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Reizvolle Regionen

Zum Heulen schön

Vom Baumwipfelpfad aus hat man die beste Sicht auf die Saarschleife. Foto: Lukas Huneke Baumwipfelpfad Saarschleife

Im Norden leben Wölfe und Wildkatzen. An der Saarschleife kann man durch Baumwipfel spazieren. Und auf einem alten Bergbaugelände ziehen bald Taurusrinder ihre Jungen groß. Das kleine Saarland ist voller Überraschungen.

Text: Sigrid Krügel

Wären wir früher gekommen, hätte eine Badehose genügt. Ein riesiges Flachmeer mit tropischen Sandstränden bedeckte im Devonzeitalter das Saarland. Doch rund 400 Millionen Jahre später, an einem windigen Nachmittag im Spätherbst, hat Karlheinz Richter über den winddichten Anorak noch eine leuchtend orange Weste gepackt und sagt: „Machen Sie die Jacke besser zu. Da oben zieht’s!“ Der Natur- und Wanderführer will mir das meistbesuchte Wahrzeichen des Saarlandes zeigen: die Saarschleife. Und den besten Blick auf die berühmte 180-Grad-Kurve bietet der Turm des Baumwipfelpfades, 42 Meter über dem Boden und 200 Meter über der Saar.
Gerade mal zwei Kilometer Luftlinie sind es vom staatlich anerkannten Erholungsort Besseringen bis nach Mettlach. Trotzdem gelang es der Saar nicht, sich auf direktem Weg ihr Flussbett zu graben. Hartes Quarzitgestein versperrte ihr den Weg. Deshalb suchte sich der Fluss eine weniger anstrengende Strecke durch weichen Roten Sandstein und legte eine zehn Kilometer lange Schleife an. Mäanderte Richtung Luxemburg und drehte abrupt wieder ab, um doch noch nach Mettlach zu kommen. Klack-klack! Richter öffnet die Verschlüsse seines durchsichtigen Kunststoff-Wunderkoffers und fischt zwei kleine Steinbrocken heraus. „Das ist Quarzit, das ist Roter Sandstein.“ Auf sieben Etagen hortet Richter einen umfangreichen Schatz an Anschauungsmaterial: Zapfen und Nüsse, Flechten und Moose, Insekten, Vogelfedern und Bestimmungsbücher, Klebeband und Metermaß. Anfangs hatte er einen Holzkoffer. „Aber die Feuchtigkeit war ein Problem.“ Die Schubladen klemmten. Deshalb ist Richter auf die stapelbaren Nähkästchen von Tchibo umgestiegen, die seine Frau entdeckt hat. Kunststoff hin oder her. „Wenn es regnet, wird nichts nass. Und ich habe noch einen Einsatz für Nähgarnspulen.“ Falls mal Schneckengehäuse aufgereiht werden wollen.

800 Meter folgen wir dem Pfad durch die Baumwipfel. Der Steg wurde aus heimischem Lärchenholz gebaut, die dreibeinigen Ständer, die ihn in der Luft halten, sind aus widerstandsfähiger Douglasie. „Die haben viel Gerbsäure im Pflanzensaft und verhindern so die Ansiedlung von Pilzen und Bakterien.“ Unterwegs passieren wir verschiedene Infostationen zu hier lebenden Tieren. „Um die acht Wohnungen baut der Schwarzspecht jedes Jahr im Frühling“, erzählt Richter. „Dann sagt er zu seiner Frau, guck dich mal um, welche dir am besten gefällt. Die sucht eine aus und sieben stehen leer. Da sagt das faule Eichhörnchen: Ja bin ich denn blöd, da baue ich mir doch keinen eigenen Kobel. Da ziehe ich doch dort ein.“ Neun Gramm wiegt ein Eichhörnchen, wenn es auf die Welt kommt – „so viel wie eine volle Streichholzschachtel“. Auch die fehlt heute nicht in seinem Köfferchen, ist doch klar.
Dann erreichen wir den Zugang zum Turm. In sanften Kehren schraubt sich der Aufstieg über 450 Meter Länge in den Himmel und wir mit ihm. Heftig weht uns der Wind um die Nase. „Das Saarland war immer ein Hotspot der Geschichte“, sagt Richter stolz. Erst 1957 schloss es sich der Bundesrepublik an. Bis dahin hatte es eine eigene Fußballnationalmannschaft und den Franc. Oben angekommen, verschlägt uns nicht nur die Aussicht die Sprache. Der Wind bläst inzwischen so stark, dass man sich nicht mehr unterhalten kann. Unter uns fließt die Saar in einer langgezogenen 180-Grad-Kurve Richtung Mosel. Am Ufer schaukelt ein Boot. Das ist die Fähre, die Wanderer und Radfahrer zur Burgruine Montclair bringt. Und sonst, so weit das Auge reicht: mit dichtem Wald bedeckte Hügellandschaft.

Wildkatzen gibt es überall im Saarland

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36 Prozent des Saarlandes bestehen aus Wald, hatte Martin Lillig vom Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) am Vortag erklärt.

Ein Lockstock für Wildkatzen.
Foto: Sigrid Krügel

Wegen des Waldes leben hier auch wieder Wildkatzen. Flächendeckend. Martin Lillig ist einer von denen, die das kürzlich nachgewiesen haben. In Weiskirchen, am Wildkatzenerlebnispfad des BUND, treffen wir uns. Lillig hat einen Rucksack dabei und packt aus: einen rauen Holzstock, ein scharfes Messer, einen Bunsenbrenner, eine Drahtbürste und das wichtigste: ein Fläschchen mit Baldrian. Wie viele dieser scheuen Tiere hat der Geograf bislang in freier Wildbahn erlebt? „Ganz sicher nur eins. Letztes Jahr an Silvester im Hunsrück.“ Jäger haben mehr Glück. „Sie melden uns regelmäßig Sichtungen, wenn sie in der Dämmerung auf dem Hochsitz sind.“ Auf 300 bis 500 Exemplare wird der Bestand im Saarland geschätzt. Seit 2008 wird hier gezielt nach Wildkatzen gesucht. Gelingt es, in einem zehn mal zehn Kilometer großen Gebiet ein Tier nachzuweisen, gilt dieser Quadrant als besiedelt. „Ganz Deutschland ist in diese zehn mal zehn Kilometer großen Quadrate aufgeteilt“, erklärt Lillig. Sie sind die Grundlage des bundesweiten Monitorings. Und das Saarland ist das erste – wenn auch kleine – Bundesland, in dem die vollständige Besiedlung durch die Europäische Wildkatze nachgewiesen werden konnte.
Lillig zeigt mir, wie ein Lockstock präpariert wird: Zuerst schneidet er mit seinem Taschenmesser Rillen in den Stock, damit die Katzenhaare besser hängen bleiben. Der Stock muss außerdem „sägerau“ sein, nicht glatt. Mit der Flamme des Bunsenbrenners fährt er mehrmals an dem Stock entlang – falls noch Haare einer früheren Untersuchung an der rauen Oberfläche haftengeblieben sind. Danach rubbelt er die Aschepartikel kräftig mit einer Drahtbürste ab. Mit dem Gummihammer wird der Lockstock schließlich in den Boden getrieben und zum Abschluss präpariert. Baldrian! „Stinkt fürchterlich“, sagt Lillig und rümpft die Nase, als er eine satte Menge der braunen Flüssigkeit an den Stock sprüht. „Aber die Katzen lieben den Geruch.“
„Wir haben keine riesigen Weinberganlagen wie in Rheinhessen und keine Agrarwüsten wie in Brandenburg, sondern eine kleinräumliche Landwirtschaft“, erklärt Lillig. „Das hilft vielen Tieren.“ Zugleich ist das Saarland aber mit einem dichten Netz von Straßen durchzogen. „Und wir haben keine einzige Grünbrücke.“ Laut Statistik wurden in den vergangenen zehn Jahren mehr als 40 Wildkatzen überfahren, doch die Dunkelziffer sei wesentlich höher.  Das dichte Verkehrsnetz ist vermutlich auch ein Grund, warum sich bislang kein Wolf im Saarland niedergelassen hat. Zumindest nicht in freier Wildbahn.

Ein Leben mit den Wölfen

Im „Wolfspark Werner Freund“ dagegen steht die Raubtierfütterung an.  „Hühnchen fressen sie gerne“, sagt Tatjana Schneider, Leiterin des Parks. Und Fisch! Forelle vor allem! Aber auch Rehe, Pferde, Ziegen und Kälber stehen auf dem Speiseplan. Schneider arbeitet mit Jägern und Landwirten zusammen, von denen sie totgeborene oder kranke Tiere oder überfahrenes Wild bekommt. Die Wolfsexpertin kann mit dem Bolzenschussgerät, der Gaspistole und dem Blasrohr umgehen, um Tiere zu betäuben, und hat einen Schlachtschein. Es ist kein Job für zartbesaitete Gemüter. Am Vormittag wurde eine Kunststoffbox voller streng riechender Schlachtabfälle und Innereien angeliefert. Obendrauf: ein Auge. Vermutlich von einem Schaf.
Mit dem Jeep fahren wir zu den Gehegen. Rund 40 Welpen hat Schneider in den vergangenen 25 Jahren mit der Flasche großgezogen. Die Geschichte des Wolfsparks ist auch ihre Geschichte. Schon als Kind konnte sie stundenlang vor einem Insekt oder Käfer sitzen und den Tieren zuschauen. Später griff sie zu Pinsel und Papier, um ihre Beobachtungen festzuhalten. Auch bei den Wölfen im Park sitzt sie stundenlang still. Zum Malen kommt sie erst nachts, wenn es ruhig ist im Park. Es sind Bilder von tapsigen Tierbabys und weisen Leitwölfen, mit wachem Blick und gefletschten Zähnen. Mit 25 Jahren kam die gebürtige Norddeutsche zu Werner Freund nach Merzig. Inzwischen ist sie 51 und hat die Nachfolge des Wolfsforschers, der 2014 verstarb, angetreten.
Timberwolf Peter ist mit seinen zwölf Jahren und dem grauschwarzen Fell das älteste Tier im Wolfspark. Fast schüchtern packt er das Hühnchen, das Tatjana Schneider ihm vor die Nase hält, und verschlingt es gierig. Peter hat Hunger. Mit seinem kräftigen Kiefer zerbeißt er die krachenden Knochen und schielt dabei ständig zum Eimer, in dem noch ein zweites Hühnchen auf ihn wartet. „Er riecht das.“ Und er hört gut. Und er ist klug. So wie alle Wölfe. „Wölfe sind in der Lage zu planen, die handeln nicht nur instinktiv.“ Tausendfach hat sie das beobachtet.

 

Tatjana Schneider, Leiterin des Wolfsparks und einer ihrer Schützlinge
Foto: Heiko Britz

„Ich kenne kein Tier auf der Welt, das so polarisiert“, sagt Schneider. Warum das so ist? „Als die Menschen im Mittelalter begannen, Tiere für den eigenen Bedarf zu halten, wurde der Wolf zum Konkurrenten. Es war nicht gerade lustig, wenn er die einzige Ziege einer Familie riss. Die Leute hatten ja sonst nichts. Also hat man angefangen, ihn auszurotten. Aber jetzt ist er wieder da.“ Und er habe eine Daseinsberechtigung wie jedes Tier. „Der Wolf ist nicht unser Feind und nicht unser Freund.“ Wir sollten lernen, mit ihm zu leben, meint die Wolfsexpertin.
Inzwischen ist Mittagszeit und wir fahren mit dem Jeep zu den Polarwölfen. Je nachdem, aus welcher Region der Erde die Wölfe stammen, unterscheiden sie sich erheblich. „Polarwölfe sind sehr offen und neugierig“, erklärt Schneider und öffnet die Tür zum Gehege. Langsam bewegt sie sich auf die Wölfin Nici zu, die auf einem abgebrochenen Baum thront, geht in die Knie und lehnt den Rücken gegen den Stamm. Es dauert keine Minute, bis die Wölfin aufsteht, den Baum umrundet und vor ihr stehen bleibt, um sich Hals und Rücken kräftig kraulen zu lassen. Im Jahr 2011, als die Polarwölfe Junge bekamen, durfte sie sich dort auch als Kindermädchen nützlich machen. „Wir ließen die Welpen beim Rudel, weil wir schauen wollten, ob wir trotzdem eine Bindung zu ihnen aufbauen können.“ Das Experiment gelang. „Ich war völlig integriert und durfte auf die Welpen aufpassen, wenn die Eltern im Revier unterwegs waren. Wir haben auch beobachtet, wie liebevoll sich der Vater um die Kleinen kümmerte, ihnen Essen hochwürgte und das Fell putzte, obwohl es bis dahin immer hieß, dass die Väter sich da kaum engagieren.“ Wie sie ihre eigene Rolle sieht? „Ich habe in der Hierarchie der Wölfe nichts zu sagen, ich bin kein Teil der Familie. Ich bin ein willkommenes Etwas und ihre Lebensversicherung.“
Als wir zurückfahren, ist plötzlich das Heulen der Wölfe zu hören. „Auuuuuuu!“ Aus tiefer Kehle kommen die langgezogenen Laute. „Auuuuuuu“ stimmen die Tiere aus den Gehegen hinter uns mit ein. Als wollten sie Tschüss sagen und bis bald. Im Wolfsland.

Kohle aus einem weißen Riesen

Am nächsten Tag in Göttelborn in 70 Metern Höhe auf der Plattform des Fördergerüstes von Schacht IV, wegen seiner Farbe und Größe der „weiße Riese“ genannt. Vor uns: nichts. Hinter uns: nichts. Das liegt am Nebel, der sich partout nicht lichten will. „Früher haben hier 3500 Menschen gearbeitet“, sagt Dieter Kröner, ein ehemaliger Bergmann. „Wir haben Kohle gefördert, die direkt über Bänder ins Kraftwerk transportiert und verstromt wurde.“

Uli Heintz leitet das Naturschutzprojekt „Landschaft der Industriekultur Nord“

Heute sind in Göttelborn Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft auf engem Raum verzahnt. Industriebrachen, Absinkweiher und Halden werden hier zu naturnahen Lebensräumen umgestaltet, denn Göttelborn ist Teil des Naturschutzgroßprojektes „Landschaft der Industriekultur Nord“, das vom Bundesumweltministerium mit knapp zehn Millionen Euro gefördert wird. „Hier gibt es Arten, wie wir sie in dieser Vielzahl und Dichte sonst nirgends finden“, sagt Uli Heintz, Geschäftsführer des Zweckverbandes Landschaft der Industriekultur Nord, der für die Umsetzung zuständig ist. Die massiven Eingriffe durch den Bergbau haben Lebensräume geschaffen, die selten geworden sind, erklärt Heintz. Auf nährstoffarmen Böden und an flachen Tümpeln haben sich Überlebenskünstler wie Gelbbauchunke und Geburtshelferkröte angesiedelt.
Am Horizont, durch den dichten Nebel kaum zu erkennen, zeichnet sich eine Waldfläche ab. 1000 Hektar groß, ist auch sie Teil des Projektes. Auch hier wird Wald bewirtschaftet, aber naturnah. „Im Idealfall reduzieren sich die Eingriffe des Försters auf die Ernte der reifen, wertvollen Bäume“, erklärt Heintz. Windbruch bleibt liegen. Biotopbäume, die für die Holznutzung weniger interessant sind, bleiben erhalten. Statt den einzelnen Wirtschaftsbaum zu begünstigen, indem man die Bäume im direkten Umfeld herausnimmt, orientiert sich die Nutzung an der Dynamik des Urwaldes: Mosaikartig reihen sich Lichtungen an dunkle, von vielen Bäumen bewachsene Partien, stehen junge Bäume neben alten Baumriesen. „Wir wollen analysieren, wie sich dieses Vorgehen auf Ökonomie und Ökologie auswirkt“, sagt Heintz. „Vielleicht ist das ein Zukunftsmodell.“ Am Absinkweiher Hahnwiese, nördlich des Bergwerks, werden im Frühjahr 2020 die ersten Weidetiere angesiedelt. Zwischen 80 und 90 Taurusrinder und Exmoorponys, robuste und genügsame Rassen, die nur bei Extremwetter Zusatzfutter benötigen, sollen auf dem Gelände einmal leben. „Ein Tier pro zwei Hektar Land“ lautet die Rechnung, von der Pionierarten und konkurrenzschwache, lichtliebende Lebensgemeinschaften wie Limikolen, Flussregenpfeifer, Gelbbauchunke, Kleine Königslibelle und Zierliche Moosjungfer profitieren.
Auch am Kohlbachtalweiher, einem kleineren Absinkweiher südlich des Bergwerks, haben sich in den letzten 20 Jahren seltene Tiere angesiedelt. Inzwischen tummeln sich hier viele Brutvögel, denen ein dichter Schilfgürtel Schutz vor neugierigen Menschen bietet. Von der kleinen Besucherplattform am Ufer aus kann man sie beobachten. Wer Glück hat, sieht auch Wechselkröten, Geburtshelferkröten, Zauneidechsen und Ödlandschrecken. Als kleiner Junge hat Uli Heintz noch im Kohlbachtalweiher geangelt. Lange her und heute verboten. Die Fische gehören jetzt wieder den Vögeln. Und den Wölfen – falls mal einer in Göttelborn vorbeikommen sollte.

