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Astronomie|Physik

28 neue Mitglieder für die Exoplanetenfamilie

Ein internationales Planetenjägerteam hat im vergangenen Jahr 28 Planeten außerhalb unseres Sonnensystems entdeckt. Damit steigt die Gesamtzahl der bekannten Exoplaneten auf 236, berichteten die Wissenschaftler auf einer Tagung. Außerdem konnten die Astronomen sieben so genannte Braune Zwerge identifizieren ? fehlgeborene Sterne, die zwar genauso entstehen wie ein normaler Stern, jedoch nicht genug Masse besitzen, um in ihrem Inneren eine stabile Kernfusion aufrecht zu erhalten. Bei zwei weiteren Objekten sei noch nicht klar, ob es sich um Planeten oder Braune Zwerge handelt, erklärte das Forscherteam. Entdeckt wurden die neuen Exoplaneten mithilfe der Teleskope des Keck-Observatoriums auf Hawaii, des Lick-Observatoriums in Kalifornien und des Anglo-Australischen Observatoriums in Sydney.

Unter den Neuentdeckungen gibt es mindestens vier Planetensysteme, die mehr als einen Planeten enthalten, und drei Sterne, die von wenigstens einem Planeten und einem Braunen Zwerg umkreist werden. Teammitglied Jason Wright schätzt, dass wahrscheinlich etwa ein Drittel aller Sterne, bei denen bereits Planeten entdeckt worden sind, mehr als einen solchen Begleiter besitzen. In Zukunft, so seine Prognose, wird dieser Anteil dank besserer Beobachtungssysteme noch steigen. Zwar seien die Methoden bereits deutlich genauer geworden, so dass mittlerweile auch kleinere Planeten und solche, die ihren Mutterstern in weitem Abstand umkreisen, aufgespürt werden können. Es gebe jedoch nach wie vor eine Größengrenze, unterhalb der ein Planet einfach nicht sichtbar sei: „Wir kommen gerade erst an den Punkt, an dem wir, würden wir unser eigenes Sonnensystem aus der Ferne beobachten, Jupiter sehen könnten“, verdeutlicht der Forscher.

Aus dem Vergleich der verschiedenen Planeten, ihrer Umlaufbahnen und der Art ihrer Muttersterne erhoffen sich die Wissenschaftler neue Erkenntnisse über die Planeten- und Sternentstehung und ? im weitesten Sinne ? über die Existenz bewohnbarer Planeten. Einiges konnten sie bereits ableiten. So legen die Daten von drei der neuentdeckten und sechs bereits bekannten Exoplaneten nahe, dass Planeten sehr massive Sterne mit anderthalb bis zwei Sonnenmassen im Durchschnitt in einem größeren Abstand umkreisen als kleinere, sonnenähnlichere Sterne. Auch scheint die Wahrscheinlichkeit für die Bildung großer jupiterähnlicher Gasplaneten bei solch schweren Sternen höher zu sein als bei kleineren.

Wright und sein Team haben alle bisher bekannten Exoplaneten bis zu einer Entfernung von 200 Parsecs oder 652 Lichtjahren unter exoplanets.org zusammengefasst. Insgesamt haben die Forscher aus Großbritannien, den USA und Australien etwa die Hälfte aller bisher bekannten Exoplaneten entdeckt.

Jason Wright (Universität von Kalifornien, Berkeley) et al.: Beitrag auf dem Jahrestreffen der American Astronomical Society, Honolulu ddp/wissenschaft.de ? Ilka Lehnen-Beyel
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