Wenig Luxus im Nasenkino - wissenschaft.de
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Wenig Luxus im Nasenkino

Flache Fernsehschirme auf der Basis von Flüssigkristallen (LCD) sind seit Jahren der Renner. Sie brauchen wenig Platz und bieten gestochen scharfe Bilder. Eine andere Art, fernzusehen bietet die LCD-Videobrille „iTheater“ von Conrad Electronics. Mit ihr kann man Videospiele, Fernsehfilme und Sportereignisse im Großbildformat erleben – und das auf engstem Raum, direkt vor den Augen. Die Brille beeindruckt auf den ersten Blick durch ihr kompaktes und peppiges Design. Allerdings: Die beiden Miniatur-Displays der Brille bieten nur eine Bildschirmauflösung von 320 mal 240 Pixel – das ist nicht gerade üppig. Und mit einem Gewicht von etwa 270 Gramm ist die Brille auch recht schwer. Nachdem man die Brille mit einem DVD-Player oder Videorekorder, einer Spielkonsole oder einem tragbaren Video-/Audiogerät verkabelt hat, ist die Bedienung sehr einfach. Zunächst schaltet man die mit der LCD-Brille verbundene etwa zigarettenschachtelgroße Steuereinheit ein, um beispielsweise die Lautstärke regulieren zu können. Leider verfügt iTheater weder über einen Regler für die Helligkeit noch über eine Möglichkeit zum Einstellen von Kontrast oder Farbe. Dafür hat die Videobrille integrierte Kopfhörer – was bei lauten Computerspielen oder beim Fernsehen dafür sorgt, dass die Umgebung nicht genervt reagiert. Der mitgelieferte Akku ist innerhalb von vier Stunden vollständig aufgeladen und hält danach rund neun Stunden lang durch. Trotz der auswechselbaren Nasenhalter, die zwischen Brillenbügel und Nasenrücken gesteckt werden, lässt der Tragekomfort allerdings zu wünschen übrig: Nach längerem Fernsehen beginnt die Nase unweigerlich zu schmerzen. Ohnehin ist das Minikino nicht für jedermann geeignet, denn die Bügel lassen sich maximal 15 Zentimeter weit öffnen. Für Menschen mit einem größeren Kopf ist das zu wenig. Auch die Bildqualität ließe sich noch verbessern. Feine Details in Fernsehbildern sind nicht zu erkennen und wer nicht über ausgezeichnete Augen verfügt, kann kleine Schriften nur mit Mühe lesen. Preis des futuristischen Nasenkino159 Euro. Saskia Mouchbahani

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