Erde beim Check-up: Envisat-Satellit soll Gesundheitszustand der Erde prüfen - wissenschaft.de
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Astronomie+Physik

Erde beim Check-up: Envisat-Satellit soll Gesundheitszustand der Erde prüfen

Die europäische Raumfahrtbehörde ESA wird diesen Freitag einen Satelliten von bisher in Europa unbekannter Größe und Komplexität ins All bringen. Envisat soll mittels zehn an Bord befindlichen wissenschaftlichen Instrumenten die Erdoberfläche und die Atmosphäre untersuchen und so einen umfassenden Bericht über den Zustand unserer Umwelt liefern.

Der 1.4 Milliarden englische Pfund teure und 8.5 Tonnen schwere Satellit soll nach dem Willen der ESA am Freitag mittels einer Ariane-5 Rakete in eine Erdumlaufbahn geschossen werden. Dann sollen die zehn an Bord befindlichen Instrumente ihre Arbeit aufnehmen und über mehrere Jahre hinweg Wissenschaftler in 14 verschiedenen Ländern mit Daten über unseren Heimatplaneten versorgen.

Die wissenschaftlichen Apparaturen des Satelliten fallen in drei verschiedene Klassen. Mittels Radar und im optischen Bereich des Spektrums arbeitenden Spektroskopen soll die Oberfläche der Erde in bisher unerreichter Genauigkeit untersucht werden. Ein besonderes Augenmerk wird dabei auf die Oberfläche der Ozeane gelegt ? so sollen etwa sowohl deren Verschmutzung als auch deren Chlorophyll-Gehalt weltweit vermessen werden. Eine andere Wissenschaftlergruppe will den Satelliten für die Erforschung der Auswirkungen der weltweiten Brandrodung von Wäldern einsetzen.

Die Erdatmosphäre ist das Untersuchungsobjekt einer zweiten Gruppe von Instrumenten: Mittels Spektrometern sollen so Ozon- und Aerosolkonzentrationen in allen Schichten der Atmosphäre erfasst werden. Auch eine genaue Untersuchung der Auswirkungen der von der Sonne ausgehenden ultravioletten Strahlung steht auf dem Plan. Die dritte Instrumentengruppe bestimmt mittels Lasern und Radar die Position des Satelliten gegenüber bestimmten Fixpunkten auf der Erdoberfläche.

Die an dem Projekt beteiligten Wissenschaftler wollen mehrere Instrumente des Satelliten gleichzeitig für ihre Untersuchungen benutzen. Dadurch sollen bisher verborgene Zusammenhänge in der Dynamik unseres Ökosystems aufgezeigt werden können.

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Stefan Maier
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