Interview zum 100. Geburtstag des Bund Naturschutz Spaziergang mit Hubert Weiger - wissenschaft.de
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Interview zum 100. Geburtstag des Bund Naturschutz

Spaziergang mit Hubert Weiger

Der Bund Naturschutz (BN) feiert 100-jähriges Bestehen. Zum Jubiläum hat natur-Chefredakteur Jan Berndorff den Vorsitzenden Hubert Weiger in den Donauauen getroffen – um deren Erhalt der BN seit nunmehr 40 Jahren kämpft. Ein Gespräch über ökologischen Hochwasserschutz, ungewöhnliche Bürgerallianzen und die Schatten der Vergangenheit.

S_nk1213Weiger02-(1).jpgGoldener Oktober an der Donau. Der Himmel stahlblau, die Wiesen und Sträucher grün, das Laub der Bäume färbt sich allmählich rot und gelb. Es weht ein sanfter Wind. Hubert Weiger steht am Kiesufer des Flusses und saugt die herbstlich kühle Luft tief in seinen mächtigen Brustkorb ein. Der stattliche Mann blickt durch seine Brille über den Strom auf die Türme der Benediktinerabtei in Niederalteich, eine über 1200 Jahre alte Klosteranlage wenige Kilometer flussabwärts der Mündung der Isar in die Donau. Im Hintergrund erheben sich die sanften Hügel des Bayerischen Waldes, eine idyllische Szenerie. Kaum vorstellbar, dass diese Pracht vor wenigen Monaten noch metertief unter Wasser stand. Das Hochwasser dieses Sommers hat in den Auen nur wenige Spuren hinterlassen.

natur: Herr Weiger, was ist eigentlich so besonders an den Auen der Isarmündung, dass der BN seit nunmehr 40 Jahren dafür kämpft, sie zu erhalten?

Weiger: Schauen Sie sich um! Gerade jetzt im Herbst entfaltet diese Landschaft einen Zauber, der seinesgleichen sucht. Sehen Sie da diese Bruchweide? Sie leuchtet in einem Orange, da geht einem doch das Herz auf! ( zückt seine Handykamera und macht ein Foto). Diese Auenlandschaft hier ist in ganz Mitteleuropa einzigartig.

Inwiefern? Solch schöne Bäume gibt es ja auch anderswo.

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Aber eine ganze Auenlandschaft wie diese finden Sie kaum mehr. Die Flüsse Mitteleuropas sind fast alle begradigt, gestaut oder sonst irgendwie ausgebaut worden. Der Donau selbst liegt alle 15 oder 20 Kilometer eine Staustufe im Weg; der Abschnitt zwischen Straubing und Vilshofen, an dem wir hier spazieren gehen, rund 70 Flusskilometer, ist das letzte Stück frei fließende Donau in Deutschland. Nur hier erreicht der größte Strom Europas noch seine normale Fließgeschwindigkeit – und das ist für seine natürliche Dynamik unheimlich wichtig. Außerdem ist dies einer der Hotspots der Biodiversität, der fischreichste Flussabschnitt Deutschlands. 54 Arten gibt es hier, zum Beispiel die Donaubarsche Streber, Zingel und Schrätzer, die das rasch fließende Wasser brauchen. Auf 0,5 Prozent der bayerischen Landesfläche kommen hier 80 Prozent der heimischen Vogelarten vor. Das Blaukehlchen etwa und der Pirol, ein typischer Vogel der Auen.

Ein großer schlanker Vogel fliegt in rund 50 Metern Entfernung quer über den Spazierweg.

Ist das ein Graureiher?

Ja, solch große Vögel leben hier auch. Und viele Mollusken! Die Donau-Kahnschnecke Theodoxus danubialis zum Beispiel, übersetzt das „Geschenk Gottes an die Donau“, hat ein wunderschön gemustertes Gehäuse, das auch als Beigabe in Steinzeitgräbern gefunden wurde.

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Und diese Vielfalt kommt daher, dass der Fluss hier frei fließen kann?

Sie hängt auch mit dem geologisch vielfältigen Einzugsgebiet der Donau zusammen. Der Strom entspringt im Schwarzwald, fließt durch die Schwäbische Alb, also kalkreiche Mittelgebirgslandschaften, hat große Zuflüsse wie die Altmühl und viele kleine Zuflüsse aus dem Bayerischen Wald. Und über Isar und Lech hat die Donau unmittelbare Verbindung zu den nördlichen Alpen. Von überall dort treffen Arten hier zusammen, es hat sich ein genetisches Zentrum gebildet mit Einflüssen aus all diesen Regionen. Zum Beispiel finden Sie in den Schotterflächen der Isarmündung Alpenenziane wieder. Und das Lebenselixier dieser Vielfalt ist der freie Fluss. Darum kämpfen wir gegen die Staustufen, sie würden den Fluss zerhacken und zu mehreren stehenden Gewässern degradieren. Die charakteristische Vielfalt und Dynamik ginge verloren.

Aber Staustufen würden den Flusspegel unter Kontrolle bringen. Wäre das nicht von Vorteil für die Anwohner, die unter den Überschwemmungen leiden?

Diesen Schutz könnte man aber auf viel naturverträglichere Weise erreichen: durch ökologischen Hochwasserschutz, wie wir ihn fordern. Das bedeutet sicherlich auch, die Dämme von Siedlungen wie Niederalteich zu verstärken. An Ufern wie hier bei Thundorf, wo nur Auen und Felder liegen, müsste man die Dämme jedoch zurückverlegen, um dem Fluss wieder mehr Raum zu geben. Dann kann sich ein Hochwasser in die Auen ausbreiten. Den Bäumen macht das im Gegensatz zum Menschen nichts aus. Die Natur ist daran angepasst, sie braucht die Überschwemmungen sogar. Der Wasserhöchststand wäre dann deutlich niedriger, die Gefahr für die Unteranlieger des Flusses sinkt ebenfalls. Wenn man stattdessen nur die Deiche erhöht, bringt das zwar hier mehr Schutz, dafür saufen die Siedlungen flussabwärts umso tiefer ab.

Einige Gehöfte liegen aber auch auf dieser Seite des Flusses. Was passiert mit denen?

Die müsste man entweder gesondert schützen oder absiedeln. Die Bauern würden für ihre Agrarflächen mit entsprechenden öffentlichen Flächen entschädigt. Das müsste mit Flurbereinigungsmaßnahmen einhergehen, dann könnte man mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen.

Warum ist das nicht längst geschehen, wenn es so viele Vorteile bringt, und wenn doch die Politik bei jeder Flutkatastrophe verspricht, mehr Überschwemmungsflächen zu schaffen?

Leider verschwinden solche Katastrophen jedes Mal sehr schnell wieder aus dem Bewusstsein der Menschen. Während sie andauert, schwören die Politiker alle heiligen Eide, aber wenn es dann später in Bundestag und Bundesrat darauf ankommt, die Beschlüsse umzusetzen, der Druck der Bevölkerung jedoch nachgelassen hat, kommt die Blockade, und es passiert wieder nichts. Dann überwiegen erneut die Interessen etwa der Landwirtschaft, weil Auen nun mal sehr fruchtbares Land sind. Oder der Bauwirtschaft, die dort Umgehungsstraßen oder Gewerbegebiete plant. Oder anderer Landeigentümer. Hier an der Donau war der Hochwasserschutz aber auch deshalb jahrzehntelang ausgesetzt, weil man die Staustufen plante. Dies hat einen wirksamen Hochwasserschutz verhindert und führte letztlich zu der furchtbaren Flutkatastrophe in diesem Jahr – zum Beispiel in Deggendorf.

