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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

Am Kilauea wird es ungemütlich

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Der Kilauea ist so aktiv wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Bild: U.S. Geological Survey
Der jüngste und aktivste Hawaii-Vulkan Kilauea zeigt im Augenblick einen ungewohnten Temperamentsausbruch. Am 19. März erschütterte eine Gasexplosion den Berg, bei der einige größere Gesteinsbrocken durch die Luft geschleudert wurden, gab der geologische Dienst der USA, USGS, bekannt. Der USGS nannte die Explosion ein „historisches Ereignis“. Gewöhnlich ist der Berg für ruhig ins Meer fließende Lavaströme und prächtige, aber harmlose Glutfontänen bekannt.

Die Geologen des USGS sperrten einige Straßen im Nationalpark, da hohe Konzentrationen des giftigen Gases Schwefeldioxid aus dem Kilauea-Krater Halema`uma`u austreten. 2.000 Tonnen am Tag entweichen aus dem Hauptkrater, zehnmal so viel wie in normalen Zeiten, berichtet der zuständige Geologe John Eichelberger. Eine Gefahr für die Gesundheit bestehe aber nur auf der windabgewandten Seite des Gipfels.

Bei der Explosion wurde keine frische Lava gefördert. Allerdings warf die Eruption einige kubikmetergroße Felsen aus den Kraterwänden mehr als 70 Meter durch die Luft. Seit dem 19. März stößt der Kilauea auch Asche aus, berichtet Eichelberger ? ein Verhalten, dass der Berg sonst nicht zeigt. „Wir sind sehr überrascht über diese dramatische Veränderung im Verhalten des Vulkans“, sagte Eichelberger in einem Interview. In den letzten 25 Jahren sei zwar unaufhörlich Lava aus zwei Spalten an den Flanken des Kilauea ausgeflossen, eine Explosion aber habe es zuletzt 1924 gegeben.

Die damalige Explosion war zwar wesentlich größer als das jetzige Ereignis, im Vergleich zu anderen explosiven Ausbrüchen aber dennoch relativ unbedeutend. Ein Schaulustiger wurde bei einem plötzlichen Ausbruch von herumfliegenden Gesteinsbrocken getötet. Inzwischen ist bekannt, dass der vermeintlich gutmütige Kilauea in der Vergangenheit schon weit größere Explosionen hinter sich hat. Ausbrüche in den Jahren 600, 1000, 1500 und 1790 waren wahrscheinlich so stark, dass dabei die gefürchteten pyroklastischen Ströme entstanden. Diese glühend heißen Aschewolken können sich innerhalb weniger Sekunden einen ganzen Berghang hinunterwälzen und dabei alles Leben vernichten.

USGS-Geologe Eichelberger rechnet aber nicht damit, dass die derzeitige Aktivität sich zu einer Katastrophe ausweitet: Messungen zeigen, dass die Gestalt des Vulkans sich nicht verändert hat. Vor einer großen Explosion, wenn große Mengen neue Lava aus der Tiefe aufsteigen, blähen sich explosive Vulkane gewöhnlich auf ? wie zum Beispiel der Mount St. Helens vor seinem verheerenden Ausbruch im Mai 1980.

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Mitteilung des USGS Ute Kehse
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