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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

El Niño und La Niña beeinflussen Verteilung der Eismassen am Südpol

Die relative Verteilung der Eismassen zu beiden Seiten des Südpols wird von den Klimaphänomenen El Niño und La Niña beeinflusst. Dies haben Wissenschaftler des Goddard Instituts für Weltraumforschung der Nasa durch eine umfangreiche Analyse von Klimadaten der Ozeane sowie der Atmosphäre herausgefunden. Eine Umverteilung der Eiskappen des Südpols hat nach der Meinung vieler Klimaforscher einen großen Einfluss auf das Weltklima.

Die Klimatologen um David Rind analysierten umfangreiche Klimadatenbanken auf Korrelationen zwischen Änderungen der Ozeantemperaturen, atmosphärischen Winden und Stürmen sowie der relativen Eisverteilung um den Südpol der Erde. Sie stellten dabei einen Zusammenhang zwischen El Niño- und La Niña-Ereignissen und den dipolaren Eiskappenschwankungen des Südpols fest. Diese Schwankungen beschreiben den Umstand, dass die relativen Eismengen zu beiden Seiten des Südpols oszillieren: Wenn die Eismenge auf einer Seite des Südpols abnimmt, nimmt sie auf der anderen Seite zu und umgekehrt.

Während El Niño Ereignisse zu einer Erwärmung der Wassertemperatur im Ostpazifik führen, senken La Niñas diese ab. Beide Phänomene beeinflussen die atmosphärischen Jetwinde. Diese Winde sind von immenser Bedeutung für das Weltklima und beeinflussen insbesondere Stürme über dem pazifischen und atlantischen Ozean. Diese Stürme wiederum beeinflussen die Verteilung der Eismassen des Südpols. El Niños führen so zu einer Zunahme der Eiskappen des Südpols im Atlantik mit einer entsprechenden Abnahme im Pazifik, während La Niñas genau die umgekehrte Verteilung bewirken.

Die Masse und relative Verteilung des Polareises sind von nicht zu unterschätzender Bedeutung für das Weltklima. Eiskappen reflektieren einen Teil des Sonnenlichtes zurück ins All und führen so zu einer Abkühlung der Erde. Eine Umverteilung der relativen Lage des Eises kann damit sowohl lokale als auch globale Klimaveränderungen auslösen.

Stefan Maier
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