S_nk1213Weiger04-(1).jpgSie als Naturschützer haben also den Hochwasserschutz nicht verhindert…

Im Gegenteil haben wir ihn immer gefordert. Aber erst durch die Entscheidung von Ministerpräsident Seehofer und dem bayrischen Kabinett im Frühjahr dieses Jahres, die Staustufen nun doch nicht zu bauen, ist dafür endlich die Voraussetzung geschaffen worden. Wir fordern, dass die Regierung jetzt auf den mehreren tausend Hektar, die sie für die Staustufen gekauft hat, den ökologischen Hochwasserschutz vorantreibt.

Sie haben also Ihr Ziel, die Staustufen zu verhindern, nach 40 Jahren endlich erreicht?

Zumindest für diese Regierung. Bereits vor der Wahl hat Seehofer uns zugesichert, dass die Entscheidung unumkehrbar sei. Darauf ruhen wir uns natürlich nicht aus. Jetzt müssen die richtigen Maßnahmen folgen. Dafür werden wir weiterkämpfen.

Wir kommen an einer Silberweide vorbei, an der sich zu einer Seite bis in rund drei Meter Höhe Schilf und andere Pflanzenreste verfangen haben. Weiger macht ein Foto.

Sehen Sie mal, hier erkennt man gut, wie hoch das Wasser gestanden hat. Auch an anderen Bäumen und Sträuchern sieht man eine Schlammkrawatte, solche gräulichen Schatten im unteren Bereich der Pflanzen. Sie markieren den dauerhaften Höchststand des Wassers. Und der lag wie sie sehen weit über unseren Köpfen.

Die Silberweide sieht man hier sehr häufig…

Ja, neben Silber- und Schwarzpappeln, Eschen und Bruchweiden. Die Silberweide mit ihren hellgrau-silbrigen Blättern ist der charakteristische Baum der Donau-Aue, sie wächst als Galeriewald entlang des gesamten Flusses. Sie liebt die Strömung und kann wochenlang im Wasser stehen – solange es nur fließt. Die Silberweide bildet sogenannte Wurzelzöpfe aus, die ins Wasser ragen, abbrechen und an anderer Stelle wieder angeschwemmt werden. Dort treiben sie wieder aus und ein neuer Baum wächst heran. Also eine sehr vitale und damit der Dynamik optimal angepasste Baumart.

Bei aller Liebe zur Natur: Andererseits ist die Wasserkraft eine erneuerbare Energie, die der BN aus Klimaschutzgründen der Energie aus Kohle und Atomkraft vorzieht. Die Staustufen wären ja nicht nur dazu da gewesen, die Schifffahrt zu erleichtern und den Wasserstand zu kontrollieren. Man hätte auch Wasserkraftturbinen eingebaut und Strom gewonnen. Steckt der BN da nicht in einem Dilemma?

Auch bei erneuerbaren Energien muss man immer beachten, welche Eingriffe in die Natur damit verbunden sind. Wasserkraftwerke führen dazu, dass ein Fließgewässer aufhört, als solches zu existieren. Das hat gewaltige ökologische Folgen – für die Artenvielfalt und auch die Qualität der Trinkwasserversorgung, denn das langsam strömende Grundwasser wird durch eine Staustufe ebenfalls gestoppt, das haben Studien gezeigt. Außerdem setzt sich an einer Staumauer Schlamm ab, in dem sich Schadstoffe anreichern. Ein fließendes Gewässer mit seinem hohen Sauerstoffgehalt dagegen entfernt die Schlammablagerungen eines Hochwassers von selbst und kostenlos. Organismen zersetzen die organische Substanz. Nun ist es in Bayern so, dass bereits 90 Prozent aller Fließgewässer ausgebaut sind, um sie zu nutzen. Wir vom BN meinen, dass wir da schon genug Zerstörung in Kauf nehmen mussten.

Aber woher soll der Strom dann kommen?

Man kann in bestehende Kraftwerke effizientere Turbinen, bei gleichzeitiger Verbesserung der Durchgängigkeit, einbauen. Vor allem aber sollten wir viel mehr Strom sparen. Denn eigentlich haben wir keinen Energiemangel, sondern einen Überfluss – wenn wir nur besser damit haushalten würden. Selbst beim modernsten Gaskraftwerk der Welt in Irsching zum Beispiel wird die Abwärme nicht genutzt, um Gebäude zu versorgen. Stattdessen wird damit die Donau aufgeheizt, weil man das erwärmte Kühlwasser einleitet. Sinnvoller wäre es, damit Haushalte zu heizen, indem man mehrere kleine Kraftwerke über die Region verteilt und Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen einsetzt.

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Warum geschieht das noch so selten?

Weil man dafür Leitungen bauen muss, und das kostet Geld – umso mehr, je weiter die zu versorgenden Haushalte entfernt sind. Darum wäre das in Irsching auch recht teuer. Weil selbst ganz Ingolstadt, das unmittelbar westlich liegt, nicht genügend Haushalte hat für die Fernwärme dieses riesigen Kraftwerks. Kleinere, regional verteilte Anlagen wären weit effizienter. Und es wäre eigentlich Aufgabe des Staates, dieses über Förderungen und Genehmigungen entsprechend zu steuern. Aber es passiert so gut wie nichts. Auch nicht bei der Sanierung von Gebäuden oder im Verkehr.

Effizienzsteigerungen allein werden nicht reichen, um Kohle- und Atomkraftwerke abzuschalten…

Natürlich bleibt trotzdem ein großer Energiebedarf. Wir brauchen deshalb Windkraft, Photovoltaik, partiell auch Biogas – und die Wasserkraft, die in Bayern aber weitgehend ausgeschöpft ist. Das alles jedoch mit neuen Konzepten. Es fehlen die ökologischen Leitplanken im Erneuerbare-Energien-Gesetz. Wir fordern schon seit über zehn Jahren, die Windkraft nicht derart zu privilegieren und die Stromversorgung nicht kommunal zu planen, sondern regional. In einer Region, in der viele Kommunen zusammengeschlossen sind, sollten die Standorte für verschiedene Anlagen unter Berücksichtigung der Ökologie und des Landschaftsbildschutzes gesucht und festgelegt werden. Windkraft nach Plan also. Bei der Photovoltaik haben wir die größten Potentiale auf den Dächern, und zwar vor allem in Gewerbegebieten und Großstädten. Die müssten wir als erstes erschließen. Auch Lärmschutzwände eignen sich prima. Freiflächenanlagen, wo riesige Paneel-Reihen in Feld und Flur stehen, sollten dagegen reduziert werden, weil wir die Flächen für die ökologische Landwirtschaft und den Naturschutz brauchen. Und denkmalgeschützte Gebäude sollten ebenfalls außen vor bleiben.

