SPUR AUS DER URZEIT - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Allgemein

SPUR AUS DER URZEIT

In den Spektren ferner Quasare – also der ultrahellen Zentren jugendlicher Galaxien – stecken wertvolle Informationen zur Geschichte des Universums. Bereits 1965 hatten die Astronomen James Gunn und Bruce Peterson vorausgesagt, dass neutraler Wasserstoff eine tiefe „Mulde“ im Dickicht der Absorptionslinien des ionisierten Wasserstoffs hinterlassen müsste. Inzwischen wurde dieser Gunn-Peterson-Effekt bei weniger als eine Milliarde Jahre alten Quasaren tatsächlich beobachtet. So ist bei dem Quasar J103027.10+052455.0 (unterer Teil der Grafik) die Intensität der Strahlung bei bestimmten Wellenlängen nicht einmal ein Zehntel so groß wie bei dem nicht so weit entfernten Quasar J104433.4–012502.2 (oben). Aus dem Gunn-Peterson-Effekt schließen Astrophysiker, dass der intergalaktische Wasserstoff 500 Millionen Jahre nach dem Urknall noch überwiegend neutral war, eine Milliarde Jahre nach dem Urknall jedoch größtenteils ionisiert. Ob diese sogenannte Reionisation, bei der die Wasserstoff-Atome ihre Elektronen verloren haben, von der ersten Sterngeneration verursacht wurde, gehört zu den wichtigsten Fragen der modernen Kosmologie.

Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

pla|nar  〈Adj.〉 1 〈Math.〉 in einer Ebene zu zeichnen, ohne dass sich die Kanten kreuzen (von Graphen) 2 〈Geogr.〉 ~e Stufe = kolline Stufe ... mehr

kor|re|fe|rie|ren  〈a. [–––′––] V. i.; hat〉 ein Korreferat halten; oV 〈österr.〉 koreferieren ... mehr

Leist  〈m.; –(e)s; unz.; Vet.〉 chronische Erkrankung des Krongelenks der Pferde; Sy Schale ( ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige