Schiffe versenken - wissenschaft.de
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Schiffe versenken

Als ich ins Wohnzimmer kam, saßen sich meine beiden Töchter am Tisch gegenüber und führten ein seltsames Gespräch. „J7″, sagte Inga. „Getroffen“, erwiderte Christina mit ausdrucksloser Mine. „ J8.“ „Getroffen.“ „J9.“ „Getroffen.“ „J10.“ „Getroffen.“ „Juhuu!“ , rief Inga und riss ihre Arme in die Höhe. „Ich habe dein Schlachtschiff versenkt.“ „Was macht ihr denn da?“, fragte ich neugierig. „Wir spielen Schiffeversenken“, erwiderte Inga. „Darf ich mitspielen?“, fragte ich. „Das Spiel kann man nur zu zweit spielen“, sagte Christina kurz angebunden, ohne dabei von dem Zettel aufzusehen, der vor ihr lag. „Ach, Chrissi, nun sei doch nicht so!“, meinte Inga. „Wir können doch abwechselnd spielen.“ „ Na gut“, lenkte Christina ein und wandte sich dann mir zu. „ Kennst du denn überhaupt die Regeln?“ Ich hatte das Spiel während meiner Schulzeit häufig in langweiligen Unterrichtsstunden heimlich mit meinen Klassenkameraden unter der Bank gespielt, aber seitdem nie wieder. „Nicht mehr genau“, gab ich deshalb zu. Christina begann, es mir zu erklären: „Du hast einen Schlachtplan von 10 mal 10 Feldern, in den du deine Schiffe einzeichnest. Du besitzt ein Schlachtschiff von fünf Feldern Länge, zwei Zerstörer von vier Feldern Länge, drei Kreuzer, die drei Felder lang sind, und vier U-Boote, jeweils zwei Felder lang. Die Schiffe dürfen sich nicht gegenseitig berühren und müssen entweder waagerecht oder senkrecht liegen. Natürlich solltest du deinem Gegenspieler deine Aufstellung nicht zeigen. Dein Gegner hat auch einen solchen Schlachtplan, und du musst seine Schiffe versenken. Dazu darfst du auf eines seiner Felder schießen, indem du seine Position nennst, beispielsweise D5. Dein Gegner sagt dir dann, ob du getroffen hast. Wenn nicht, dann ist dein Gegner an der Reihe, auf deine Schiffe zu schießen. Sonst darfst du weitermachen. Natürlich ballert man man nicht einfach herum, ohne nachzudenken, sondern geht strategisch vor. Hast du das verstanden?“ Ich nickte. „Dann machen wir einmal einen Test mit dir“, sagte Christina. „Ich zeichne nur einen einzigen Zerstörer in den Schlachtplan. Wenn du nun ohne jede Strategie völlig willkürlich auf die Felder schießt, ohne eines doppelt zu nehmen, hast du das Schiff spätestens nach dem hundertsten Schuss versenkt. Wendest du jedoch die richtige Strategie an, was ich dir aber übrigens nicht zutraue, so hast du schon nach deutlich weniger Schüssen die Sicherheit, den Zerstörer zu versenken. Wir versuchen das jetzt einfach mal.“ Die einzige Strategie, die mir auch nach längerem Grübeln einfiel, war, die Felder zeilenweise von links nach rechts zu beschießen. Das war aber vermutlich nicht das optimale Verfahren, denn meine Töchter sahen sich an und verdrehten die Augen. Wissen Sie, nach wie vielen Schüssen man den Zerstörer spätestens versenkt hat, wenn man die optimale Strategie anwendet?

So machen Sie diesen Monat mit

Teilnehmen kann jeder, außer den Mitarbeitern des Verlags und deren Angehörigen. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Schicken Sie bitte Ihre Lösung (ausschließlich!) auf einer Postkarte bis zum 31. Okober 2010 an:

bild der wissenschaft, Kennwort „Cogito 10|10″

Ernst-Mey-Str. 8, 70771 Leinfelden-Echterdingen

Die Lösung und die Namen der Gewinner werden im Januar-Heft 2011 auf der Leserbrief-Seite veröffentlicht.

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Zu gewinnen

Unter den Einsendern der richtigen Lösung werden fünf Hörbücher (auf CD-ROM) ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. In den bdw-Hörbüchern „Evolutionsforscher entdecken: Warum der Glaube nutzt“ geht es um die biologischen Grundlagen der Religiosität. bdw-Redakteur Rüdiger Vaas berichtet über die Suche nach Selektionsvorteilen des Glaubens, über Kooperation und Ausbeutung sowie über die erstaunlichen Erkenntnisse psychologischer Erklärungsversuche der „ Gretchen-Frage“. Und bdw-Autor Rolf Degen beschreibt anhand zahlreicher Studien, dass gläubige Menschen keineswegs moralischer handeln als nichtreligiöse. Mehr Informationen finden Sie unter www.komplett-media.de

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