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Sie folgten den Elefanten

… vermutet der Paläoanthropologe Phillip Tobias. Seine These: Frühmenschen der Spezies Homo ergaster überquerten schon vor mehr als einer Million Jahren, spätestens aber vor 800000 Jahren, das Mittelmeer – merkwürdigerweise gleichzeitig wie Urelefanten.

Ein letztes Mal wendet die erfahrene alte Kuh das Haupt und blickt zurück – in Richtung Festland, dem Zweibeiner mehr als eine Million Jahre später den Namen „Afrika“ geben werden. Dann watet sie als Erste der Herde vom sandigen Ufer ins Meer. Eine Gruppe aus fünf Kühen und einigen Halbwüchsigen folgt zögernd ihrem Beispiel, etwas abseits trottet ein einzelgängerischer Jungbulle. Mit sanftem Nachdruck schieben zwei Mütter der Kleinkindgruppe ihre erst wenige Wochen alten Jungtiere ins flache Wasser. Behutsam tasten sich die Elefanten der Gattung Mammuthus Schritt für Schritt ins salzige Nass.

Die alte Kuh hat bereits keinen Grund mehr unter den Füßen und schwimmt hinaus. Ihr mächtiger Rumpf ist fast völlig eingetaucht, und hin und wieder überspült eine Welle ihren Rücken. Aber sie hält unbeirrt Kurs nach Norden, auf die gegenüberliegende Küste zu, die gerade aus dem Morgendunst auftaucht – und von wo es bereits seit Tagen verführerisch nach gärenden Früchten riecht. Zwei Augenpaare folgen aufmerksam den Rüsseltieren. Seit Anbruch der Morgendämmerung haben die beiden dunkelhäutigen Jäger aus dem Gestrüpp oberhalb des Ufers die Herde beobachtet. Eines der Jungtiere hat eine Verletzung am Bein – vielleicht würde es zurückbleiben? Die Hoffnung hat getrogen.

Flüsternd besprechen die Männer den Fall. Der Clan hat fast einen Mond lang kein Fleisch mehr gegessen. Die Beerensträucher und fruchttragenden Bäume – soweit die Elefantenherde sie noch nicht geplündert hatte – sind von den Frauen und Kindern in weitem Umkreis abgelesen. Vielleicht sollten sie doch tun, wovon man am Lagerfeuer immer wieder redete: dem Beispiel der Elefanten folgen und in das Land jenseits des Wassers reisen. Oben an der Uferböschung liegen vom letzten Wintersturm angeschwemmte Bäume. Wenn man die zusammenbinden würde…

Stopp! Gedankliche Disziplin ist angesagt. Zurück in die Gegenwart – ins Naturmuseum Senckenberg in Frankfurt am Main. Zurück zum abendlichen Festvortrag, der „G. H. R. von Koenigswald Lecture“, und zu dem Mann vorn am Podium, der gerade seinen Zuhörern zuruft: „The elephants showed our ancestors the way!“ Die Fantasie geht leicht mit einem durch, wenn man Phillip Tobias lauscht. Der seit kurzem emeritierte Professor für Anatomie und Humanbiologie von der University of the Witwatersrand in Johannesburg ist ein gefragter Redner. Der 77-jährige Grand Old Man der Paläoanthropologie ist immer für provokante Ideen gut. Und auch an diesem Abend schlägt er sein Publikum in Bann.

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Vergleichsweise wenig umstrittten ist der Ausgangspunkt seiner Ideen: die Fundlage in Europa. Bei Dmanisi in Georgien, unweit Tbilisi am Südrand des Kaukasus und somit am äußersten Rand Europas, entdeckten Grabungsteams 1,75 Millionen Jahre alte Fossilien. Sie wurden teils dem Homo habilis zugeordnet, teils dessen Nachkommen Homo ergaster – der afrikanischen Ausprägung des Homo erectus. Rund 1,2 Millionen Jahre alt sind Steinwerkzeuge aus dem Orce-Becken im Südwesten Spaniens, nördlich von Almería. Spätestens vor 800000 bis 700000 Jahren sind Frühmenschen zweifelsfrei in Nordspanien (Atapuerca, bei Burgos), Südfrankreich (Le Vallonet, nahe Menton) und Mittelitalien (Ceprano, zwischen Rom und Neapel) nachgewiesen.

