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Gewitter: Erst geröntgt, dann geblitzt

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Bei den meisten Blitzen kommt es kurz vor der sichtbaren Entladung zu intensiven Röntgenblitzen. Dies berichtet das Wissenschaftsmagazin „SCIENCE“ in seiner neuen Ausgabe (VOL 299).

Dem Physiker Joseph Dwyer vom Institut für Technologie in Florida gelang es mit einem neuen Meßgerät diese Strahlungen erstmals zu messen. Die Röntgenblitze traten bei 84 Prozent aller beobachteten Blitze auf. Dabei war die Röntgenstrahlung mit mehr als 10 keV extrem stark und dauerte meist weniger als eine Zehntel Sekunde. Der Grund für dieses Phänomen ist laut Dwyer das sehr starke elektrische Feld in der Gewitterwolke. Es beschleunigt die Elektronen der Luftmoleküle, so dass eine freie Wolke extrem energiereicher freier Elektronen entsteht. Mit ihrer Energie bringen sie die Luft zum „Kollabieren“. Während dieser Phase dürfte der Röntgenblitz entstehen, vermutet Dwyer.

Für die Messungen lösten die Forscher die Blitze in natürlichen Gewitterwolken über dem Blitzforschungszentrum in Camp Blanding/Florida aus. Die Wolken wurden dabei mit einem Kupferkabel, das an einer kleinen Rakete hängt, geerdet.

ddp/bdw ? Sebastian Moser
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