Und auch dies sollte der Staat steuern?

In jedem Fall! In den Städten sollte Kraft-Wärme-Kopplung viel besser genutzt werden. Biogasanlagen könnten als dezentrale Energiespeicher dienen, wobei das Biogas auf naturverträgliche Weise gewonnen werden muss. Eine Vergütung darf es zum Beispiel nicht für Biomasse von Monokulturen geben, sondern für Felder mit Blühstreifen, die fast den gleichen Ertrag haben, aber über die Blumen auch die Insektenvielfalt fördern. Das wäre ein echter Anreiz für mehr Natur in der Landschaft.

Was ist mit Biogas aus Tierhaltung?

Die Verwertung von Reststoffen sollte gefördert werden, aber nicht, wenn sie aus Massentierhaltung stammen. Es sollte einen Güllebonus geben für Landwirte, die ihre Tiere mit Futter von den eigenen Feldern ernähren. Langer Rede kurzer Sinn: Die Energieversorgung kann nachhaltig funktionieren, wenn man das alles mit den richtigen Anreizen präzise steuert und sowohl ökologisch wie sozial einbettet.

Hört sich schlüssig an. Trotzdem scheint es darüber Streit innerhalb Ihres Verbands zu geben. Ihr langjähriges Mitglied Enoch zu Guttenberg, 1975 Mitbegründer des BUND, ist vergangenes Jahr ausgetreten, weil ihm der Verband eine viel zu Windkraft-freundliche Position vertritt…

In der Bevölkerung wird Windkraft intensiv diskutiert, das ist richtig. Aber verbandsintern ist unsere Position klar, wir haben sie über viele Jahre mit der Vereinsbasis erarbeitet und sind zu dem Schluss gekommen: Wir brauchen Windkraft, um die erheblich schädlicheren konventionellen Energieträger abzulösen, müssen aber die Menschen, die Wirtschaft, das Landschaftsbild und die Ökologie berücksichtigen. Wir sind also nicht gezwungen, jeden Standort hinzunehmen, um aus der Atomkraft auszusteigen; eine ganze Reihe von Vorschlägen hat der BN bereits abgelehnt. Aber prinzipiell sind wir für den Ausbau der Windkraft. Es gab deshalb insgesamt vielleicht gerade einmal 30 Austritte.

Darunter aber eben auch einen ziemlich prominenten, der viel Wind gemacht hat. Zu Guttenberg schrieb einen offenen Brief in der FAZ, in dem er seinen Austritt ausführlich begründete, vor allem mit der Verschandelung der Landschaft.

Ich halte diese Begründung nicht für schlüssig. Wenn jemand so wie er Atomkraft ablehnt, kann er nicht gleichzeitig vehement fordern, Süddeutschland müsse frei von Windkraftanlagen sein. Wir haben deutschlandweit die meisten Atommeiler im Süden. Das Akw Grafenrheinfeld können wir in zwei Jahren nur stilllegen, wenn entsprechende Alternativen zur Verfügung stehen, sonst werden automatisch die Kohlekraftwerke wieder hochgefahren. Dabei sollten auch die lieber stillgelegt werden. Niemand von uns akzeptiert Windkraftanlagen an der Wieskirche in Oberbayern oder in schutzwürdigen Lebensräumen. Aber in den Außenbereichen von Biosphärenreservaten zum Beispiel muss es möglich sein, Standorte zu definieren. Das Problem ist, dass genau diese Standortsuche nicht funktioniert. Dafür hätte sich Guttenberg lieber einsetzen sollen, statt mit großem Trara aus dem Verband auszutreten und uns wahrheitswidrig Dinge zu unterstellen – etwa, dass wir die Windkraft akzeptierten, weil wir von irgendwelchen Unternehmen Geld dafür bekämen. Neben Greenpeace sind wir der einzige Verband in Deutschland, der überhaupt kein Sponsoring annimmt. Weder beim BN, noch beim BUND. Wir wollen unabhängig sein.

Es gibt aber Fälle, in denen tatsächlich Geld geflossen ist. Guttenberg moniert den Fall des geplanten Offshore-Windparks in Nordergründe am Wattenmeer, gegen den der BUND klagte, weil eine wichtige Vogelzugroute betroffen war – diese Klage aber dann gegen Zahlung von 800.000 Euro des Betreibers zurückzog …

Das stimmt nicht. Unser Landesverband in Niedersachen hatte zu dem Zeitpunkt schon erreicht, dass die Zahl der Anlagen halbiert wurde, und sich dann bereit erklärt, die Ausgleichszahlung des Betreibers, zu der er verpflichtet worden war, treuhänderisch zu verwalten und unter Aufsicht des Rechnungshofes für den Ostseeschutz einzusetzen. Nicht zuletzt, um zu verhindern, dass dieses Geld vom damaligen Umweltminister Sander für völlig andere Zwecke ausgegeben wird. Das Geld geht also nicht etwa an die BUND-Stiftung. Unabhängig davon hat der BUND vor Jahren bereits eine Grundsatzposition zum Thema „Einstellung von Klagen gegen Geld“ beschlossen. Diese wird jetzt der Delegiertenversammlung vorgelegt und nochmals verschärft, sodass solche Gelder unmissverständlich in konkrete Projekte zu investieren sind, die nichts mit dem BUND zu tun haben. Wir dürfen niemals das wichtigste Kapital, das wir haben, verspielen: unsere Glaubwürdigkeit. Nur wenn diese intakt ist, wird unser Verband auch weiterhin Mitglieder hinzugewinnen.

S_nk1213Weiger03-(1).jpgGuttenberg verwies auch auf die Gefahren für Vögel und Fledermäuse durch Windräder. Angeblich sollen Sie ihm geschrieben haben, es gebe keine Daten, die in Deutschland eine Gefährdung für Pflanzen und Tiere belegen. Eine neue Studie warnte jedoch vor kurzem, es könnten sogar viel mehr Fledermäuse betroffen sein, als angenommen. Bleiben Sie bei Ihrer Auffassung?

Die aktuellen Daten und Studien, die dem BUND vorliegen, bestätigen unsere Sicht: Die Sterblichkeitsraten von Vögeln und Fledermäusen im Straßenverkehr bzw. die Sterblichkeitsraten von Vögeln und Fledermäusen an Stromleitungen und Gebäuden sind um etwa den Faktor 100 höher als an Windenergieanlagen. Wir müssen also entsetzt feststellen, dass nicht Windenergieanlagen die Tierpopulationen in Deutschland bedrohen, sondern Straßenverkehr, Wohn- und Gewerbegebiete. Da müssen wir also vielmehr ansetzen und unnötige Neubauten verhindern. So betrüblich Todesfälle unter Vögeln und Fledermäusen an Windenergieanlagen sein mögen – im Vergleich mit anderen menschlichen Zugriffen auf unsere Natur sind diese Anlagen ein untergeordnetes Problem für diese Tierarten.

Aber Sie verstehen schon, wenn Bürger sagen, sie wollen kein Windrad in der Nähe ihres Wohnhauses?