Bei den Dmanisi-Fossilien liegt es nahe, an Wanderungen aus Nordost-Afrika über die zu allen Zeiten bestehende Landbrücke des Nahen Ostens zu denken. 1,5 Millionen Jahre alte Steinwerkzeuge im israelischen ‘Ubeidiya passen hier gut ins Bild. Doch was ist mit den Funden in Spanien? Hier setzt der Südafrikaner mit seinem provokanten Denkmodell an:

• Der bislang stets angenommene Wanderweg ums Mittelmeer herum – über Nahost, Anatolien, Balkanhalbinsel und die nördliche Mittelmeerküste –, war zumindest nicht der einzige, sagt Tobias. Es habe weitere Einfallstore von Afrika nach Europa gegeben: Über die Meerenge von Gibraltar und durchs zentrale Mittelmeer – per „ island hopping“ via Sizilien beziehungsweise Sardinien und Korsika.

• Denn: Schon Homo ergaster und sein asiatischer Vetter Homo erectus seien vor 800000 oder sogar schon vor 1,5 Millionen Jahren in der Lage gewesen, Meeresstraßen von etlichen Kilometern Breite mit Wasserfahrzeugen zu überwinden.

• Dies hätten die Frühmenschen womöglich den Stegodonten, einer ausgestorbenen Gattung der Elephantiden („ Elefantenähnlichen“), und den Elefanten abgeschaut. Fossile Elephantidenknochen auf vielen Inseln belegen deren Schwimmkünste.

• Als Konsequenz des Indiziengebäudes vertritt Tobias die Ansicht: Bereits Homo ergaster beziehungsweise Homo erectus – die Abgrenzung zwischen diesen beiden Menschenformen ist umstritten – konnte sprechen. Andere Forscher weisen die Sprachfähigkeit erst dem archaischen Homo sapiens zu.

Da soll man als Zuhörer nicht ins Tagträumen kommen. Das Szenario ist freilich sehr spekulativ. Wäre Phillip Tobias nicht einer der renommiertesten Paläoanthropologen der Welt – bekannt vor allem durch das Ergraben von fast 600 fossilen Hominiden-Resten im südafrikanischen Sterkfontein –, würde manch bieder gestrickter Kollege empört den Saal verlassen. Doch Tobias hat schon öfters am Ende Recht behalten. Während beispielsweise in den achtziger und neunziger Jahren so gut wie alle Urmenschenforscher davon ausgingen, die Evolution von den Vormenschen (beispielsweise den Australopithecinen) zur Gattung Homo habe im ostafrikanischen Grabenbruch stattgefunden, vertrat er die konträre Ansicht, die Entwicklung zum Menschen sei vielerorts auf dem afrikanischen Kontinent abgelaufen. Das war eine kühne These zu einer Zeit, wo noch kein einziges Hominiden-Fossil in Zentralafrika gefunden worden war. Doch er lag goldrichtig, wie neue Funde beweisen (siehe Beitrag „Den Urahn gab es nicht“).

Beim Szenario von den Frühmenschen, die übers Mittelmeer fuhren, braucht der graubärtige Forscher sich nicht einmal als Einzelgänger zu fühlen. Denn er kann für die einzelnen Schritte seiner Hypothese auf Forschungsergebnisse respektabler Kollegen verweisen. Einer der wichtigsten, die Phillip Tobias für sich in den Zeugenstand rufen kann, ist Dr. Mike Morwood. Er ist Archäologe an der University of New England im australischen Armidale.

