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Astronomie|Physik

Forscher: Black Strings – fadenförmige Schwarze Löcher sind möglich

Im Weltall driften möglicherweise seltsame Brüder der Schwarzen Löcher: Black Strings – fadenförmige Objekte, aus denen kein Licht entweicht. Wissenschaftler von der University of California, Santa Barbara, haben berechnet, dass Black Strings existieren könnten ? vorausgesetzt der Raum hat mehr als drei Dimensionen. Das berichtet Mike Martin von der Wissenschaftszeitung ScienceNewsWeek (23. Mai).

Ein Black String ist ein eindimensionales Objekt, das von einem Ereignishorizont umgeben ist ? jener Grenze, ab der elektromagnetische Strahlung nicht mehr entweichen kann. Es ähnelt einem Schwarzen Loch, das zu einer Röhre gestreckt wurde. Die „Röhre“ kann sich dabei zu einem Ring schließen oder ins Unendliche erstrecken.

Jede kleine Störung führt dazu, dass die Black Strings ihre Gestalt verändern. Daher haben Physiker bisher angenommen, dass Black Strings nicht stabil sind, sondern schnell in mehrere „normale“ kugelförmige Schwarze Löcher zerfallen. Dabei müsste sich der Ereignishorizont entlang des Black Strings abschnüren. Das ist aber nicht möglich, konnten Gary Horowitz und Kengo Maeda jetzt zeigen. Stattdessen oszilliert die Ausdehnung des Ereignishorizonts über die gesamte Länge des Fadens.

Black Strings können nur existieren, wenn unsere Raumzeit mehr als die bekannten vier Dimensionen – drei für den Raum und eine für die Zeit – hat. Seitdem diese Möglichkeit in Verbindung mit der String-Theorie wieder stärker diskutiert wird, erfahren auch Black Strings mehr Aufmerksamkeit.

Was geschieht nun mit einem Astronauten, der in einen Black String fällt? Wie bei einem Schwarzen Loch würde er den String gar nicht bemerken, erklärt der Physiker Luis Lehener gegenüber ScienceNewsWeek. Er würde nur eine gigantische Beschleunigung verspüren – bevor er stirbt.

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