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Trotz Kälte, Unbequemlichkeit

Trotz Kälte, Unbequemlichkeit und Ruß: Vor einigen Jahrzehnten war die Arbeit zwischen Kohlentender und Feuerklappe der Traumberuf von kleinen und großen Jungs. Selbst in Zeiten von Hochgeschwindigkeitszügen und gesteigertem Umweltbewusstsein ist die Faszination der schnaufenden Ungetüme ungebrochen. Das belegen die Besucherzahlen bei Traditionsveranstaltungen mit Dampfzügen.

Mitfahren mag ja ganz nett sein, ist aber kein Ersatz dafür, ein Dampfross selbst zu steuern. Das erkannten schon Ende des 19. Jahrhunderts die Brüder Eugen und Karl Märklin aus Göppingen, die in der zweiten Generation eine Spielzeugfabrik führten. 1891 hatten die beiden Schwaben die geniale Idee, eine Miniaturbahn im Maßstab 1 zu 32 auf den Markt zu bringen. Die kleinen Züge wurden schnell ein Renner – und sind es bis heute geblieben.

Heutzutage lässt auch der Computer zugige Wünsche in Erfüllung gehen. Mit dem „Train Simulator“, einem PC-Spiel von Microsoft, kann der Hobby-Lokomotivführer auf dem virtuellen Führerstand der unterschiedlichsten Lok-Typen Platz nehmen: Da gilt es, einen Hochgeschwindigkeitszug ohne Verspätung von Washington nach Philadelphia zu chauffieren, bei der Aufklärung eines Mordes im Orient-Express zu assistieren oder trotz eines beschädigten Waggons die Fahrt über einen einsamen Pass in den Rocky Mountains zu meistern. Wer die Aufgaben des Grundspiels alle gelöst hat, auf den warten eine ganze Reihe von zusätzlichen Szenarios: von der Berliner S-Bahn über den ICE-3 auf der Rheinstrecke bis zum TGV. Selbst die Magnetschwebebahn in Las Vegas, in der Realität erst in der Planung, lässt sich schon im Computer ausprobieren.

Wem der virtuelle Zug nicht genügt, der kann sich im wirklichen Leben auf den Eisenbahn-Führerstand schwingen. Über 120 Museumsbahnen gibt es noch in Deutschland – vom Rügener „ Rasenden Roland“ bis zur „Localbahn“ am Tegernsee. Das größte Streckennetz betreiben die in Wernigerode ansässigen Harzer Schmalspurbahnen. Dort gehen lange gehegte Kindheitsträume in Erfüllung: In einem elf Tage dauernden Lehrgang kann jedermann ein Diplom als „Ehrenlokführer“ erwerben.

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