Seit 1977 gräbt Morwood mit einem australisch-indonesischen Forschungsteam in meterdicken Höhlensedimenten auf Flores. Diese Insel liegt im Osten Indonesiens, zwischen Sulawesi (früher: Celebes) und der australischen Nordküste. Im Sommer 2001 entdeckten die Archäologen in der Liang Bua-Höhle klobige menschliche Zähne, Stücke eines dicken Schädeldachs und einer Hüfte. Die Datierung ist noch nicht abgeschlossen, aber Morwood klassifiziert die menschlichen Reste eindeutig als archaisch – frühmenschlich, keinem anatomisch modernen Homo sapiens zuzuschreiben. Bereits datiert ist eine Vielzahl von Steinwerkzeugen – stets begleitet von Stegodon-Knochen –, die Morwood und seine Kollegen aus den Sedimenten anderer Höhlen auf Flores freigelegt haben. Die ältesten Werkzeuge sind 840000 Jahre alt.

Die Datierung ist nicht so leicht vom Tisch zu wischen. Denn die Steinwerkzeuge lagen in Schichten aus weißem vulkanischem Tuffstein, der sich nach der Spaltspuren-Methode sehr zuverlässig datieren lässt. Spaltspuren sind bis zu 15 Mikrometer lange lineare Störungen im atomaren Feinbau von Kristallen und Gläsern. Sie entstehen durch den Zerfall natürlicher radioaktiver Elemente. Die Spurendichte ist proportional zur Zeit, die vergangen ist, seitdem sich das betreffende Mineral nach seiner Entstehung auf unter 110 Grad Celsius abkühlte.

Die ältesten datierten Schichten auf Flores sind 900000 beziehungsweise 850000 Jahre alt – nirgendwo fanden sich hierin Spuren menschlicher Anwesenheit. Doch sämtliche Schichten, die 840000 Jahre alt und jünger sind, enthalten Faustkeile, Steinabschläge und andere frühmenschliche Spuren. „Meine Daten stehen felsenfest“, wehrt sich Morwood gegen die Skepsis, der er immer wieder begegnet.

Diese Skepsis ist verständlich. Zwar lag der Meeresspiegel im eiszeitlichen Pleistozän – der Epoche, die vor 1,8 Millionen Jahren begann und vor 10000 Jahren endete – periodenweise um 150 Meter tiefer als heute: Viel Wasser war in den Eispanzern des Festlandes gebunden. Doch selbst in Zeiten des tiefsten Wasserstandes war Flores stets eine Insel. Wer von der nächst gelegenen Insel Sumbawa herüberkommen wollte, musste mindestens neun Kilometer offene See überwinden. Noch breiter war die Meeresstraße zwischen Bali und Lombok am westlichen Ende der Inselkette, in der Flores liegt: 25 Kilometer.

Die offene See zwischen Bali und Lombok trennte auch Tierwelten. Während Java und Bali im fraglichen Zeitraum mit dem asiatischen Festland verbunden waren und die reiche Fauna Südostasiens aufwiesen, waren die Inseln östlich von Bali – Lombok, Sumba, Sumbawa, Flores und Timor – durch tiefes Wasser isoliert. Sie wiesen, von den Vögeln abgesehen, eine verarmte Tierwelt auf. Gelegentlich wurden offenbar Nagetiere und Reptilien auf entwurzelten Bäumen oder auf treibendem Gestrüpp angeschwemmt. Für große Säugetiere jedoch war das Meer ein unüberwindliches Hindernis. Mit zwei Ausnahmen: erstens Elephantiden (siehe Kasten rechts, „Schnorchelnde Dickhäuter“) – auf den Inseln gibt es reichlich Stegodonten-Fossilien aus dem Pleistozän. Und zweitens Menschen.

„Die logischste Erklärung hierfür“, so Morwood, „ist, dass der zu jener Zeit lebende Homo erectus über Wasserfahrzeuge verfügte. Außerdem gibt es Langzeit-Parallelen bei der Entwicklung der Steinwerkzeuge auf Java und auf Flores. Daraus folgt: Es muss einen ständigen sozialen Austausch zwischen den Frühmenschen auf Flores und denen auf dem damaligen Festland gegeben haben.“ Und wie sollte dieser Austausch anders zustande gekommen sein als durch Fahrten hin und her übers Meer? Außer Frage steht für den australischen Archäologen, dass die Erectus-Menschen vor 840000 Jahren über erhebliche Intelligenz verfügten – und mit Sicherheit sprechen konnten. Sein Argument: „Sprache ist zur Planung und Logistik solcher Meeresüberquerungen notwendig.“

