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Astronomie|Physik

Ein Blick in die Vergangenheit

Die Zwerggalaxie NGC 5253 ist hundertmal kleiner als die Milchstraße, produziert aber junge Sterne am laufenden Band. Womöglich herrschen in der Zwerggalaxie ähnliche Bedingungen wie im jungen Universum, berichten Forscher um Leonardo Vanzi von der Europäischen Südsternwarte (Eso) in der Zeitschrift Astronomy & Astrophysics.

Heutzutage werden Sterne in dichten Wolken aus molekularem Gas und Staub geboren. Wenn sich Teile dieser Wolken zusammenklumpen, werden die Saatkörner für neue Sterne gelegt. Da das Material der molekularen Wolken zum Teil aus Explosionen älterer Sterne stammt, rätseln Astronomen seit langem, wie die Sternenentstehung im jungen Universum ablief, als es nur Wasserstoff und Helium und noch keine schweren Elemente gab.

NGC 5253, eine elf Millionen Lichtjahre entfernte Galaxie im Sternbild Centaurus, könnte den Astronomen dafür ein Beispiel liefern. Die Galaxie ist zwar nicht völlig frei von schweren Elementen, enthält aber wesentlich weniger davon als etwa die Milchstraße. Dennoch geht in der kleinen Galaxie die Post ab: Mit dem „Very Large Telescope“ der europäischen Südsternwarte in Chile entdeckten Vanzi und seine Kollegen über hundert Sternhaufen, die im optischen Bereich des Spektrums unsichtbar sind, im infraroten Licht jedoch hell leuchten.

Die Forscher ermittelten, dass 50 der Sternhaufen für astronomische Verhältnisse noch blutjung sind ? weniger als 20 Millionen Jahre. Einer der Sternhaufen enthält eine Masse von mehr als einer Million Sonnen und strahlt im langwelligen infraroten Licht so viel Energie ab wie die ganze Galaxie im sichtbaren Licht. Die Forscher vermuten, dass die uralten Kugelsternhaufen, die viele Galaxien in einem Halo umgeben, in ihrer Jugend ähnlich aussahen wie die neugeborenen, noch von ihren Geburtswolken eingehüllten Sternhaufen der Zwerggalaxie NGC 5253.

Ute Kehse
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