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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

Fehlendes Bindeglied in der Ahnenreihe der Gingkos gefunden

Die Gingkobäume, die zu Zeiten der Dinosaurier auf der Erde wuchsen, unterschieden sich kaum von heutigen Exemplaren. Das belegt ein Fossilfund aus China, über den Zhiyan Zhou und Shaolin Zeng von der Chinesischen Akademie der Wissenschaften in Nanjing im Fachmagazin Nature berichten (Bd. 423, S. 821).

Erstmals tauchten die Gingkos, die zu den einfachsten Samenpflanzen gehören und mit den Nadelbäumen verwandt sind, vor etwa 170 Millionen Jahren im frühen Jura auf. Die damals lebende Art Gingko yimanensis sieht dem modernen Gingko biloba verblüffend ähnlich.

Nur im Detail finden sich Unterschiede: Die Blätter der auch als „Fächerblattbaum“ bezeichneten Pflanze waren im Jura noch stärker gefiedert und statt einem befanden sich damals sechs Samenkörner an einem Stiel. Bislang lagen große Teile der Gingko-Geschichte jedoch im Dunkeln, weil es eine hundert Millionen Jahre große Lücke in der fossilen Überlieferung gab.

Zhou und Zheng berichten jetzt, dass sie in der mehr als 120 Millionen Jahre alten Yixian-Formation, die wegen der zahlreichen darin gefundenen gefiederten Dinosaurier berühmt ist, Blätter und Samenkörner einer neuen Gingko-Art gefunden haben, die die Lücke schließt. Wie sie schreiben, ähnelt der Gingko aus der Kreidezeit stärker dem modernen Gingko als dem Vorfahr aus dem Jura.

Sie nehmen an, dass die bislang gefundenen Fossilien direkte Vorfahren der heutigen Art sind. Zudem habe sich die Art in den vergangenen 120 Millionen Jahren fast überhaupt nicht verändert, so dass es gerechtfertigt sei, sie als lebendes Fossil zu bezeichnen.

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Ute Kehse
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