründung: „Ich bin eine Original-Erfindung mit einer Entwicklungszeit von 30 Jahren.“

Marilyn Donahue

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Wissenschaftslexikon

Ra|dio|lu|mi|nes|zenz  〈f. 20〉 Leuchterscheinung einer Substanz nach Einwirkung von ionisierender Strahlung

Gar|ten|ar|beit  〈f. 20〉 Arbeit im Garten, gärtner. Arbeit

ato|mis|tisch  〈Adj.〉 die Atomistik betreffend, zu ihr gehörig, auf ihr beruhend

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