Zwischenruf von Peter Laufmann Und für Jesus einen Keks - wissenschaft.de
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Zwischenruf von Peter Laufmann

Und für Jesus einen Keks

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Manchmal hilft es, sich bei schwierigen Fragen prominente Hilfe zu holen. Etwa an Weihnachten. Unser Redakteur macht sich Gedanken, was wohl Jesus sagen würde.

Heute nehmen Tiere auch an dem Fest teil: Gänse sind beliebt. Braungebrannt mit Äpfeln und Nüssen. Wild oder Karpfen haben auch einen festen Platz an der Tafel. Und schließlich beginnt manche Heimtierkarriere hoffnungsvoll unterm Weihnachtsbaum… Um dann bald im Tierheim zu enden. Nein, für Tiere ist Weihnachten nicht unbedingt ein Festtag.

Was hätte Jesus wohl dazu gesagt? Auch wenn biblische, also quasi offizielle Texte seiner Rolle als Tierfreund kaum Beachtung schenken, glaube ich, und jeder ist frei, sich ein anderes Bild von Jesus zu machen, dass er unseren Umgang mit Tieren nicht so gut fände. Gerade nicht an seinem Geburtstag. Ich glaube, Jesus würde irgendein cooles Gleichnis finden, warum wir Tiere nicht wie Sachen oder gar Dreck behandeln sollten. Warum der Hund oder die Katze keine Alternative ist, wenn das Blag schon Playstation, Tablet, Smartphone und das Elfenschloss von Playmobil hat.

Ich bin sicher, Jesus wäre ein Fan von Lüttenweihnachten. Hans Fallada hat diesem Brauch ein kleines, feines Denkmal gesetzt. Danach stellt man auch den Tieren im Wald, Feld oder Stall ein Bäumchen hin, schmückt es und verteilt ein wenig Futter zur Feier des Tages. Es ist ein Moment, in dem die Tiere mal nicht gequält, als Rohstoffquellen oder Zeitvertreib missbraucht werden. In dem jeder ein wenig nett zu ihnen sein kann. Ja, ich glaube, Jesus hätte das gefallen.

In diesem Sinne – ein frohes Fest! Bis zum neuen Jahr.

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Bild: © lilu13 – Fotolia.com

© natur.de – Peter Laufmann
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