Tiefseeangler - wissenschaft.de
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Tiefseeangler

Drei Monate lang auf einem Expeditionsschiff mitten in der Antarktis unterwegs – das war selbst für den erfahrenen Fotografen Ingo Arndt Neuland. Er hatte im letzten Jahr Wissenschaftler des Alfred-Wegener-Instituts für Polar- und Meeresforschung im Auftrag von Geo und Frederking & Thaler begleitet. Sein Reich war ein begehbarer Kühlcontainer im Rumpf der „Polarstern“. Hierher zog er sich stundenlang zum Fotografieren des bizarren Zooplanktons aus der Tiefsee zurück. Die Forscher hatten die nur ein bis drei Zentimeter großen Kreaturen zuvor mit Spezialnetzen aus bis zu 1500 Meter Tiefe geholt. Sie in voller Pracht vor die Linse zu bekommen, war eine große Herausforderung: Einige mussten im frischen Meerwasser des Aquariums mit Hilfe von Pumpen bewegt werden, damit sie nicht absanken. In die optimale Position brachte Ingo Arndt manche auch mit Plastikstäbchen. „Ich musste das Verhalten der Winzlinge regelrecht studieren“, meint Arndt, dessen Favorit die tänzerische Flügelschnecke ist (linke Seite, rechts oben). Rund 9000 Bilder hat er bei seinem ersten digital fotografierten Projekt auf den Chip gebracht – und war überrascht, wie viel zusätzliche Arbeit damit verbunden war. „Wenn ich bis zehn Uhr abends fotografiert hatte, saß ich noch bis morgens um zwei am Rechner – aber in der Abgeschiedenheit an Bord hatte ich ja ohnehin kaum etwas anderes zu tun.“

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Hu|chen  〈m. 4; Zool.〉 Lachsfisch der Donau u. ihrer Nebenflüsse: Salmo hucho

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