Spielen gegen die Logik: „Optimal entschieden?" von Laszlo Merö - wissenschaft.de
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Spielen gegen die Logik: „Optimal entschieden?“ von Laszlo Merö

Wie handelt man rational? Welche Strategien versprechen eine optimale Entscheidung? Auf solche Fragen soll die mathematische Spieltheorie Antworten geben. Merö stellt ihre Grundzüge vor – unterhaltsam plaudernd und ohne mathematisches Wissen vorauszusetzen, doch er läßt ahnen, wie kompliziert die Materie ist. Die Theorie mit dem fröhlich klingenden Namen hat es in sich.

Gespielt wird, salopp gesagt, immer dann, wenn es Regeln gibt und Entscheidungen gefragt sind, also auch in vielen wissenschaftlichen Disziplinen. Tatsächlich haben sich die Ansätze und Ergebnisse der Spieltheorie oft als hilfreich erwiesen. Wie man sich am besten entscheidet, ist natürlich auch im Alltag wichtig. Wie lange soll man zum Beispiel auf den verspäteten Bus warten, bevor man sich entschließt, zu Fuß zu gehen? Mit jeder Minute wird die Entscheidung schwerer. Auch das ist ein „Spiel“.

Gilt es gar, einen Gegner zu besiegen, hat man es mit vielen Unwägbarkeiten zu tun. Lohnen sich Mogeln, Pokern, Bluffen, um ans Ziel zu kommen? Oder sollte man sich lieber kooperativ verhalten? Der Mathematiker und Psychologe Merö führt ein verzwicktes Beispiel nach dem anderen vor, und viele davon scheinen die Logik auf den Kopf zu stellen.

Doch Logik, betont Merö, ist nur eine Form der Rationalität. Rationalität wiederum ist nur eine Facette unseres Verhaltens. Unsere Entscheidungen beruhen oft auf Methoden, die zwar unangemessen erscheinen, aber höchst raffiniert und wirksam sind. Merös Buch bringt es fertig, den Leser immer wieder über sich selbst staunen zu lassen.

Laszlo Merö OPTIMAL ENTSCHIEDEN? Spieltheorie und die Logik unseres Handelns Birkhäuser 1998 348 S., DM 39,80

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Barbara Messing / Laszlo Merö

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