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Titelthema – Glücklich?: Glück ist, wenn die Chemie stimmt

Hirn und Hormone müssen zusammenspielen, um gute Gefühle zu erzeugen. Die Molekularbiologen haben herausgefunden, wie Sex und Schokolade Glücksgefühle auslösen, und warum Männer leichter glücklich zu machen sind als Frauen.

Max Frisch nannte es „lichterlohes Bewußtsein“. Für den französischen Schriftsteller Eugène Ionesco war es „Erleuchtung“, die ihn aus schwarzer Erdenschwere in leichte Höhen zu tragen vermochte. Sigmund Freud dagegen definierte das Glück nüchtern als „episodisches Phänomen, das der plötzlichen Befriedigung aufgestauter Bedürfnisse entspringt“. Und die moderne Wissenschaft schließlich will das wunderbarste aller Gefühle gänzlich entmystifizieren: Biochemiker suchen in kleinsten Nervenspalten nach den Molekülen, die uns Glück empfinden lassen, Neurobiologen spüren mit aufwendiger Technik dem Sitz des Glücks im Gehirn nach, Molekularbiologen durchmustern nach allen Regeln ihrer gentechnischen Kunst die Chromosomen, in der Hoffnung, auf jenes Gen zu stoßen, das uns glücklich macht. Doch allem Aufwand zum Trotz: So richtig zu fassen bekommen hat das Glück bislang keiner. Psychophysiologen rechnen das Gefühl zu den primären oder unwillkürlichen Emotionen des Menschen – wie Freude, Trauer, Furcht, Wut, Überraschung und Ekel. Das sind angeborene Reaktionsmuster, die in allen Kulturen gleich ablaufen, wobei eine Emotion etwas völlig anderes ist als eine Stimmung: Während eine Stimmung stunden- oder tagelang anhält, dauern primäre Emotionen nur wenige Sekunden. Das ist die Zeit, die Menschen bei Tests maximal für das Empfinden eines starken Gefühls angeben. Wissenschaftliche Messungen bestätigen diese subjektive Einschätzung: Auch körperliche Reaktionen, beispielsweise einen schnelleren Herzschlag, registrieren sie nur für wenige Sekunden, dann flaut der Puls wieder ab.

Ein wichtiges Charakteristikum einer „echten“ Emotion ist daneben vor allem ein veränderter Gesichtsausdruck: Ob feines Lächeln oder lauthalses Lachen – beide Muskelbewegungen sind den Menschen weltweit als Ausdruck von Freude und Glücklichsein angeboren. Ein „gezwungenes“ Lachen – ein Lachen also, für das der Mensch keine innere Veranlassung spürt und das ausschließlich vom Willen herbeigeführt wird – unterscheidet sich grundlegend von dem Lachen, das von Herzen kommt. Denn das herzliche Lachen benutzt andere Nerven und andere Muskelgruppen: Beim gekünstelten Lachen lacht nicht das ganze Gesicht – es ist auf die linke Gesichtsseite konzentriert. Außerdem lachen die Augen nicht mit, der Musculus orbicularis oculi, der Augenringmuskel, bleibt passiv. Statt dessen sind die Lippen zusammengepreßt. Schließlich können die Neurologen beim echten Lachen eine verstärkte elektrische Aktivität in einer bestimmten Gehirnregion messen, die beim gestellen Lachen fehlt. Doch auch ohne solche Feinheiten zu kennen, sind die meisten Menschen spontan in der Lage, ein falsches von einem aufgesetzten Lächeln zu unterscheiden.

Das echte Lachen wies denn auch den Wissenschaftlern den ersten Pfad durch das Dickicht der etwa 20 Milliarden Nervenzellen des Gehirns zum mutmaßlichen Sitz der Gefühle, dem limbischen System, einem ringförmigen Gebiet am Boden der Großhirnrinde (siehe Kasten „Das Zentrum der Gefühle). Die Wissenschaftler nehmen heute allgemein an, daß hier das Glück und die anderen Emotionen des Menschen erzeugt werden. Das limbische System entwickelte sich schon bei den frühen Säugetieren vor etwa 150 Millionen Jahren. Beim Menschen bildet es gleichsam eine Klammer, die die stammesgeschichtlich alten Strukturen des Stammhirns und die jüngeren der Großhirnrinde zusammenhält.

