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Naturbewusstseinsstudie

Wie ist die Einstellung der Deutschen zur Natur?

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Fragen zur Landwirtschaft, Gentechnik, zum Stellenwert von Stadt-Natur… standen im Zentrum einer aktuellen Umfrage zum Naturbewusstsein der Deutschen. In den Ergebnissen spiegeln sich interessante Details wider. Grundsätzlich gilt: Die Natur hat einen hohen Stellenwert.

Wunsch nach naturverträglicher Landwirtschaft

Hendricks kommentiert vor allem die Resultate zur Einstellung gegenüber der Landwirtschaft: „Die Bürgerinnen und Bürger senden uns starke Signale im Bereich der Agrarpolitik. Die Deutschen wünschen sich eine Landwirtschaft, die naturverträglich ist und das Wohl der Tiere respektiert. Es gibt eine große gesellschaftliche Mehrheit für eine Agrarwende“, so Hendricks. Demnach befürworten 83 Prozent der Befragten strengere Regeln und Gesetze zum Schutz der Natur in der Landwirtschaft (45 Prozent „voll und ganz“/38 Prozent „eher“). 92 Prozent wünschen sich, dass Landwirte die Folgen ihrer Arbeit auf die Natur berücksichtigen. 93 Prozent fordern außerdem die Beachtung des Tierwohls bei der Lebensmittelproduktion.

Natürlich dürfen Bemühungen diesen Forderungen nachzukommen, nicht einseitig die landwirtschaftlichen Betriebe belasten, denn ökologische und tierschützende Maßnahmen gibt es in der Regel nicht zum Nulltarif. Deshalb ist steuerndes Eingreifen angesagt: „Das bestärkt mich in meiner Forderung, das System der Agrarsubventionen vom Kopf auf die Füße zu stellen“, sagt Hendricks. „Zahlungen an Landwirte soll es zukünftig nur bei einem gesellschaftlichen Mehrwert geben und nur bei konkreten Leistungen für die Natur“, so die Politikerin. Was die Einstellungen der Deutschen zum Thema Gentechnik betrifft, geht aus den Ergebnissen erneut klar eine Botschaft hervor: 76 Prozent halten es für wichtig, dass der Einsatz von Genpflanzen in der Landwirtschaft verboten wird. „Was die Bevölkerung zu Recht nicht akzeptiert, sind gentechnisch veränderte Pflanzen“, kommentiert Hendricks.

Wachsende Bedeutung: Stadt-Natur

BfN-Präsidentin Beate Jessel, geht auf die Ergebnisse zur generellen Wertschätzung der Menschen gegenüber der Natur ein: „Die Naturbewusstseinsstudie zeigt eines ganz deutlich: Die Natur spielt für die Bevölkerung eine sehr wichtige Rolle und hat für die Menschen eine hohe persönliche Bedeutung“, sagt Jessel. Das gilt auch für städtische Bereiche: 94 Prozent der Befragten sind der Meinung, Natur sollte möglichst in allen Teilen einer Stadt zugänglich sein. Die Daten zeigen zudem, dass gerade einkommensschwache und ältere Menschen die Stadtnatur besonders häufig nutzen.

Hendricks sagt dazu: „Immer mehr Menschen ziehen in die Städte, wollen aber die Natur nicht missen. Stadtnatur ist auch eine Frage der sozialen Gerechtigkeit. Alle Bürgerinnen und Bürger sollen Natur in der Stadt zu Fuß erreichen können. Wir wollen darum dabei helfen, die Siedlungen grüner zu machen – mit Stadtparks und Straßenbepflanzungen, aber auch durch die Begrünung von Fassaden und Dächern oder die Förderung von Urban Gardening oder interkulturellen Gärten“, so Hendricks.

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Klar wurde durch die Umfrage auch, dass es tendenzielle Unterschiede in den Einstellungen zwischen den Generationen und zwischen der Stadt- und Landbevölkerung gibt. Junge Menschen sehen demnach seltener Handlungsbedarf bei Naturfragen als ältere. „Diese Erkenntnisse bestärken uns in unserem Ziel, uns für eine positive Mensch-Natur-Beziehung einzusetzen, insbesondere bei der jungen Bevölkerung und den Menschen in der Stadt“, sagt Jessel.

Ein Informationspapier mit wesentlichen Aussagen der Naturbewusstseinsstudie finden Sie hier: www.bmub.bund.de/N53019

Die komplette Studie zum Download finden Sie hier:
www.bmub.bund.de/N53020

Quelle: Bundesamt für Naturschutz

© natur.de – Martin Vieweg
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