Der vollständige Text erschien in der Ausgabe natur 1/20, welche Sie hier bestellen können.

Wohin im Saarland

Zu den Wildkatzen
Das Saarland ist nicht nur Wildkatzen-, sondern auch Wanderland. Der 410 Kilometer lange grenzüberschreitende Premium-Fernwanderweg Saar-Hunsrück-Steig verläuft quer durch den Naturpark Saar-Hunsrück und den Nationalpark Hunsrück-Hochwald. Der Wildkatzenpfad in Weiskirchen gehört zu den „Traumschleifchen“ der Region: Er ist ein zertifizierter „Spazier-Wanderweg“. Das Deutsche Wanderinstitut bewertet damit Wege zwischen zwei und sechs Kilometern Länge, auf denen man trotz der kurzen Strecke viel erleben kann.

Zu den Wölfen
Momentan leben 18 Wölfe in den Gehegen. Betreiber des Wolfsparks ist die Stadt Merzig. Öffnungszeiten: täglich 9 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei, das Mitbringen von Hunden nicht gestattet. Ein Vortrag über Wölfe und Park findet an jedem ersten Sonntag im Monat um 16 Uhr am Gehege der weißen Wölfe statt.

Auf Expedition
Wolfsexperte Werner Freund ging allein in den 60er und 70er Jahren 17 Mal auf Expeditionsreise. Neben einer Vielzahl an Fotos brachte er Geschenke der Eingeborenen, eingetauschte Alltagsgegenstände, Jagdtrophäen und Jagdrelikte wie vergiftete Curare-Pfeile mit. Das Expeditionsmuseum Werner Freund vermittelt einen Eindruck von den strapaziösen Reisen, den Menschen und den Ländern.

Relikte des Bergbaus
Zu den spektakulärsten Objekten auf dem ehemaligen Grubengelände zählt der „Weiße Riese“, mit 87 Metern Höhe eines der höchsten Fördergerüste der Welt. Besucher können von April bis Oktober jeden ersten Sonntag im Monat zur Aussichtsplattform fahren. Treffpunkt: 10 Uhr am Parkplatz unterhalb der Cafécantine Flöz, Am Campus 2, Göttelborn.
Projekt: Landschaft Industriekultur Nord: www.lik-nord.de; www.quierschied.de/freizeit-familie/tourismus/industriekultur/

In luftiger Höhe
Mit einer Gesamtlänge von 1250 Metern inklusive der Rampe im Turm schlängelt sich der Baumwipfelpfad durch Buchen, Eichen und Douglasien in Richtung Saarschleife. Bei einer maximalen Steigung von sechs Prozent ist er auch für Rollstühle und Kinderwagen geeignet. Öffnungszeiten: täglich ab 9.30 Uhr bis 16/18/19 Uhr (nach Jahreszeit). Die Führung „Von den Wurzeln zu den Wipfeln“ findet von März bis Oktober sonntags um 14 Uhr statt. Weitere Angebote wie „Sonnenaufgang auf dem Baumwipfelpfad“ oder Vollmondführungen sind im Internet zu finden.

 

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bio…, Bio…  〈in Zus.〉 1 leben(s)…, Leben(s)…, z. B. biometrisch, Biomasse 2 〈kurz für〉 biologisch, z. B. bioaktiv, Biobauer ... mehr

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