Alle Hirnregionen sind direkt oder indirekt mit dem limbischen System verschaltet. Über den Hypothalamus und die Hypophyse ist das limbische System außerdem eng mit dem Hormon- und dem Nervensystem verbunden.

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Der Hypothalamus ist die wichtigste Hormondrüse des Gehirns und Befehlszentrale des vom Willen unabhängigen Nervensystems. Die Hypophyse ist die Brücke zwischen Nerven- und Hormonsystem. Ihr Zusammenspiel führt bei starken Gefühlen – etwa der blutdruckfördernden Mitteilung über einen Millionengewinn – zu körperlichen Reaktionen wie Zittern, Schweißausbrüchen und Herzrasen.

Das eigentliche Zentrum der Emotionen im limbischen Systems scheint eine Gruppe von Nervenzellen zu sein, die sich zu einem mandelförmigen Gebilde zusammengeschlossen haben, dem Mandelkern (Amygdala). Als man in der Frühzeit der Hirnforschung bei Affen die Hirnregion, die den Mandelkern enthielt, entfernte, beobachteten die Wissenschaftler, daß das Gefühlsleben der Tiere verarmte. Wenn man ihn beim Menschen elektrisch stimuliert, erzeugt das starke Emotionen wie Lust und Euphorie, aber auch Furcht und Angst. Bei schwermütigen Menschen ist die biochemische Funktion des Mandelkerns gestört, was ein Grund für ihre anhaltende Freudlosigkeit sein könnte.

Mit einem Verfahren, das es möglich macht, dem Hirn wie durch ein Fenster bei der Arbeit zuzuschauen, weil die gerade aktiven Zentren auf einem Bildschirm sichtbar gemacht werden – der Positronenemissionstomographie (PET) -, kam man darauf, daß noch ein weiterer Bestandteil des limbischen Systems für unsere Emotionen verantwortlich ist: der Hippocampus. Dieser Hirnregion schreiben die Hirnforscher auch eine große Rolle beim Träumen und beim Speichern von Erinnerungen zu – beides Hirnleistungen, die für das Glücksempfinden von großer Bedeutung sind.

Welche nervösen, biochemischen und genetischen Abläufe dazu führen, daß ein Mensch Glück empfindet, haben die Wissenschaftler in den letzten zwei Jahrzehnten gleich-sam durch die Hintertür erforscht, indem sie die Depression studierten. „Alles was wir fühlen und denken, jede bewußte oder unbewußte Veränderung unseres Verhaltens ist das Ergebnis komplexer Vorgänge zwischen Nervenzellen unseres Gehirn“, erklärt Prof. Florian Holsboer, Direktor des Max-Planck-Instituts für Psychiatrie in Münschen: „Seelisches Wohlbefinden hat ebenso seinen Ursprung in den Nervenzellverbänden des Gehirns wie psychische Störungen, zum Beispiel eine Depression.“

Beim Empfinden spielen Gemütsmoleküle eine bedeutende Rolle, Signalstoffe, die zu den Neurotransmittern gehören. Neurotransmitter sind Substanzen, die chemische Brücken zwischen den Nervenzellen schlagen. Über hundert solcher Überträgerstoffe haben die Wissenschaftler bislang identifiziert. Ewa tausend chemische Boten dürften es insgesamt sein, die das breite Spektrum menschlicher Gefühlsregungen steuern, vermuten die Hirnforscher.