Absolut. Andererseits dürfen die Kriterien auch nicht so sein, dass von vornherein jeder Standort ausscheidet. Wenn zum Beispiel Ministerpräsident Horst Seehofer zwei Kilometer Mindestabstand zwischen einem Windrad und der nächsten Siedlung fordert, dann lässt sich da bei unserer Siedlungsstruktur in Bayern auf weiten Strecken keine einzige Stelle finden. Und das gilt keineswegs nur für Ballungsräume. Was bleibt, sind dann große Naturräume wie der Steigerwald, die mit ihrer einzigartigen Natur und Landschaft unter einem Eingriff am schwersten leiden würden. Solche Wälder dürfen nur in Ausnahmen genutzt werden, nur dann, wenn es gar keine andere Möglichkeit gibt. Viel besser als ein seltener Laub-Mischwald eignet sich zum Beispiel ein Fichtenbestand entlang der Autobahn.

Die ein oder andere Siedlung muss also den Bau eines Windparks in ihrer Nähe hinnehmen?

Wer dagegen ist, sollte sich die Alternative vor Augen führen. Wir laden alle Windkraftgegner in Bayern dazu ein, sich mal mit den Betroffenen des Braunkohleabbaus in Sachsen zu unterhalten. Und zwar nicht nur mit denen, die sich belästigt fühlen, sondern mit denen, die abgesiedelt werden, die ihre Heimat komplett verlieren, weil ihre Dörfer geschliffen werden und im Braunkohletagebau verschwinden. Oder in der Köln-Aachener Bucht, wo der Hambacher Forst – Tausende Hektar schönster Eichenwald – dem Abbau geopfert wurde. Solche Kohlehalden gehen 450 Meter in die Tiefe. An so einem Abgrund muss man mal gestanden haben, um die Nachteile der Windkraft richtig einzuordnen. Von Atomkraftwerken mit ihrer unterschwelligen Bedrohung, die uns der Unfall von Fukushima nur allzu deutlich gemacht hat, mal ganz abgesehen. Das heißt: So legitim die Problematisierung der Windkraftanlagen ist, die Alternativen sind doch weitaus schlimmer. Und zu sagen, wir wollen die Windkraft als erneuerbare Energie, aber nicht vor unserer Haustür, ist inkonsequent. Das darf nicht sein. Zumal die Windkraft den riesigen Vorteil hat, dass man sie zurückbauen kann. Ein Braunkohletagebau zerstört die Landschaft für immer. Und auch den Atommüll werden wir nie mehr los.

Gehen wir mal zurück in die Geschichte des BN. Wenn Ihre Vorgänger vor knapp 100 Jahren nicht schon so erfolgreich gewesen wären, gäbe es heute in der Falkensteiner Wand am Königsee einen riesigen assyrischen Löwen zu bewundern, den die Regierung damals als Kriegerdenkmal in den Stein meißeln lassen wollte. Das wäre doch heute sicher eine tolle Touristenattraktion, oder?

Es wäre vor allem eine bleibende Verschandelung dieser wunderschönen Landschaft, die den Keim des heutigen Nationalparks Berchtesgaden darstellt. Ein Ärgernis für alle mit einem Empfinden für die Ursprünglichkeit und Ästhetik der Natur. Das war schon eine der großen Leistungen, noch während des Ersten Weltkriegs diese von nationaler Überhöhung geprägte Aktion zu verhindern. Es war damals unser Gründungsvorsitzender Carl Freiherr von Tubeuf und später in den 70er Jahren Hubert Weinzierl, die den Erhalt dieser Landschaft maßgeblich vorangetrieben haben.

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Was waren weitere Erfolge des Bund Naturschutz in den 100 Jahren?

Im Bayerischen Wald haben wir 1970 den ersten Nationalpark Deutschlands geschaffen. Der BN hat dafür nicht nur Werbung gemacht, sondern auch Geld gesammelt. Das komplette Tierfreigehege im Park geht auf diese Spenden zurück, die übrigens auch die Leser Ihrer Zeitschrift beigesteuert haben. Dieser Nationalpark hatte große Strahlwirkung. Sein zentrales Prinzip „Natur Natur sein lassen“ griff um sich und ist heute sogar gesetzlich fixiert.

Das sogenannte Grüne Band, dieser riesige Biotopverbund entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs längs durch Europa, hat auch der Bund Naturschutz mit initiiert, oder?

Die Idee, das ursprünglich nur die ehemalige deutsche Grenze schmückende Grüne Band auf ganz Europa zu erweitern – über 12.500 Kilometer vom Eismeer bis zum Schwarzen Meer – entstand 2002 im Beisein von Michail Gorbatschow bei der Eröffnung des „WestÖstlichen Tores“ im Eichsfeld. Das war ein BUND-Kunstprojekt im deutschen Grünen Band. Mit dem Bundesamt für Naturschutz und anderen Partnern griff der BUND die Idee auf, und heute arbeitet eine Vielzahl von Verbänden, Gruppen und Fachbehörden in den 24 beteiligten Staaten an dieser faszinierenden Vision. Schon die Häufung großflächiger Schutzgebiete entlang des Bandes spricht für seine Bedeutung: 41 Nationalparks liegen direkt entlang des ehemaligen Eisernen Vorhangs, 16 davon sind grenzüberschreitend. Mehr als 3200 Schutzgebiete befinden sich innerhalb eines 25 Kilometer Korridors auf beiden Seiten des Grünen Bandes. Dieser Verbund fördert nicht nur die grenzüberschreitende Zusammenarbeit in der nachhaltigen Regionalentwicklung, er ist auch eine Chance, den Verlust der Artenvielfalt wenigstens in Teilen zu minimieren. Das Grüne Band verbindet Lebensräume vieler Arten und kann bei Bedarf das Abwandern in andere Regionen erleichtern. Das ist von immenser Bedeutung gerade vor dem Hintergrund des Klimawandels. Das Grüne Band ist DIE existierende „Grüne Infrastruktur“ in Europa. Es sollte unbedingt als UNESCO-Welterbe vorgeschlagen werden.

Welche Erfolge hatte der BN auf umweltpolitischer Ebene?

Da will ich zunächst die Wiederaufbereitungsanlage in Schwandorf nennen, die wir verhindern konnten. Das war der erste große Einsatz einer breiten Bürgerallianz. Sie markiert den Aufbruch der Zivilgesellschaft, sich für eine andere Politik in Bayern einzusetzen. Mit bundesweiter Signalwirkung und internationaler Aufmerksamkeit. Außerdem können wir uns auf die Fahnen schreiben, dass es in Bayern keine Agro-Gentechnik gibt – in einem Bundesland, das sich zuvor am meisten dafür eingesetzt hat. Auch hier haben wir mit anderen gesellschaftlichen Gruppen neue Allianzen geschlossen.

Diese Bürgerallianzen spielen eine große Rolle bei ihrer Arbeit…

Auch der Erfolg hier an der Donau war nur so möglich. Ursprünglich waren wir ganz allein auf uns gestellt. Vor 40 Jahren wollten noch fast alle den möglichst raschen Ausbau des Flusses. Inzwischen hat sich das durch unsere Aufklärung und unsere Bündnisse völlig umgedreht.

Welche Gruppen haben sich Ihnen angeschlossen?

Alle anderen Naturschutzverbände, zuvorderst unser wichtigster Partner, der Landesbund für Vogelschutz. Dann kamen der Deutsche Alpenverein mit den Gebirgs- und Wandervereinen, die Jägerschaft, die Fischer und die Kanuten dazu – also sogar Organisationen, mit denen wir bei anderen Gelegenheiten auch mal über Kreuz liegen, mit den Fischern etwa wegen des Kormorans oder den Jägern wegen des Wilds im Wald. Auch viele Bauern sind dabei, weil sie wollen, dass ihr Land fruchtbar bleibt und nicht Opfer von Kanalisierungsprojekten wird. Dazu kommen engagierte Kommunalpolitiker, kirchliche Gruppen und Hausfrauenvereinigungen, Trachten- und Gesangsvereine. Es gibt eigentlich kaum eine Interessenvereinigung, die uns bei der Rettung der Donau nicht unterstützt hat. Dank dieser Hilfe konnten wir die öffentliche Stimmung kippen und so die Regierungspolitik ändern. Wobei wir gerade hier in dem alten Klosterdorf Niederalteich das große Glück hatten, mit der katholischen Landvolksschule schon Anfang der 70er Jahre einen engen Verbündeten zu haben, der uns die Basis gab, unsere Positionen zum Beispiel zur Landwirtschaft vorzutragen. Der damalige Schulleiter hat als Vermittler unseres Anliegens in die ländliche Bevölkerung eine ganz zentrale Rolle gespielt. Für viele Menschen war und ist der eben viel glaubwürdiger als ein Naturschützer. Auch der Bürgermeister, ebenfalls Katholik, setzte sich aus einer Verantwortung für die Schöpfung heraus für diese Sache ein und brachte ganz andere Kreise in dieses Naturschutzanliegen, als wir normalerweise erreichen. Und unser Kreisvorsitzender war ein Glücksfall, denn er kam aus einer Bewegung von Bürgerinitiativen, die bereits erfolgreich eine Müllverbrennungsanlage in Plattling verhindert hatte. Der wusste also, wie man Netzwerke aufbaut und knüpfte nun dieses Donau-Netzwerk.

So ein Erfolg hängt also auch von einzelnen ab?

Ja, natürlich. Ganz zentral sogar. Wobei sie keine Chance haben, wenn sie einzeln bleiben. Aber wenn sie es verstehen, andere zu begeistern, den Kreis immer weiter zu verbreitern und auch die Medien für das Thema zu interessieren, dann findet es die breite Öffentlichkeit. Die Zukunft der Donau ist inzwischen ein zentrales Thema in ganz Bayern. Egal wo ich unterwegs bin und zu welchem Thema, werde ich immer als erstes angesprochen: ‚Wie geht es weiter mit der Donau?‘ Und das ist toll! Der BN wird jetzt mit der Rettung der Donau identifiziert. Zumal das auch ein wichtiges Signal für die Menschen flussabwärts ist. Hätten wir den Ausbau nicht verhindert, wäre die Donau wohl auch in Ungarn und Rumänien ausgebaut worden, weil die Schiffe dort sonst nicht durchgekommen wären. Unser Erfolg stärkt überall den Kampf der Menschen für ihren Fluss.

Ein ursprünglich ähnlich aussichtsloser Kampf war die Rettung des Reichswaldes bei Nürnberg. Das erste große Projekt, das Sie selbst in den 70er Jahren geleitet haben.

Der Reichswald hat eine so große Bedeutung nicht nur weil er mit an die 40.000 Hektar das größte Waldgebiet in einem deutschen Ballungsraum darstellt, sondern auch aus geschichtlichen Gründen. Er heißt so, weil er ursprünglich in Verbindung mit der Kaiserburg dem deutschen Kaiser persönlich gehörte. Dieser verpflichtete die Stadt Nürnberg, den Wald in der Fläche zu erhalten; dadurch blieb er überhaupt in dieser Größe bestehen. Und im 14. Jahrhundert wurde hier die erste deutsche Nadelholzsaat angelegt. Es war die Geburtsstunde der künstlichen Walderneuerung und der Waldumwandlung von in dem Fall Eichen- und Buchenwäldern in Kiefernwälder. Anfang der 70er Jahre war er dann der wohl am meisten gefährdete Wald in ganz Deutschland. Jedes Jahr gingen rund 300 Hektar verloren, also ein Gebiet von der Größe der Nürnberger Altstadt. Wald galt damals nicht als etwas Wertvolles. Im Herbst 1971 kam ich dann nach meinem Forstwissenschaftsstudium als bundesweit erster Zivildienstleistender im Umweltschutz zum BN – ein Modellversuch im Rahmen der Aktion „Saubere Landschaft“ – und wurde dann so eine Art persönlicher Mitarbeiter von Hubert Weinzierl.

Ein kleiner Exkurs: Warum gibt es in der Geschichte des BN so viele Forstwirte in Führungspositionen? Tubeuf, Weinzierl, Weiger – alles gelernte Forstwissenschaftler.

Ich glaube, das könnte daran liegen, dass die Universitätsausbildung für Forst gerade in Süddeutschland und speziell in München immer schon einen starken Bezug zur Ökologie hatte. Die Lehre vom naturnahen gemischten Laubwald, also die Abkehr vom Fichten- oder Kiefern-Reinertragswald, ist dort entwickelt worden. Prof. Karl Gayer war einer der ersten, die fragten, was uns ein kurzfristiger maximaler Reinertrag hilft, wenn dies langfristig zu enormen Schäden führt, weil Fichtenwälder ganz leicht Opfer eines Sturms oder des Borkenkäfers werden. Damit legte er die Grundlage für eine Lehre, die heute weltweit Gültigkeit hat: Eine Waldbautradition, die Mischwald, Laubwälder und alte Wälder favorisierte. Auch in Zürich und Wien wurde das gelehrt. Damals war das allerdings völlig gegen den forstlichen Zeitgeist. Der lautete „Maximierung der Zinsen ohne Rücksicht auf Verluste“. Die Folgen sehen wir heute noch: Fast die Hälfte der Fichten, die in Bayern in den letzten Jahren auf den Markt gekommen sind, wurden nicht nach Plan gefällt, sondern weil Sturm oder Borkenkäfer sie erledigt haben. Die neue Lehre hat natürlich viele Studenten geprägt und viele Förster zum Naturschutz gebracht. In Bayern sind überproportional viele Förster im Naturschutz aktiv, so auch bei uns im BN.

Zurück zum Reichswald…

Ich bin also damals zu Weinzierl gekommen und erhielt den Auftrag, mich um den Aufbau des BN in Franken zu kümmern. Ich wurde nach einem halben Jahr Zivildienst der Verbandsbeauftragte für Nordbayern. Das wäre wohl heute kaum mehr möglich. Ich sollte mehr oder weniger allein einen Verband komplett neu aufbauen. Dabei war ich gerade erst zugezogen, ich kannte mich überhaupt nicht aus. Ich habe mich dann auf die Suche nach Helfern gemacht. Ich fand in Nürnberg einen Landschaftsplaner, der das Engagement des BN aktiv unterstützte und mir erlaubte, meine Akten bei ihm zu lagern. Und dann gab es noch einen Rechtsanwalt, der als Sprecher eines Dachkomitees von Bürgerinitiativen fungierte, die sich gegen die Einrichtung eines Panzerübungsplatzes der US-Armee bei Feucht richtete. Die beiden haben mir Zugang zur ganzen Szene verschafft. Wir haben dann gegen den Übungsplatz Unterschriften gesammelt, wochenlang stand ich da mit meiner Frau am Bahnhof, auch um unseren neuen Verband in Franken bekannt zu machen.

