Ein Titelthema zum Abschied - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Ein Titelthema zum Abschied

Stephen Hawking: Ein reger Geist in einem regungslosen Körper. (Foto: NASA/Paul. E. Alers)

Seine berühmte Computerstimme erzeugte in Wissenschaft und Medien viele Jahre enormes Echo – am 14. März 2018 ist sie für immer verstummt: Stephen Hawking ist im Alter von 76 Jahren gestorben. In der Mai-Ausgabe rückt die Zeitschrift bild der wissenschaft den „Denker an den Grenzen des Verstehens“ erneut ins Rampenlicht. Die fünfteilige Titelgeschichte zeichnet durch Blicke auf Hawkings Werk, Persönlichkeit und Leben ein vielschichtiges Bild des charismatischen Weltstars der Wissenschaft.

Er wird uns fehlen! Doch in die Trauer sollte sich auch Freude darüber mischen, dass Stephen Hawking uns so lange begleiten konnte: Als die Ärzte im Jahr 1962 bei dem damals 21-jährigen die Nervenerkrankung ALS diagnostizierten, gaben sie ihm noch eine Lebenserwartung von zwei Jahren. Hawking schaffte aber 56 Jahre – ein medizinisches Wunder, das zum Glücksfall für die Wissenschaft und Menschheit avancierte. In dem weitgehend gelähmten Körper konnte sein genialer Geist bis zum Ende Höchstleistungen erbringen. Persönlich äußern konnte er sich seit 1985 nur noch mithilfe eines Sprachcomputers. Er verhalf dem Astrophysiker allerdings zu einer unverwechselbaren und „lauten“ Stimme in der Wissenschaft.

Vielschichtige Einblicke

Den ersten Teil des bdw-Titelthemas bildet ein persönlicher Nachruf, den ein besonderer Hawking-Experte verfasst hat: Der bild der wissenschaft-Redakteur Rüdiger Vaas hat den Wissenschafts-Promi mehrmals getroffen und Bücher über ihn und seine Forschungen geschrieben. Er berichtet über seine Erfahrungen und „Konversationen“ mit Hawking, in denen sich Persönlichkeitsmerkmale des Ausnahme-Wissenschaftlers widerspiegeln. Wie Vaas in seinem Nachruf verdeutlicht, war Hawking auch kein völlig abgehobener Geist: Neben „Gedanken an den Grenzen des Verstehens“ lagen ihm auch weltliche Probleme der Menschheit sehr am Herzen.

Dieser Aspekt des medienaffinen Forschers steht im Zentrum des zweiten Teilartikels „Aliens, Intelligenz und Donald Trump“. Darin erklärt Vaas, warum Stephen Hawking die Menschheit in Gefahr sah, die Raumfahrt als notwendig betrachtete und die Suche nach Außerirdischen als potenziell riskant einstufte.

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Im Artikel „Hawkings glorioses Dutzend“ widmet sich Vaas anschließend der Würdigung des vielschichtigen wissenschaftlichen Werks des Astrophysikers. Er veranschaulicht darin seine zwölf wichtigsten Forschungsthemen. Zusammen mit renommierten Kollegen krempelte er vor allem das Verständnis von der Raumzeit und den Schwarzen Löchern um.

Dabei scheute er nicht davor zurück, seine eigenen Erkenntnisse zu revidieren, wie aus dem vierten Beitrag hervorgeht. Es ging in diesem Fall um seine These vom Informationsverlust in verdampfenden Schwarzen Löchern. Wenn sie zutreffend wäre, würde die Physik ins Wanken geraten, räumte er ein. Deshalb revidierte Hawking noch vor Kurzem ein wichtiges Ergebnis seiner Arbeit.

Abschließend rückt Vaas noch das „spirituelle“ Verständnis in den Fokus, das Hawking vom Universum besaß. Mit diesem Aspekt musste er sich fast zwangsläufig befassen, denn er hatte es häufig mit Themen zu tun, mit denen sich auch die Religionen beschäftigen. Von beschränkten Ideologien hielt er nichts, geht aus dem Artikel „Gott und die Naturgesetze“ hervor. Wie Albert Einstein hielt er es hingegen für sinnvoll, die Welt vorwiegend rational zu betrachten.

Die Titelgeschichte „Stephen Hawking – sein Vermächtnis“ finden Sie in der Mai-Ausgabe von bild der wissenschaft, die ab dem 17. April im Handel erhältlich ist.

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