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TrafficSensoren arbeiten nach

TrafficSensoren arbeiten nach dem so genannten AMR-Prinzip (AMR: Anisotropic Magnetic Resistance, auf deutsch: richtungsabhängiger Magnetwiderstand). Sie bestehen aus einem weichmagnetischen, elektrisch leitfähigen Material, zum Beispiel Permalloy, einer Legierung aus Nickel, Eisen, Kobalt und Molybdän. Wirkt ein äußeres Magnetfeld auf einen solchen Sensor, ändert sich sein elektrischer Widerstand. Dieser „ Magnetowiderstand“ hängt ab von der Stärke und Richtung des angelegten Feldes. Um ihn zu messen, benutzt man eine so genannte Wheatstone’sche Brücke – eine Kombination mehrerer parallel und in Reihe geschalteter elektrischer Widerstände. Der Trick ist, dass über diese Brücke der Stromfluss gegen Null geregelt wird. Verbindet man zwei TrafficSensoren über eine solche Brücke, wird diese bei einem veränderlichen äußeren Magnetfeld ständig verstimmt und muss durch das Ändern zweier bekannter variabler Widerstände wieder auf Null geregelt werden. Der dabei über die Brücke fließende Strom ist ein empfindliches Maß für Stärke und Richtung des von außen wirkenden Magnetfelds.

Der Magnetfeldsensor erfasst konstante und veränderliche Felder mit einer Empfindlichkeit von einigen Hundert Nanotesla bis zu einigen Hundert Mikrotesla in dreidimensionaler Auflösung. Er sendet das gemessene elektrische Signal über einen Verstärker an einen Analog-Digital-Wandler. Anschließend wird das Signal in einem Sensor-Conditioner messtechnisch aufbereitet: Neben einer automatischen Kalibrierung des Nullpunkts gleicht der Conditioner störende Einflüsse durch die Temperatur aus, eliminiert in der Umgebung vorhandene Magnetfelder und erkennt das Magnetfeldprofil durch Vergleich mit bekannten Profilen. So kann die Elektronik etwa ermitteln, ob es sich bei einem Fahrzeug um einen Pkw oder einen Lkw handelt und wie viele Achsen dieser besitzt.

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