Und der Reichswald?

Der kam als nächstes. Denn auf dieser Basis konnten wir dann aufbauen, als es um seinen Erhalt ging. Gemeinsam mit dem inzwischen bundesweit angesehenen Forstexperten Georg Sperber, der den Reichswald kennt wie kein Zweiter, habe ich ein Reichswaldprogramm erstellt mit der zentralen Mahnung, dass bei gleichbleibender Rodungsrate der Kernbereich des Reichswaldes in 20 Jahren verschwunden sein würde. Wir forderten, die Rodung sofort einzustellen. Eigentlich eine völlig utopische Forderung. Aber erfolgreich: Wir veröffentlichten Karten, die den Schwund deutlich zeigten, und das machte die Öffentlichkeit sehr betroffen. Mithilfe eines engagierten SPD-Abgeordneten erreichen wir, dass seine Partei im Landtag einen gleichlautenden Antrag einbrachte. Der wurde tatsächlich einstimmig angenommen und war dann die Grundlage für umfassende Schutzkonzepte, die etwa der damalige bayerische Landwirtschaftsminister Hans Eisenmann in ein neues Waldschutzgesetz goss. Demnach durften Wälder, die für die Allgemeinheit unverzichtbar sind, nicht mehr angetastet werden, sogenannte Bannwälder. 1977 wurde der Nürnberger Reichswald der erste Bannwald in Bayern, ein riesiger Erfolg. Auch dieser übrigens erreicht durch breite Bürgerallianzen.

Bevor Hubert Weinzierl 1969 den Vorsitz übernahm, baute der Bund Naturschutz allerdings noch nicht auf Bürgerinitiativen, sondern galt im Gegenteil als sehr staatsnah. Wie muss ich mir das vorstellen?

Fast alle entscheidenden Positionen im BN waren mit führenden Amtsträgern der Behörden besetzt, Weinzierls Vorgänger etwa war pensionierter Regierungspräsident von Oberbayern. Im Beirat saß das Who is Who der bayerischen Verwaltung. Die haben sich teilweise zwar gegenseitig beharkt, sind aber grundsätzlich nicht in Widerstand zu wichtigen Staatsvorhaben gegangen. Das hat sich unter Weinzierl radikal geändert. Regierungsprojekte waren nicht mehr tabu. Da bekamen wir sofort Anrufe, wir hätten nun schon wieder den Minister kritisiert; und man habe jetzt Schwierigkeiten, noch Geld für unsere Projekte bereitzustellen; wir sollten mal darüber nachdenken, wie weit wir gehen wollen. Das war vornehm ausgedrückt, aber klar in der Aussage. Und es war letztlich der Anstoß, quasi einen neuen Verband zu gründen unter dem Dach des alten – einen unabhängigen und basisdemokratischen.

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Jetzt, zum 100-jährigen Bestehen erschien eine Studie, die auch Licht in die Zeit des Dritten Reichs bringt. Bis zu dieser Studie hatte sich der BN nicht konkret damit beschäftigt, wie er seinerzeit zum Nazi-Regime stand.

Leider ging ein Großteil unseres Verbandsarchivs im Krieg verloren. Weitere Unterlagen wurden später bei einem Brand in der Geschäftsstelle zerstört. Daher gab es lange Zeit nicht mehr als die lapidare Information: Der Verband wurde während der Nazi-Zeit gleichgeschaltet. Auch ausgelöst durch die aktuelle Debatte um Rechtsradikalismus und Naturschutz, haben wir nun unsere Geschichte von unabhängigen Historikern aufarbeiten lassen. Ihre Erkenntnisse zeigen, dass der BN damals wirklich total angepasst war und das Regime unterstützt hat. Damit hat er sich mitschuldig gemacht an dem gesamten Unrechtssystem. Wir haben zwar auch Quellen gefunden, die zeigen, dass einige Kreisvorsitzende das Regime kritisch sahen. Die wurden damals in den Verbandsorganen verschwiegen, arbeiteten jedoch weiter. Andere waren aber schon vor 1933 glühende Anhänger des Nationalsozialismus und wurden dann im Dritten Reich erst recht in den Vordergrund geschoben.

Es blieben auch nach dem Krieg noch Nazis in führenden Positionen…

Ja, nach der sogenannten Entnazifizierung wurden sie wieder aktiv. Zwar nicht mehr in erster Reihe, aber man muss sagen, dass beim BN ähnlich wie bei anderen Organisationen in dieser Zeit leider nicht die notwendigen Konsequenzen gezogen wurden.

Und was ist mit Alwin Seifert? Er war ein Antisemit und Vorzeige-Nazi, als Reichslandschaftsanwalt zuständig für den Autobahnbau. Von Hitler selbst hatte er den Professorentitel verliehen bekommen – und er war von 1958 bis 1963 Vorsitzender des Bund Naturschutz.

Das ist leider richtig. Gleichzeitig war er aber auch ein Guru der Öko-Bewegung, der Verfasser des Buchs „Gärtnern ohne Gift“, damals eines der führenden Standardwerke für ökologischen Land- und Gartenbau. Den wenigsten, die das Buch kauften – mir auch nicht – war seine Vergangenheit bewusst. Er hat das natürlich auch totgeschwiegen. Umso wichtiger ist die Aufarbeitung dieser Vergangenheit. Sie bestärkt uns darin, wohin sich der BN seit den 60er Jahren bewegt hat: Staatsferne, Einsatz für Demokratie und Partizipation, ein anderes Verständnis von Heimat – all das ist notwendig, um solche schlimmen Entwicklungen für alle Zukunft zu vermeiden.

Spielte bei der zögerlichen Aufarbeitung vielleicht auch das Reichsnaturschutzgesetz eine Rolle, das Hermann Göring durchgesetzt hatte? Das galt ja als das fortschrittlichste Naturschutzgesetz seiner Zeit – eines, auf das die Naturschützer lange gewartet hatten.

Durchaus. Wobei man bedenken muss, dass dieses Gesetz schon vor der Nazizeit in den frühen 20er Jahren konzipiert worden war, also zu Zeiten der Demokratie. Ein seit 1922 geplantes bayerisches Naturschutzgesetz scheiterte zum Beispiel immer wieder an Behörden, vor allem dem bayerischen Finanzministerium, weil man dadurch zu große Eingriffe in den Staatswald befürchtete. Die Waldwirtschaft war damals noch eine ganz zentrale Einnahmequelle für den Staat. Darum fand Göring unter Naturschützern natürlich begeisterte Zustimmung: Allerdings tat er sich damit eigentlich nicht als Naturschützer hervor, sondern er sicherte so vor allem die Jagd, er war ja Reichsjägermeister. Überall dort, wo Belange des Militärs oder der Infrastruktur betroffen waren, hatte das Reichsnaturschutzgesetz keine Geltung.

