WARUM VIELE AN RECHTS UND LINKS SCHEITERN - wissenschaft.de
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WARUM VIELE AN RECHTS UND LINKS SCHEITERN

Die in dem Beitrag geschilderten Effekte konnte ich bisher an allen meinen Hunden beobachten. Ihnen rechts und links beizubringen, war nie ein Problem, solange das Tier in die gleiche Richtung sah wie ich. Kam der junge Hund jedoch auf mich zu und wurde in eine Richtung geschickt, hat er sich zunächst an mir orientiert.

Das heißt: „Rechts“ wurde nicht egozentrisch gedeutet, der Hund bewegte sich (aus egozentrischer Sicht) nach links. Erst mit der Zeit und unter Hilfestellung mittels Sichtzeichen wird die egozentrische Auslegung von rechts und links verstanden und dann auch einwandfrei umgesetzt.

Ob in diesem Fall ein Richtungssystem mit Himmelsrichtungen praktikabel wäre, möchte ich infrage stellen. Zumindest ist mir keine Anwendung eines anderen als des Links-Rechts-Systems bekannt, weder bei Zughunden noch bei Jagd- oder Hütehunden. Vor diesem Hintergrund stellt sich mir die Frage, ob es nicht der Hund war, der den Menschen zur „Erfindung“ des Links-Rechts-Systems veranlasste. Zur Klärung könnten vielleicht die Inuit und andere Völker der arktischen Regionen beitragen.

Arnulf Mainzer, per E-Mail

Da bleiben doch viele Fragen offen zu diesen allozentrischen Tropenmenschen, die sich nach Himmelsrichtungen orientieren: Wie lesen und schreiben sie ohne Legasthenie? Wie gehen sie mit ihrer Händigkeit um, können die Geschlechter verschieden geknöpfte Hemden verwenden? Wie versteht ein Medizinmann oder Arzt, dass sein Patient – je nach Anordnung des Sprechzimmers – das Herz einmal nördlich und dann wieder südlich trägt? Es wäre aufschlussreich zu erfahren, wie unter solchen Bedingungen ein Verhältnis zum eigenen Körper entstehen kann. Hat jemand auch das untersucht?

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Übrigens gilt ebenso in der Seefahrt „backbord“ und „ steuerbord“ für das Schiff, nicht für den Seemann. Hier konkurrieren also drei Orientierungssysteme: Himmelsrichtungen, Fahrzeug, Körper. Trotzdem erreichen manche Schiffe ihren Zielhafen.

Dr. Michael Werner, München

Hauswände machen nicht notwendigerweise egozentrisch. Das Blickfeld eines Waldbe-wohners ist wesentlich eingeschränkter als das eines Stadtbewohners – ganz abgesehen davon, dass an heutigen Verhältnissen gemessen in früheren Zeiten die Städte geradezu winzig waren.

Dagegen setzen kulturelle Leistungen wie die Entwicklung einer Schrift eine egozentrische Orientierung voraus: Um eine Folge von Schriftzeichen richtig interpretieren zu können, muss ich wissen, in welcher Reihenfolge die Zeichen zu lesen sind, und zwar mit Bezug zu dem in der Regel beweglichen – und damit zu den Himmelsrichtungen beliebig orientierten – Datenträger, den ich vor mir habe.

Gerhard Lang, Bad Kohlgrub

WISSEN SCHÜTZT VOR BISSEN

Heft 6/2010

Wie können Sie ein solches Thema so einseitig darstellen und reißerisch aufmachen? Als Hundehalter ist man in der Öffentlichkeit schon genug von überwiegend vorurteilsbegründeter Ablehnung geplagt. Und das, obwohl der Hund bestens sozialisiert ist, den Hundeführerschein des BHV (Berufsverband der Hundeerzieher/innen und Verhaltensberater/innen e.V., Anm.d.Red.) mit Bravour gemeistert hat und weder äußerlich noch verhaltensmäßig negativ auffällig ist.

In dem Artikel werden nur die Grundverhaltensarten wohl nicht ausreichend sozialisierter Hunde beschrieben, ohne auch nur im Ansatz auf rassetypische, haltungs- und erziehungsbedingte Eigenarten einzugehen. Der Ausnahmefall wird hier als Normalität dargestellt. Geradezu ein Wunder, dass unser Hund in der vollgedrängten Münchener S-Bahn noch niemanden zerfleischt hat.

