Astronauten testen Sprühnebel-Feuerlöscher im All - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Astronauten testen Sprühnebel-Feuerlöscher im All

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(Foto: Nasa)
An Bord des Space Shuttles „Columbia“ werden Astronauten im Januar ein neues Feuerlöschsystem testen, das mit feinem Sprühnebel aus Wasser anstelle von größeren Wassermengen oder Chemikalien arbeitet. Während ihrer 16-tägigen Mission wollen die Forscher herausfinden, welche Menge an Wasser optimal ist und wie fein der Nebel sein muss, um Feuer effektiv zu bekämpfen, berichtet die Nasa.

In einer durchsichtigen Röhre sollen die Astronauten an einem Ende mit einem Gemisch aus Propangas und Luft eine dünne Flamme erzeugen. Am anderen Ende der Röhre wird dann der Wassernebel freigesetzt. Mit digitalen Aufnahmen werden die Wissenschaftler festhalten, wie unterschiedliche Wassermengen und Tröpfchengrößen die Flamme beeinflussen.

In der Schwerelosigkeit des Alls ist es leichter, das Zusammenspiel zwischen Flamme und Wasser zu beobachten. Die Erdanziehung würde die Experimente empfindlich stören: Sie kann Luftströmungen rund um die Flamme bewirken und lässt außerdem die Wassertröpfchen zu Boden sinken. So könnten die Wissenschaftler Verbrennungs- und Löschprozess nicht exakt beobachten.

Wassernebelsysteme schaffen einen feinen Sprühnebel anstelle eines Wasserstrahls. Mit dem feinen Nebel schlägt diese Technik dem Feuer doppelt ein Schnippchen: Die winzigen Wassertröpfchen kühlen und verdrängen gleichzeitig den Sauerstoff. So wird das Feuer effektiv daran gehindert, sich auszudehnen und neue Brände zu entfachen. Gängige Löschmethoden arbeiten oft mit großen Wassermengen, was zu enormen Schäden führen kann ? etwa in Bereichen mit technischen Geräten. Auch chemische Löschmethoden sind bedenklich, da die Stoffe zum Beispiel die Ozonschicht schädigen.

ddp/bdw – Cornelia Pfaff
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