Warum hat das Gesetz auch nach dem Krieg noch so lang Bestand?

Eben weil es die Aufbaumaßnahmen in keiner Weise blockierte. Laut diesem Gesetz musste der Naturschutz bei keinen ernsthaften Infrastrukturprojekten berücksichtigt werden. Außerdem war Naturschutz damals noch eine rein ehrenamtliche Sache.

Stichwort Rechtsradikale im Naturschutz heute: Kommt es auch beim BN vor, dass rechte Ideologen versuchen, den Verband zur unterschwelligen Verbreitung ihrer Botschaft zu missbrauchen, zum Beispiel über das Vehikel eines fehlinterpretierten Heimatbegriffs?

Glücklicherweise sind wir davon bisher weitgehend verschont geblieben. Was wohl auch mit unserer Basis zusammenhängt. Die heute prägenden Figuren im Verband sind ja in den 70er Jahren dazugestoßen und daher rechtem Gedankengut gegenüber besonders kritisch. Wir hatten beim Bundesverband mal einige Diskussionen mit Bürgerinitiativen in Ostdeutschland. Dort haben die Landesverbände reagiert, indem sie ihre Satzung nochmal präzisiert haben: Fremdenfeindlichkeit ist ein ganz klares Ausschlusskriterium. Auch auf Kreisebene wird bei jedem Verdacht sofort reagiert. Wir dürfen uns zentrale Begriffe des Naturschutzes wie „Heimat“ nicht kaputtmachen lassen, weil sie im Dritten Reich gnadenlos missbraucht wurden und heute von Rechten benutzt werden, um Ausländerfeindlichkeit auszudrücken. Heimat soll durchaus Identität stiften, sie muss aber offen sein. Sie darf niemanden ausgrenzen und nicht überhöht werden im Vergleich zu der Heimat anderer Menschen. Und sie sollte ökologisch intakt bleiben – dafür setzen wir uns ein.

Gab es auch Rückschläge in den 100 Jahren BN? Vielleicht einen Fall, wo man in der Rückschau sagen muss: Da haben wir mit unserer Position falsch gelegen?

Ein Projekt, wo wir so richtig danebengelegen haben, fällt mir nicht ein, aber beim Waldsterben haben wir auf jeden Fall deutlich dazugelernt. Der Begriff löste bei vielen unheimliche Ängste aus. Auch wir selbst hatten ja große Sorge, und mit dieser Sorge haben wir in der Bevölkerung ja auch viel erreicht. So hat der BN – oder vielmehr der Naturschutz insgesamt – Luftreinhaltemaßnahmen durchsetzen können, die man vorher nicht für möglich gehalten hätte. Trotz Hinweisen auf die Pseudokrupp-Erkrankungen von Kindern war die Politik zum Beispiel in Sachen Entschwefelung der Kohlekraftwerke untätig geblieben. Das Waldsterben erst brachte den Durchbruch. Genauso bei Katalysatoren und bleifreiem Benzin. Was wir aber tatsächlich falsch einschätzten damals, war die Vitalität des Waldes. Auch der einzelnen Bäume. Ich habe damals die Initiative „Kampf gegen das Waldsterben“, die auch den Begriff „Waldsterben“ prägte, mit initiiert, weil wir befürchteten, das ganze Ökosystem Wald könne zusammenbrechen, wenn die Luftverschmutzung so weiterginge. Im Erzgebirge und im polnischen Riesengebirge war dies geschehen, obwohl die Schadstoffkonzentrationen wesentlich geringer waren. Und tatsächlich hörte in Deutschland zum Beispiel die Weißtanne weitgehend auf zu leben, die alten Bäume wuchsen nicht mehr weiter. Doch als die Schadstoffe durch die neuen Gesetze dann abnahmen, fingen die plötzlich wieder an zu wachsen. Und selbst im Erzgebirge regenerierten sich die Wälder von einzelnen überlebenden Bäumen ausgehend. Das hatten wir so nicht erwartet – oder vielmehr, wir haben nicht ausreichend kommuniziert, dass sich ein Ökosystem auf diese Art wieder erholen kann. Stattdessen sprachen wir nur davon, dass die Bäume sterben. Das sehe ich im Nachhinein kritisch.

Warum war der BN bis 1972 für Atomkraft?

Bayern war das Land der Wasserkraft. Darum sah der BN ursprünglich, als die Gefahren noch nicht so bekannt waren, in Atomkraftwerken eine Chance, die für die Ökologie der Flüsse schädlichen Wasserkraftwerke zu verhindern. Hubert Weinzierl beauftragte mich, die Arbeitsgruppe zu diesem Thema zu leiten. Als Förster hatte ich allerdings keine Ahnung von Atomkraft. Erst der Kernphysiker Ludwig Trautmann-Popp, den ich 1973 kennenlernte und der dann unser Energiereferent wurde, brachte das entsprechende Wissen in den Verband ein. Er klärte uns auf. Am Ende fassten wir den einstimmigen Beschluss, uns gegen die Atomkraft zu wenden. Entgegen dem Zeitgeist wohlgemerkt, selbst die Vereinigung kritischer Wissenschaftler hatte sich zwar gegen Atomwaffen, aber für Kernenergie ausgesprochen, weil die Gefahren der friedlichen Nutzung noch weitgehend unbekannt waren. Außerdem hatten wir Kontakt zu den Bürgerinitiativen gegen Atomkraft im badischen Wyhl. Aus diesem Widerstand heraus gründete sich dann auch 1975 unser Bundesverband.

Wie steht der BN zur Agro-Gentechnik und Konzernen wie Monsanto? Glauben Sie, dass die Ernährungsversorgung der Welt allein auf ökologischer Basis funktionieren kann, oder muss angesichts der stetig wachsenden Weltbevölkerung die Gentechnik nachhelfen?

Ich glaube, es gibt zwei große technologische Irrtümer der Menschheit. Der eine ist die Spaltung des Atoms, der andere die Manipulation des Erbguts. Wir wissen immer noch viel zu wenig darüber, um es gezielt manipulieren zu können. Das Heikle ist: Die Manipulation von Leben ist nichts, was man später wieder zurücknehmen kann, sie ist irreversibel. Und wir brauchen sie auch nicht. Entweder wir ernähren uns weltweit ökologisch, oder die Menschheit hat keine Zukunft. Wenn wir gegen die Natur wirtschaften statt mit ihr, werden wir irgendwann unsere Lebensgrundlagen verlieren. Natürlich können wir die Wirkungsmechanismen der Natur optimieren. Aber nichts anderes tut der ökologische Landbau. Er nutzt die natürlichen Prozesse, so dass sie auf Dauer erhalten bleiben, er verändert sie nicht künstlich mit unvorhersehbaren und irreversiblen Folgen, die irgendwann nicht nur die Natur, sondern auch uns selbst treffen werden. Von daher ist ein Konzern wie Monsanto, der über die Manipulation und Patentierung des Saatguts den Zugriff auf das gesamte von uns genutzte Leben erlangen will, eine der größten Fehlentwicklungen des Kapitalismus. Wir haben ja längst diverse Monsanto-Produkte in uns ohne es zu wissen. Zum Beispiel das Pestizid Glyphosat. Monsanto gefährdet unsere Gesundheit und unsere Ernährungssouveränität. BN und BUND verstehen sich als Teil einer weltweiten Protestbewegung gegen solche Entwicklungen. Und auch deren Breite nimmt zu.

