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Allgemein

Rechnen mit Intuition: „Der Zahlensinn“ von Stanislas Dehaene

Vorschulkinder zählen und rechnen oft mit großer Begeisterung und entwikkeln dabei verblüffende Methoden. Nach ein paar Jahren Schule aber ist Mathematik für viele ein Angst- und Schreckensfach. Wie kommt das? Und warum können chinesische Kinder besser rechnen als deutsche? Was geht im Kopf eines Rechengenies vor? Dehaenes Buch gibt überraschende Antworten nicht nur auf diese Fragen. Der Autor ist Mathematiker, dessen Forschungsgebiet zwischen Neurowissenschaft und experimenteller Psychologie angesiedelt ist. Er gibt einen kurzweiligen, mit vielen Beispielen illustrierten Bericht davon, was man heute über die Fähigkeit des Gehirns mit Mathematik umzugehen, weiß. Dieses Vermögen nennt er den „Zahlensinn“.

Der Zahlensinn ist auf viele Bereiche des Gehirns verteilt. Wir haben eine angeborene Intuition, mit der wir Größenordnungen und Logik erfassen können. Wie einfallsreiche Experimente zeigen, sind schon Säuglinge in der Lage, primitive Rechnungen durchzuführen. Einen einfachen Zahlbegriff findet man sogar bei Tieren.

Strenge Formalismen und stures Auswendiglernen sind – wen wundert’s – der Entwicklung der Intuition eher im Wege als förderlich. Dehaene zeigt einmal mehr, wie unangemessen das Bild vom Gehirn als Digitalcomputer ist. Er diskutiert aber auch die Entwicklungsgeschichte der Zahlen und der Mathematik und widerspricht denjenigen Naturwissenschaftlern, die mit Galilei davon überzeugt sind, daß die Welt in der Sprache der Mathematik geschrieben ist. Denn es könnte auch anders herum sein: Mathematik als die von Menschen erdachte Methode, die Welt zu lesen.

Stanislas Dehaene DER ZAHLENSINN oder warum wir rechnen können Birkhäuser Basel 1999 311 S., DM 58,00

Stanislas Dehaene / Barbara Messing

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