Angesichts der Indonesischen Befunde hält Mike Morwood auch Mittelmeer-Überquerungen derselben Frühmenschen-Spezies in derselben Epoche für „sehr wohl denkbar“ – mit der Einschränkung: „Es sei denn, die Verfügbarkeit von Bambus wäre der Schlüssel zur frühmenschlichen Seefahrt gewesen.“ Morwood hält Bambus für den Universal-Werkstoff des asiatischen Homo erectus, den der möglicherweise auch zum Floßbau brauchte. Und an Afrikas Nordküste gedieh im Pleistozän kein Bambus, sondern es wuchsen Wacholder, Pinien und Zedern.

Trotzdem kann Phillip Tobias nach der Aussage des australischen Kronzeugen beruhigt in die nächste Runde seines Indizienprozesses gehen. Es muss nicht zwingend Bambus gewesen sein: Zusammengelaschte Baumstämme oder luftgefüllte Tierblasen kommen genauso in Frage. Wasser sei für den Frühmenschen ebenso wenig ein fremdes Element gewesen wie für den Elefanten, unterstreicht er.

Sein Credo: „Wir sollten endlich die entscheidende Rolle des Wassers bei der Entwicklung und Ausbreitung der Hominiden zur Kenntnis nehmen.“ Demnach suchten unsere Ahnen ihre Nahrung an Stränden, See- und Flussufern. Anfänglich wateten sie in Ufernähe und erlernten dann bald das Paddeln und Schwimmen. „Das Training für die olympischen Schwimmwettbewerbe“, flachst Tobias, „hat bereits vor rund einer Million Jahren begonnen.“ Doch weder schwimmend noch auf einem Floß hätte Homo erectus den heute 175 Kilometer langen Seeweg von Tunesien nach Sardinien zurücklegen können – eine der Routen für frühmenschliche Einwanderer nach Europa, die der Südafrikaner vorschlägt. Hat er hier den festen Boden der Wissenschaft unter den Füßen verloren?

Als Homo ergaster oder Homo erectus erstmals Afrika verließ – vor rund 1,8 Millionen Jahren –, hatte just das Pleistozän begonnen. Immer wieder wechselten bis zum Ende dieses Erdzeitalters, vor 10000 Jahren, Kalt- und kurze Warmzeiten einander ab. In den Kaltzeiten bunkerte das Klima riesige Wassermassen in Form von Gletschereis. Auch Mittel- und Nordeuropa waren von einem bis zu 2,5 Kilometer starken Eispanzer bedeckt. Der Wasserspiegel im Mittelmeer sank in diesen Phasen um bis zu 120 Meter, schätzen die Geologen.

Ob selbst in den Zeiten niedrigsten Wasserstandes vor einer Million oder vor 800000 Jahren eine feste Landbrücke zwischen Tunesien und Sizilien beziehungsweise Sardinien bestanden hat, weiß derzeit niemand mit Bestimmtheit zu sagen. Dr. Claudia Romagnoli, Geowissenschaftlerin und Mittelmeer-Expertin an der Universität Bologna, kann sich eine Landbrücke zwischen Tunesien und Sardinien nur schwer vorstellen: „Es gibt dort Tiefwasserbecken und tief eingeschnittene Täler im Meeresgrund, ebenso zwischen Tunesien und Sizilien.“ Für wahrscheinlich hält sie, dass die Schelfzonen in Mittelitalien vor der toskanischen Küste trockenlagen. Die Inseln Elba und Capraia gehörten damals zum Festland und waren von der zusammenhängenden Inselmasse Korsika/Sardinien nur durch etwa 25 Kilometer Wasser getrennt.

