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Früheste Vorfahren des Menschen ? Sechs Millionen Jahre alte Fossilien in Kenia entdeckt

Fossiler Oberschenkelknochen zeugt von aufrechtem Gang

6 Millionen Jahre alt sollen sie sein, die neuen Fossilienfunde der frühesten Vorfahren der Menschen. Damit wären die mit 4,5 Millionen Jahren bislang ältesten Funde aus Aramis in Äthiopien um 1,5 Millionen Jahre übertroffen. Leakeys Lucy, das berühmte Skelett des Australopithecus Afarensis, ebenfalls aus Äthiopien, ist sogar nur 3,2 Millionen Jahre alt.

Seit Ende Oktober hat das französisch – kenyanische Team in den Tugen Bergen im kenyanischen Baringo District, 240 Kilometer nordöstlich der Hauptstadt Nairobi, zahlreiche Körperteile freigelegt. Diese gehören zu mindestens fünf Individuen, sowohl Männer als auch Frauen. Obwohl die eben freigelegten Funde selbst bislang noch nicht datiert wurden, können die Forscher sie bereits datierten Schichten (Straten) zuweisen. Zwei Teams aus England und den USA datierten unabhängig voneinander die in Frage kommenden Fundschichten auf ein Alter von 6 Millionen Jahren.

Ein derart altes Fossil könnte ein Kernstück bei der Entschlüsselung eines der ältesten Rätsel der Evolutionsgeschichte sein: Wann haben sich die gemeinsamen Vorfahren von Schimpansen und Menschen in zwei verschiedene Arten getrennt? Bislang wurde unter den Wissenschaftlern die Theorie favorisiert, dass die Aufspaltung vor 5 bis 8 Millionen Jahren stattgefunden haben muss.

Ein nahezu perfekt versteinerter linker Oberschenkelknochen zeigt, dass der „Millenium Mann“ kräftige Hinterbeine hatte, die es ihm ermöglichten aufrecht zu gehen. Eine Eigenschaft, die den „Mann“ direkt mit den heutigen Menschen in Verbindung bringt. Ein dicker rechter Oberarmknochen macht es wahrscheinlich, dass der „Mann“ zwar über die Fertigkeit verfügte, auf Bäume zu klettern, diese aber nicht ausreichte, um frei am Ast zu baumeln oder gar von Ast zu Ast zu schwingen. Von der Länge der Knochen kann Brigitte Senut vom Naturhistorischen Museum in Paris auf die Größe des „Mannes“ schließen, die dem eines modernen Schhimpansen entsprochen haben muss. Der „Millenium Mann“ hatte kleine Eckzähne und volle Backenzähne, ähnlich den Zähnen moderner Menschen. Auf seinem Speiseplan standen wohl hauptsächlich Früchte und Gemüse und manchmal Fleisch.

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Das Baringo Gebiet ist Teil von Afrikas Great Rift Valley, die Quelle beinahe aller Fossilien, die in Verbindung mit den frühen Vorfahren der Menschen stehen. Die Gegend ist reich an Kalciumcarbonat und Kalciumphosphat, welche das organische Material in Knochen ersetzen und daraus Fossilien (Versteinerungen) macht. Dazu wird die Umgebung öfters von Lava und vulkanischer Asche versiegelt. (The Globe and Mail)

Birgit Stöcklhuber
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