Wie kann der Öko-Landbau denn die Ernten erhöhen?

Durch integrative Produktionssysteme zum Beispiel. Ähnlich wie Mischwald in der Forstwirtschaft kann man auch auf dem Acker Mischfrucht anbauen. Leindotter etwa, eine vergessene Ölpflanze des Mittelalters, hätte ein dreimal so hohes Ertragspotential, wenn man ihn gezielt züchten würde. Ohne jede Genmanipulation. Mit dieser Pflanze könnten wir die gesamte Agrarwirtschaft energieautark machen. Zehn Prozent unserer Ölimporte könnten wir einsparen. Und zwar ohne den Brotanbau zu gefährden, denn Leindotter lässt sich eben integrativ auf der gleichen Fläche mit Getreide, Erbsen oder Bohnen anpflanzen – nebeneinander, ohne nennenswerte Verluste des Getreideertrags.

Warum wird das noch nicht gemacht?

In Bayern geschieht das bislang auf einigen hundert Hektar. Aber insgesamt scheitert es noch an den fehlgeleiteten Subventionen für Biotreibstoffe. Sie machen es ökonomisch uninteressant, den zusätzlichen Aufwand für das Trennen der verschiedenen Früchte nach der Ernte in Kauf zu nehmen. Es rentiert sich für die Bauern einfach nicht. Auch hier bräuchte es wieder die richtigen Anreize seitens der Politik.

Thema Jagd. Kann Naturschutz auch ohne Jagd funktionieren?

Das kommt auf die zu jagende Art an. Nach allen Erfahrungen muss man weder Fuchs, noch Dachs, Marder oder Hase jagen. Bei einem Tier aber sieht es so aus, als ginge es nicht ohne, und das ist das Reh. Dieses ist durch unsere moderne Zivilisationslandschaft derart begünstigt, dass es sich wie wahnsinnig ausbreitet. Und für Laubwälder und für die Weißtanne, die wir ja wieder hochbringen wollen, damit unsere Wälder wieder naturnäher und auch hinsichtlich des Klimawandels widerstandsfähiger werden, ist das extrem problematisch.

Die Sprösslinge dieser Bäume sind für die Rehe einfach zu lecker…

Genauso ist es. Darum muss man die Bäume entweder massiv umzäunen oder eben die Zahl der Rehe in verträglichen Maßen halten. Die Tanne kann Fichte und Kiefer, die dem Klimawandel nicht standhalten werden, prima ersetzen. Sie ist optimal an unsere Verhältnisse angepasst. Vor allem für die Bergwälder ist sie unverzichtbar.

Auch für Buchenwälder setzt sich der BN stark ein, zum Beispiel für die Ausweisung eines Nationalparks im Steigerwald, der noch uralte Buchenbestände aufweist. Braucht es unbedingt weitere Nationalparks? Sie selbst sind ja auch nicht bedingungslos für jeden Nationalpark. Beim Plan, das Siebengebirge als solchen auszuweisen, der ja dann auch fallen gelassen wurde, waren Sie skeptisch.

Ein Nationalpark ist die höchste Schutzkategorie. Der braucht eine zentrale Wirkung. und die geht verloren, wenn ich sie inflationiere. Es darf und wird deshalb nicht zu viele Nationalparke geben. Aber einige weitere sollten es schon sein. In Nationalparken lassen wir die Natur Natur sein, das ist ihr zentrales Anliegen. Dort können wir von der Natur lernen. Wie geht sie zum Beispiel mit Käferplagen oder anderen Katastrophen um? Wie verjüngt sie sich, wie wechselt sie über die Zeit von einer Baumart zur anderen? Allein was wir heute über die Verjüngung von natürlichen Buchenwäldern in Europa wissen, hat den Waldbau revolutioniert. Und das wissen wir nur aus solchen sich selbst überlassenen Gebieten. Unser ganzes Wissen über Wälder ist heute noch geprägt von den Idealvorstellungen vergangener Förstergenerationen. Objektiv ist es nicht. Nationalparke sind also wichtige Lernorte. Wo wir nicht zuletzt auch wieder die Ehrfurcht vor der Natur wiedererlangen können, die uns im Laufe der Industrialisierung abhandengekommen ist. Auf zig Exkursionen habe ich erlebt, wie respektvoll die Menschen vor einer 300-jährigen Buche oder einer 500jährigen Eiche stehen. Solche Bäume gibt es bei uns nur noch ganz selten. Und diese letzten Exemplare wollen wir vom BN erhalten.

Das Gespräch führte Jan Berndorff.

Fotos: Angelika Warmuth

 

S_nk1213Weiger01-(1).jpgProf. Dr. Hubert Weiger, geboren 1947 in Kaufbeuren im Allgäu, war bereits 1972 als Zivildienstleistender im Umweltschutz aktiv. Der promovierte Forstwirt ist seit 1974 Mitglied im Landesvorstand des Bund Naturschutz, seit 2002 dessen erster Vorsitzender. Er ist Gründungsmitglied des Bundesverbands BUND (1975) und seit 2007 auch dort Vorsitzender. Von 1987 bis 1993 war er Lehrbeauftragter an der Universitäts-Gesamthochschule Kassel, seit 1994 ist er Honorarprofessor an der Uni Kassel. Weiger ist verheiratet und hat zwei Kinder.

 

 

Der BN heute

Der Bund Naturschutz in Bayern, meist einfach BN genannt, wurde im Jahr 1913 von Vertretern des Landesausschusses für Naturpflege, der Botanischen Gesellschaft, der Ornithologischen Gesellschaft und des Vereins für Naturkunde gegründet – unter dem Protektorat von Kronprinz Rupprecht von Bayern. Heute ist er der bayerische Landesverband des BUND, der erst 1975 entstand. Der BN hat aktuell über 200.000 Mitglieder, organisiert in 76 Kreis- und 668 Ortsgruppen. Der Bundesverband BUND hat knapp 500.000 Mitglieder. Beide finanzieren sich ausschließlich durch Spenden und Mitgliedsbeiträge.

 

Spendenkonto Bund Naturschutz:

Konto 88 44 000, BLZ 700 205 00, Bank für Sozialwirtschaft München

IBAN: DE27700205000008844000

BIC: BFSWDE33MUE

Buchtipps:

Windfried Berner, Ulrike Rohn-Berner: Gerettete Landschaften. 40 Wanderungen zu bayerischen Naturschutzerfolgen, Bergverlag Rother, 192 Seiten, 14,90 Euro

Bund Naturschutz (Hrsg.): Achtung Heimat. Bayerns Natur neu entdecken, Volk Verlag, 376 Seiten, 29,90 Euro

Internet: www.bund-naturschutz.de

© natur.de – Jan Berndorff
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