Als Glücksboten gelten vor allem die Neurotransmitter Serotonin und Dopamin. Sie bilden zusammen mit Adrenalin und Noradrenalin die Substanzklasse der Monoamine, die alle daran beteiligt sind, für eine gute Stimmung zu sorgen. Der Freudenbringer Serotonin etwa wird von Nervenzellen aus dem Eiweißbaustein Tryptophan hergestellt, das natürlicher Bestandteil vieler Nahrungsmittel ist. Das blutzuckerregulierende Hormon Insulin veranlaßt dann, daß Tryptophan von der Nervenzelle aufgenommen wird. Dies könnte erklären, warum es manchen Menschen in düsterer Stimmung nach Süßem gelüstet: Dem Körper wird Zucker zugeführt, die Bauchspeicheldrüse stellt Insulin bereit. Der Zuckerregulator fördert quasi nebenbei die Aufnahme von Tryptophan durch die Nervenzelle. Die Folge: Der Serotoninspiegel steigt, die Stimmung hellt sich auf. Eine Tafel Schokolade könnte also durchaus ein Mittel sein gegen normale Trübsal, wie sie jeden mal packt. Im Gehirn von krankhaft Depressiven dagegen wird chronisch zu wenig Serotonin produziert. Außerdem besitzen sie viel weniger von den Nervenfasern, die Serotonin als erregenden Botenstoff verwenden können.

Dagegen helfen Medikamente, die den Mangel von Serotonin und anderer Monoamine mildern, die sogenannten Monoamin-Oxidase-Hemmer: Sie sorgen dafür, daß die im Gehirn vorhandenen Monoamine verzögert abgebaut werden und so ihre Wirkung länger entfalten können. Andere Antidepressiva scheinen aufhellend zu wirken, weil sie die Menge des frei verfügbaren Noradrenalins im Nervensystem ansteigen lassen. Manche Forscher nehmen deshalb an, daß der Mangel an Noradrenalin im Gehirn die wichtigste biochemische Ursache für die Depression ist. Auch die Beobachtung, daß manche Arzneimittel Depressionen auslösen, weil sie die Monoamin-Speicher in den Nervenzellen leeren, stützt die These von der stimmungsfördernden Wirkung dieses Neurotransmitters.

Auf eine stimmungsdämpfende Veränderung der Serotonin-Balance durch Lichtmangel führen Wissenschaftler auch die saisonabhängige Depression „SAD“ zurück, die in dunklen Wintermonaten rund sechs Prozent der Bundesbürger die Fähigkeit raubt, Glück zu empfinden. Den Grund dafür, daß vorwiegend Frauen an dieser Form der Depression leiden, glauben kanadische Wissenschaftler jetzt gefunden zu haben: Männliche Nervenzellen sollen weit mehr Serotonin ausschütten als weibliche. Männer sind deshalb weniger gefährdet, durch äußere Einflüsse wie winterliches Grau-in-Grau unter eine kritische Serotonin-Grenze zu geraten. Eine Abnahme des Serotonin-Spiegels mit zunehmendem Alter haben Forscher der Universität in Pittsburgh gemessen – ein möglicher biochemischer Grund für die traurigere Stimmung vieler alter Menschen verglichen mit der Lebensfreude ihrer Jugend.

Geborene Frohnaturen dagegen bringen weder Lichtmangel noch schicksalschwer sich ansammelnde Jahre aus dem seelischen Gleichgewicht: Wissenschaftler der Cornell-Universität in Missouri haben in deren Gehirn eine große Zahl von Aufnahmestellen für den Neurotransmitter Dopamin gefunden. Ein erhöhter Dopamin-Spiegel, interpretieren die Forscher ihr Ergebnis, ist verbunden mit einem glücklichen Leben. Aber auch hier gilt: Kein Licht ohne Schatten.

Eine Forschergruppe vom Institut Pasteur in Paris hat kürzlich festgestellt, daß eine überdurchschnittliche Versorgung mit Dopamin der Grund dafür sein könnte, daß es Rauchern so schwerfällt, von ihrer Sucht zu lassen: Nikotin steigert die Aktivität von Nervenzellen, die Dopamin produzieren. Der erhöhte Spiegel löst angenehme Empfindungen aus und damit das zwanghafte Verlangen, den wohligen Zustand so oft wie möglich zu wiederholen.