Auch der Paläoklimatologe Dr. Fabrizio Antonioli vom Forschungszentrum ENEA in Rom hält sich bedeckt: „Das ist alles noch in der Diskussion.“ Er vermutet, dass Bewegungen der Erdkruste zu bestimmten Zeiten die Küstenlinien im Mittelmeer stärker bestimmten als der Wasseranstieg durch das Abschmelzen des Eispanzers. „Auf jeden Fall“, so Antonioli, „schließe ich eine Landbrücke zwischen Marokko und Spanien aus.“ Bei Gibraltar habe stets ein – wenn auch schmaler – Meeresarm bestanden. Zwischen Tunesien und Sizilien geht er von einer breiten Wasserstraße aus. Doch Phillip Tobias reicht es völlig, von den Geologen zu hören, dass im Pleistozän stets Rest-Wasserstraßen zwischen den „Trittsteinen“ auf dem Weg von Afrika quer durchs Mittelmeer existiert hätten. Denn: „Wenn Homo erectus vor 840000 Jahren neun Kilometer offenes Meer zur Insel Flores überwunden hat, dann sind derselben Frühmenschenart ähnliche Distanzen im Mittelmeer zuzutrauen.“ Und allemal die je nach Wasserstand nur fünf bis zehn Kilometer über die Meerenge von Gibraltar.

2001 fand der Paläoanthropologe Prof. Sergio Ginesu von der Universität Sassari in der Nurighe-Höhle bei Ceremule in Nordsardinien einen fossilen Menschenknochen – auf keinen Fall jünger als 250000 Jahre, also lange vor dem Auftauchen des anatomisch modernen Menschen in Europa vor rund 40000 Jahren. Ebenfalls auf Sardinien fand sich das Skelett eines Mammuthus larmarmorae aus dem Mittelpleistozän, eines Elefanten aus Afrika. Überhaupt Elefanten: Auf 10 von 17 Mittelmeer-Inseln, die der holländische Paläontologe Prof. Paul Sondaar untersuchte, kamen fossile Elefanten- und Stegodonknochen aus vergangenen Jahrhunderttausenden ans Licht. All das ist Wasser auf Phillip Tobias‘ Mühle: „Es ist klar, dass Elefanten tatsächlich das zentrale Mittelmeer überquert haben.“ Ob nicht der Fund von Elefanten-Fossilien grundsätzlich als „Marker“ für die Verbreitung eines anderen Großsäugers zu bewerten sei – nämlich des Menschen? Es sei doch auffällig, sagt Tobias, dass sowohl Elefanten als auch Frühmenschen in derselben Zeit und in derselben geographischen Region dieselben Meeresstraßen überquert hätten. „Man könnte das ja als puren Zufall auffassen“, schlägt er listig vor. Wenn das kein Zufall ist?

„Auf dem indischen Subkontinent kennen wir aus neuerer Zeit die enge Beziehung zwischen Elefanten und ihren menschlichen Führern, den Mahouts“, argumentiert er. „Da frage ich mich, ob nicht schon im Pleistozän eine Halb-Domestizierung zwischen Mensch und Proboscideern, den Rüsseltieren, existiert haben könnte.“ Vielleicht hatten Frühmensch und Elefant vor einer Million Jahren bereits einen lange dauernden Prozess der gegenseitigen Gewöhnung durchlaufen, ähnlich wie in geschichtlicher Zeit in Südasien? „Dann wäre es doch vorstellbar“ , findet Tobias, „dass die Elefanten den Menschen die Meeresüberquerungen erleichtert haben könnten.“

Inmitten der Wellen glänzen massige Rücken, die Rüssel wie Periskope in die Luft gereckt. Dahinter – auf einem Floß, das an Bastseilen von einer Elefantenkuh gezogen wird – kauern dunkelhäutige Gestalten… Halt! Hilfe! Zu spät. Phillip Tobias hat es wieder einmal geschafft.

KOMPAKT

• Seit mindestens zwei Millionen Jahren sind immer wieder Hominiden aus Afrika, der Wiege der Menschheit, nach Asien und auch nach Europa gezogen.

• Doch nicht nur zu Lande: Schon vor rund einer Million Jahren haben Frühmenschen der Spezies Homo ergaster/Homo erectus sich aufs offene Meer gewagt.

Thorwald Ewe

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