Um Töne drahtlos übertragen zu - wissenschaft.de
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Um Töne drahtlos übertragen zu

Um Töne drahtlos übertragen zu können, werden sie zunächst mit einem Mikrofon von akustischen Signalen in elektrische umgewandelt. Die werden wiederum auf eine elektromagnetische Schwingung aufmoduliert. Dafür gibt es zwei Verfahren: für Lang-, Mittel und Kurzwellen die Amplitudenmodulation (AM), für Ultrakurzwellen die Frequenzmodulation (FM). Da FM weniger störanfällig ist, ist der UKW-Empfang besser als der in den anderen Wellenlängenbereichen. Die so überlagerten Signale werden verstärkt und über einen Sender ausgestrahlt. Beim Empfänger werden Trägerwelle und Signal getrennt, verstärkt und von einem Lautsprecher in Töne zurückverwandelt.

Ultrakurzwelle (UKW): Wellenlänge 1 bis 10 Meter, Frequenz 30 bis 300 Megahertz (MHz). Fürs Radio ist der Bereich zwischen 87,5 und 108 MHz (2,78 bis 3,43 Meter) reserviert. Ultrakurzwellen sind der meist genutzte Frequenzbereich im Rundfunk. Die Wellen breiten sich wie Licht fast geradlinig aus und lassen sich auch ähnlich bündeln. Da sie sich nicht der Erdkrümmung anpassen und auch nicht von der Atmosphäre reflektiert werden, ist ihre Reichweite relativ kurz: etwa 40 bis 120 Kilometer. Weil große Bandbreiten zur Verfügung stehen, erlaubt UKW das Übertragen von Programmen in Stereo. Auf Ultrakurzwelle funkt nicht nur das Radio. Auch kabellose Kopfhörer und Fernsteuerungen senden auf UKW, wenn auch in einem anderen Frequenzbereich.

Kurzwelle (KW): Wellenlänge 10 bis 100 Meter, Frequenz 3 MHz bis 30 MHz. Für den Rundfunk stehen Bänder zwischen 3,95 und 26,1 MHz (16 bis 75 m) zur Verfügung. Kurzwellen haben die größte Reichweite. Sie werden als Raumwelle ins All abgestrahlt, wo sie von der Ionosphäre reflektiert werden. Die reflektierten Wellen treffen auf die Erdoberfläche, die sie wieder zurückwirft, sodass Kurzwellen wie ein Ping-Pong-Ball um den Globus laufen. KW-Programme können problemlos mit technisch einfachen Geräten überall auf der Welt empfangen werden.

Mittelwelle (MW): Wellenlänge 100 m bis 1 km, Frequenz 300 Kilohertz (kHz) bis 3 MHz. Der Mittelwellenrundfunk nutzt Frequenzen zwischen 526,5 und 1606,5 kHz (Wellenlängen: 186 bis 569 m). Mittel- und Langwellensender strahlen neben der Raum- auch eine Bodenwelle parallel zur Erdoberfläche aus. Mittelwellen werden nicht so gut von der Ionosphäre reflektiert, weshalb ihre Reichweite geringer ist als die der Kurzwellen. Neben UKW sind sie der fürs Radio meist genutzte Frequenzbereich. Im Gebirge sind sie besser zu empfangen, da sie wegen der größeren Wellenlänge auch in Täler gelangen.

Langwelle (LW): Wellenlänge von 1 bis 10 km, Frequenz 300 bis 30 kHz. Im Hörfunk werden Wellen mit einer Länge von 1050 bis 2000 m (Frequenz: 150 bis 285 kHz) eingesetzt. Langwellen werden hauptsächlich als Bodenwelle ausgestrahlt. Vor allem über Wasser haben sie eine sehr große Reichweite. Daher dienen Langwellen auch zur Funknavigation in der Seefahrt.

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