Neben den Monoaminen wird auch den Endorphinen – ebenfalls chemische Stimulanzien des Gehirns – eine maßgebliche Rolle für das Empfinden von Freude und Glück zugeschrieben. Ihr Name leitet sich von der Bezeichnung „endogenes morphiumähnliches Molekül“ ab. Es handelt sich also um körpereigene – endogene – Morphine, die an die gleichen Bindungsstellen andocken wie die als Schmerz- und euphorisierende Suchtmittel bekannten Opiate.

Besonders viele Rezeptoren für die stimmungsfördernden Endorphine hat das limbische System und dort vor allem das mutmaßliche Glücks-zentrum, die Amygdala. Im limbischen System findet sich auch besonders häufig der Botenstoff Oxytozin, ein Nerveneiweiß, das in der Evolution erst mit der Entwicklung der Säugetiere auftritt. Bislang sprachen die Forscher ihm vor allem eine Rolle bei der Milchsekretion nach der Geburt zu. Aber auch beim Sex bildet die Hypophyse verstärkt Oxytozin. Manche Forscher machen es für das intensive Glücksempfinden im Orgasmus verantwortlich. Zu wenig Oxytozin verringere dieses Vergnügen.

All diese Forschungsergebnisse belegen, daß die Fähigkeit eines Menschen, Glück zu empfinden, weitgehend ein Fall von Chemie ist, die Folge von Interaktionen zwischen Hormonen und Nerven im Gehirn – und damit eine Folge der Erbanlagen, die verantwortlich sind dafür, wie viele Hormone ein Organismus produzieren und verarbeiten kann. Als erster vermutete der Emotionspsychologe Carroll Izard 1981: „Wie Interesse, Intelligenz und musikalische Begabung, variiert auch die Fähigkeit zur Freude von Individuum zu Individuum mit der genetischen Ausstattung.“ 1996 veröffentlichten die amerikanischen Psychologen David T. Lykken und Auke Tellegen von der Universität in Minnesota ihre Forschungsergebnisse. Sie gaben an, einen genetisch festgelegten individuellen „Set-Point of Happiness“ gefunden zu haben .

Es begann eine angestrengte Suche nach dem Gen fürs Glücklichsein, bislang allerdings ergebnislos. Der amerikanische Wissenschaftler Dean Hamer vom Krebsforschungs- Institut in Bethesda, Maryland, der schon als Entdecker des angeblichen „Homosexuellen-Gens“ Furore machte, ist jedoch davon überzeugt, daß das Aufspüren des Glücks-Gens nur eine Frage der Zeit ist. Sein Top-Kandidat: Das Gen, das für die Konstruktion der Bindungsstelle auf den Hirnnerven zuständig ist, die den Glücksboten Dopamin aufnehmen.

Happy Pills – Glück aus der Retorte

Er könne Mumien wieder zum Leben erwecken, lobte der Maler Alphonse Mucha. Auch Henrik Ibsen, Emile Zola, Jules Verne, Thomas Edison, sogar Papst Leo XIII. waren begeistert von der euphorisierenden Wirkung des Vin Mariani, eines Trunks, den der französische Apotheker Angelo Mariani im Jahr 1863 zusammengebraut hatte. Das Geheimnis des in Europa und in den Vereinigten Staaten beliebten Glücklichmachers: Kokain, ein Alkaloid, das drei Jahre zuvor erstmals aus den Blättern der Coca-Pflanze isoliert worden war. Kokain gehört mit den erstmals 1887 synthetisierten Amphetaminen zu den stärksten Psychostimulanzien – Substanzen also, die anregen. Kokain und die Amphetamine, auch Weckamine genannt, haben bemerkenswert ähnliche Effekte. Beide wirken stimmungsaufhellend, vermitteln ein Gefühl von Freude, Glück und großer Energie, steigern Aufmerksamkeit und Leistungsfähigkeit. Diese Effekte entstehen, weil Kokain und Amphetamine die Wirkung der neuronalen Glücksboten Dopamin, Noradrenalin und Serotonin im Gehirn verstärken. Doch keine Wirkung ohne Nebenwirkungen: Das anfängliche Glücksgefühl wird später mit Angst, Schlafstörungen und Reizbarkeit bezahlt. Bei höheren Dosen können psychotische Verhaltensmuster auftreten, bei häufigem Gebrauch entsteht eine körperliche und geistige Abhängigkeit. Während des Zweiten Weltkrieges wurden die alliierten Streitkräfte, aber auch japanische Kamikaze-Flieger und deutsche Panzertruppen reichlich mit Amphetaminen versorgt. Im Korea-Krieg mischte man sie mit Kokain zu sogenannten „Speedballs“. In den sechziger Jahren wurden die Amphetamine unter dem Szene-Namen „Speed“ populär. In jüngerer Zeit breitet sich das Metamphetamin „Ice“ aus, so genannt wegen seines farblosen kristallinen Aussehens.

