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Astronomie|Physik

Forscher: Leben im Universum muss nicht aussterben

Amerikanische Physiker machen Mut: Das Leben im Universum könnte bis in alle Ewigkeit weitergehen. Selbst wenn sich unser Weltall wie angenommen immer schneller ausdehnt, hat das Leben eine Chance. Nach allgemeiner Auffassung sterben in einem solchen Universum die letzten Lebensformen den Hitzetod, alternative Erklärungen für die Ausdehnung des Alls geben aber Anlass zur Hoffnung, behaupten Katherine Freese von der University of Michigan und William Kinney von der Columbia Universität in New York.

In einem Universum, das sich beschleunigt ausdehnt, muss das Leben mit immer weniger Energie auskommen, da entfernte Raumregionen außer Reichweite geraten, schreibt die Fachzeitschrift Nature in ihrer Onlineausgabe (27.Mai). Der einzige Ausweg, um zu überleben, ist, den Stoffwechsel zu verlangsamen und weniger Energie zu verbrauchen. Prinzipiell kann der Stoffwechsel beliebig gedrosselt werden. Aber auch dann setzt der Organismus Wärme frei, die an die Umgebung abgeführt werden muß. Dazu bedarf es einer Außenwelt, die kühler ist als der Organismus selbst.

Zwar sinkt die Temperatur eines beschleunigt expandierenden Universums, aber es gibt eine untere Schranke. Irgendwann wird die Körpertemperatur der Lebensformen diese Schranke erreichen. Dann können sie ihre Körperwärme nicht mehr abgeben und sterben an Überhitzung. So das Negativszenario.

Ob es so kommen wird, hängt aber davon ab, aus welchem Grund sich unser Universum beschleunigt ausdehnt: Eine feste untere Schranke für die tiefste Temperatur gibt es etwa dann, wenn das Universum eine kosmologische Konstante besitzt. Diese Größe beschreibt einen Druck des leeren Raumes, der der Gravitationskraft entgegenwirkt und so das Universum auseinander treibt. Ist die Theorie richtig, beendet die kosmische Hintergrundstrahlung, die sogenannte Gibbons-Hawking-Strahlung, alles Leben ? bei etwa 10 hoch minus 29 Grad Kelvin.

Freese und Kinney verweisen auf zwei alternative Erklärungen für die beschleunigte Ausdehnung des Alls: Das Quintessenz-Modell und das Cardassian-Modell. In beiden Fällen verringert sich die Vakuumenergie, die zur Expansion führt, und die Temperatur der Hintergrundstrahlung sinkt mit der Zeit auf beliebig kleine Werte. Trifft eines der beiden Modelle zu, hat das Leben eine Chance. Und vielleicht existieren noch in Äonen Organismen im All ? mit einem extrem verlangsamten Lebenswandel.

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