Ein Blick in die Kindheit des Universums - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Ein Blick in die Kindheit des Universums

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Mithilfe von Gravitationslinsen haben Forscher weit entfernte Galaxien entdeckt.
Ein internationales Team von Astronomen hat eine Gruppe von sechs Galaxien entdeckt, die weiter von der Erde entfernt sind als alle bisher bekannten Ansammlungen von Sternen: Ihr Abstand beträgt mehr als 13 Milliarden Lichtjahre. Da das Licht 13 Milliarden Jahre für seinen Weg zur Erde benötigte, zeigen die Galaxien den Astronomen ein Bild aus einer Zeit, als das Universum nur etwa 300.000 Jahre alt war.

Wegen des enormen Abstands und der daher extrem geringen Lichtintensität konnten die Astronomen aus den USA, Frankreich und Großbritannien die Galaxien nur mithilfe so genannter Gravitationslinsen beobachten. Diese nutzen aus, dass Materie auf Licht eine Anziehungskraft ausübt und daher Licht krümmen kann wie eine Linse. Bei einer Gravitationslinse übernehmen Sternhaufen diese Aufgabe und bündeln das Licht auf seinem Weg von der beobachteten, weit entfernten Galaxie so stark, dass es mit Teleskopen noch wahrgenommen werden kann.

Durch die geschickte Auswahl von Sternhaufen konnten Teamleiter Richard Ellis und seine Kollegen einen Verstärkungseffekt um den Faktor zwanzig erreichen. So stießen sie mit dem Keck-II-Teleskop auf Hawaii auf die Galaxien, die aus der Frühzeit des Universums stammen, als sich die ersten Sternsysteme zu formen begannen. Frühere Beobachtungen hatten gezeigt, dass sich einige 100.000 Jahre später in vielen Galaxien eine große Zahl neuer Sterne bildete. In den nun entdeckten Galaxien könnten die Vorboten dieser Sternbildung zu erkennen sein, erklären die Forscher.

Richard Ellis ( California Institute of Technology) et al.: Beitrag auf der Tagung der Geologischen Gesellschaft, London ddp/wissenschaft.de ? Ulrich Dewald
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