Es bewirkt ein Glücksgefühl von großer Intensität, das 24 Stunden anhalten kann. Flaut es ab, folgen starke seelische und körperliche Störungen. Wiederholter und hochdosierter Konsum kann zu paranoiden Psychosen führen, die tage- oder wochenlang anhalten. Langfristig verringert sich im Gehirn die Menge der körpereigenen Glückshormone Dopamin und Serotonin, vermutlich weil Ice die hormonproduzierenden Nervenzellen vergiftet.

1985 erschien auf dem amerikanischen Markt „Ecstasy“, ebenfalls ein Abkömmling der Amphetamine (MDMA – Methylendioxymethylamphetamin). Die vor allem in der Techno-Szene beliebten Glückspillen erzeugen eine intensive Hochstimmung und steigern vorübergehend das körperliche Leistungsvermögen. Unter klangvollen Namen wie „Euphoria“, „Rhapsody“ oder „Spectrum“ tauchen immer neue Varianten von MDMA auf. Mindestens 200 verschiedene Substanzen sollen gegenwärtig auf dem Markt sein. MDMA bewirkt, daß Nervenzellen verstärkt Serotonin ausschütten. Langfristig aber – das wurde zunächst in Tierversuchen festgestellt – führt es zur unwiderruflichen Zerstörung von serotoninproduzierenden Nervenzellen im Gehirn. Eine Studie der amerikanischen Johns-Hopkins-Universität in Baltimore, Maryland, bestätigte die Tierversuchs-Befunde kürzlich auch für Menschen, die lange Zeit Ecstasy genommen hatten. Der Serotoninmangel verursacht dann anhaltende Depressionen und Angstzustände.

Das limbische System: Zentrum der Gefühle

Das limbische System ist ein stammesgeschichtlich sehr alter Teil des Gehirns. Es bildet die Brücke zwischen dem ursprünglichen Hirnstamm und der Großhirnrinde der hochentwickelten Säugetiere. Während im Hirnstamm die vom Willen weitgehend unabhängigen Körperfunktionen wie Atmung, Blutdruck und Schlaf reguliert werden, und in der Hirnrinde der Sitz des bewußten Denkens vermutet wird, gilt das limbische System als Zentrum der Gefühle. Seine wichtigsten Zentren sind der Hippocampus und der Mandelkern.

Im langgestreckten Hippocampus entstehen Freude und Angst, Wut und Lust. Er spielt auch eine große Rolle beim Träumen und Erinnern.

ImMandelkern (Amygdala) entstehen aus Wahrnehmungen und Gedanken Gefühle. Man kann sie auch künstlich stimulieren – etwa durch Elektroreize – und so Euphorie, aber auch Depressionen erzeugen.

Der Hypothalamus ist die wichtigste Hormondrüse des Gehirns und Befehlszentrale des vom Willen unabhängigen Nervensystems. Er ist nicht direkt Teil des limbischen Systems, sondern übt eine Kontrollfunktion aus.

Die Hypophyse ist die Schaltstelle zwischen Nerven- und Hormonsystem. Sie produziert unter Kontrolle des Hypothalamus Hormone, die wiederum die Tätigkeit anderer Drüsen steuern.

Claudia Eberhard-Metzger

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