Was weh tut, muß helfen - wissenschaft.de
Anzeige
Anzeige

Allgemein

Was weh tut, muß helfen

Scheinmedikamente ohne Wirkstoff, sogenannte Placebos, wirken gespritzt besser als in Pillenform geschluckt. Ob die Behandlung zu Hause oder in der Klinik erfolgt, ist dabei nicht wesentlich.

Forscher der Amsterdamer Universität untersuchten 22 klinische Studien zu Migränemitteln. Dabei interessierten sie nur die Placebo-Gruppen. Hatten die Probanden das Scheinmedikament als Pille erhalten, war nach zwei Stunden ein Viertel von ihnen von den marternden Kopfschmerzen erlöst. Dies allein wäre nicht neu: Die Wirkung von Placebos insbesondere bei Migräne und Kopfschmerzen ist mittlerweile unbestritten.

Doch Placebo ist offenbar nicht gleich Placebo, denn die Placebo-Spritze half sogar einem Drittel der Patienten und damit deutlich besser als die Pille. Die Resultate bestätigen die alte Volksweisheit: „Bittere Medizin muß gesund sein.“ Das denken auch die Amsterdamer Forscher: „Patienten erwarten eine um so größere Wirksamkeit, je unangenehmer die Therapie ist.“

Ulrich Fricke

Anzeige
Anzeige

bild der wissenschaft | Aktuelles Heft

Anzeige

Aktueller Buchtipp

Sonderpublikation in Zusammenarbeit  mit der Baden-Württemberg Stiftung
Jetzt ist morgen
Wie Forscher aus dem Südwesten die digitale Zukunft gestalten

Wissenschaftslexikon

Ma|gen|son|de  〈f. 19; Med.〉 Gummischlauch zum Entleeren od. Spülen des Magens od. zur künstl. Ernährung

Schiff|fahrts|kun|de  〈f. 19; unz.〉 = Nautik

Mo|ru|la  〈f.; –; unz.; Biol.〉 Vorstufe der Blastula, maulbeerähnlicher, durch totale Furchung eines Eies entstandener Zellverband, früheste Entwicklungsstufe des Tierkeims; Sy Maulbeerkeim ... mehr

» im Lexikon stöbern
Anzeige
Anzeige