In „Sind Sie noch im Bild der Wissenschaft?“ auf Seite 103 müsste bei der Antwort auf die Frage „Briefträger werden bisweilen von Hunden gebissen, weil sie …“ laut Artikel auch die Antwort c („fremdartig riechen“) richtig sein.

Martin Fuchs, per E-Mail

Das stimmt. Hier ist uns leider ein Fehler passiert. Es hätte heißen müssen: Die richtigen Antworten sind b und c (Territorial-Aggression und Geruch). Entschuldigung! Die Redaktion

DIE REVANCHE DER RÖMER

Heft 6/2010

In mir regt sich Zweifel, ob der dargestellte Ablauf der Kampfhandlungen tatsächlich so stattgefunden hat. Ich favorisiere ein anderes Szenario: Die Römer kamen nicht aus Richtung Norden beziehungsweise Nordosten, sondern aus dem Nordwesten auf dem Höhenrücken des Harzhorns. Sie hatten die Absicht, durch die Senke, durch die heute die A7 führt, auf den Höhenrücken des Rodenbergs zu gelangen, um dann nach wenigen Kilometern den Knotenpunkt der alten Thüringer und Frankfurter Fernwege zu erreichen.

Bevor sie die Senke des Rodenbachs als schwieriges Etappenstück bewältigten, errichteten sie auf dem Harzhorn ihr Nachtlager, um ausgeruht diesen schwierigen Abschnitt zu meistern. Beim Einrichten oder beim Aufbruch, oder als der Heerzug wieder im Gang war, griffen die Germanen an – nicht an der Spitze, wo die gut geordneten Kohorten der Römer für die Germanen nicht zu bezwingen waren, sondern an der schwächsten Stelle des Zuges: beim Tross.

Georg von Petersdorff, per E-Mail

AUF NACH E-NEMARK!

Heft 6/2010

Ein Zuviel an Windstrom gab es stundenweise auch schon hierzulande, und der Ausbau der Offshore-Windanlagen wird den Ruf nach Stromspeichern immer lauter werden lassen. Pumpspeicherkraftwerke werden bald nicht mehr ausreichen, wenn der Anteil des winderzeugten Stroms 15 Prozent – entsprechend 90 Terawattstunden – überschreitet.

Wie viele E-Mobile wären dann (als Zwischenspeicher, Anm.d.Red.) nötig, wenn jedes nur 25 Kilowattstunden speichert? Auf eine Million E-Mobile, die derzeit meistgenannte Anzahl für das Jahr 2020, würde etwa 1 Prozent des jährlichen Gesamt-Stromverbrauchs von 600 Terawattstunden entfallen. Somit werden die E-Mobile im nächsten Jahrzehnt die Strombilanz nicht wesentlich beeinflussen!

Als Alternative und Ergänzung bieten sich chemische Speicher an, die Wasserstoff als Produkt volatiler, erneuerbarer Energie nutzen und gleichzeitig fossil erzeugtes Kohlendioxid wiederverwenden, um somit im Stoffkreislauf erzeugte Brennstoffe anzubieten.

Dr. Jörg Wörner, per E-Mail

FASZINATION GOLD

Hörbuch zur Titelgeschichte Heft 7/2010

Ich möchte Ihnen zu dem wunderbaren Einfall mit dem Hörbuch zum Thema „Alchemie“ gratulieren. Mir hat das Hörbuch super gefallen, das Thema wurde wirklich von allen Seiten beleuchtet und es hat an nichts gefehlt. Eine kleine Kritik: Ein leichtes Zischen ist bei S-Lauten zu hören. Hier könnte die Audioqualität verbessert werden.

Kai Frye, ein zufriedener Abonnent, per E-Mail

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Wissenschaftslexikon

Sar|di|ne  〈f. 19; Zool.〉 bis zu 26 cm langer Heringsfisch der subtrop. u. gemäßigten Gebiete des Ostatlantiks u. Mittelmeeres: Sardina pilchardus (Öl~) [<spätmhd. sardien ... mehr

Apo|phy|se  〈f. 19〉 1 〈Anat.〉 Knochenfortsatz im Übergang zu den Muskeln 2 〈Geol.〉 seitl. Fortsetzung eines (erzhaltigen) Ganges ... mehr

Aus|ga|be|stel|le  〈f. 19〉 Stelle, an der etwas ausgegeben wird; Sy Ausgabe ( ... mehr

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