Wäsche einfüllen, Waschmittel - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Allgemein

Wäsche einfüllen, Waschmittel

Wäsche einfüllen, Waschmittel dazugeben, Waschprogramm wählen und den Startknopf drücken – Wäschewaschen ist heute ein Kinderspiel. Das war vor gerade mal 100 Jahren noch ganz anders. Bis um das Jahr 1900 war das Waschbrett das einzige Hilfsmittel zum Saubermachen der Wäsche. Erst danach kamen die ersten Waschmaschinen auf den Markt: sperrige hölzerne Waschbottiche, in denen Kleidungsstücke mit Hilfe eines Wellenrades oder eines Rührflügels durch die Waschlauge bewegt wurden. Um den Flügel zu bewegen, musste man meist per Hand einen außen an der Maschine angebrachten Holzknüppel kräftig hin und her schlagen. Nur wenige Geräte ließen sich mit Wasserdruck betreiben. Um das Jahr 1915 tauchten die ersten Geräte auf, bei denen weitgehend ein Elektromotor statt reiner Muskelkraft für den Antrieb der Waschmaschine sorgte.

Waschautomaten gab es erst nach dem Zweiten Weltkrieg: Der erste kam 1946 in den USA auf den Markt, in Deutschland musste man bis zum Jahr 1951 warten, ehe die Firma AEG auch hier eine automatisch arbeitende Waschmaschine anbot. Die Geräte besaßen bereits Heizung, Temperaturwähler, Zeitschalter und teilweise auch eine Ablaufpumpe, arbeiteten jedoch immer noch mit Rührflügeln oder Schlagkreuzen, um die Wäsche im Waschbottich zu bewegen. Die ersten Waschmaschinen mit einer rotierenden Trommel gab es erst in den sechziger Jahren. Mit ihnen wurde auch die elektromechanische Programmautomatik eingeführt, mit deren Hilfe man je nach den eingefüllten Textilien über einen Programmknopf Wassermenge, Temperatur und Spülverfahren einstellen konnte. Die ersten Trommel-Waschmaschinen verursachten allerdings während des Waschens stets ein kleines Erdbeben: Sie vibrierten beim Schleudern so heftig, dass die Wände wackelten – und mussten auf einem Betonsockel oder auf dicken Holzbohlen festgeschraubt werden, damit sie sich beim Waschen nicht auf Wanderschaft begaben. Dieses Problem wurde einige Jahre später behoben, als die Hersteller dazu übergingen, die Trommeln in den Maschinen an Federn aufzuhängen.

Heute sind die neueren Modelle von Waschmaschinen nicht nur sehr viel leiser als in den Anfangszeiten der maschinellen Wäschereinigung, sie verfügen zudem meist über intelligente elektronische Steuersysteme. Mit Hilfe von Fuzzy Logic oder Fuzzy Digitronic waschen sie nicht nach einen starr vorgegebenen Schema, sondern ermitteln mit Hilfe von Sensoren und einem Mikrochip selbstständig die optimale Zeit für Waschen, Spülen und Schleudern. Das verkürzt die Waschdauer und hilft, Wasser und Strom zu sparen.

Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Me|di|an|te  〈f. 19; Mus.〉 Mittelton der Tonika u. der darauf errichtete Dreiklang [zu lat. medianus ... mehr

Xbox®  〈[iksbks] f.; –, –es [–bksız] od. –en; IT〉 Konsole für Videospiele, die von der Firma Microsoft® entwickelt wurde [verkürzt <Xenon ... mehr

an|äs|the|sie|ren  〈V. t.; hat; Med.〉 schmerzunempfindlich machen, betäuben; oV anästhetisieren ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige