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Astronomie|Physik Erde|Umwelt

Globale Erwärmung bringt regional mehr Schneefall mit sich

Die seit mehreren Jahrzehnten sowohl in Wissenschaft als auch Politik intensiv diskutierte Erhöhung der Durchschnittstemperaturen der Erdatmosphäre kann einer neuen Studie nach überraschenderweise zu mehr Schneefall in der Umgebung großer Seen führen. Die erhöhte Temperatur der Wassermassen führt zu einem größeren Feuchtigkeitsaustausch mit kalten, trockenen Winterwinden. Somit wird sowohl deren Luftfeuchtigkeit als auch Temperatur erhöht, berichten amerikanische Wissenschaftler im Fachmagazin Journal of Climate (Ausgabe vom 1. November).

Adam Burnett von der Colgate Universität im US-Bundesstaat New York und seine Forscherkollegen untersuchten historische Aufzeichnungen der in der Umgebung der Großen Seen an der Grenze zwischen den Vereinigten Staaten und Kanada niedergegangenen Schneefallmengen. Demnach nahm der Schneefall seit den dreißiger Jahren des zwanzigsten Jahrhunderts in dieser Region kontinuierlich zu. Die Forscher sind der Meinung, dies mit einer durch die globale Erwärmung ausgelösten Erhöhung der Wassertemperaturen erklären zu können.

Die Wassermassen werden in den Wintermonaten oftmals von eisigen und trockenen Winden aus Kanada überweht. Je größer der Temperaturunterschied zwischen der Wasseroberfläche und der Luft, desto mehr Feuchtigkeit und Wärme wird von den Seen an die Luft abgegeben. Damit erhöht sich sowohl deren Feuchtigkeit als auch Temperatur, so dass in einem Umkreis von einigen Hundert Kilometern der Schneefall zunimmt.

Burnett hat zudem umfangreiche Isotopenanalysen von Sedimenten kleinerer Seen in dieser Region durchgeführt. Die radiochemischen Untersuchungen ergaben in der Tat, dass die kleineren Seen innerhalb der vergangenen Jahrzehnte immer mehr Wasserzufluss von den großen Seen in Form von Niederschlag erhalten haben. Temperaturmessungen haben zudem ergeben, dass die Wintertemperaturen der Seen tatsächlich steigen.

Ob sich die Ergebnisse dieser Studie auf andere Regionen übertragen lassen, ist jedoch noch offen. Dazu muss zunächst die Bedeutung der oft extrem starken Eiswinde aus Kanada besser abgeschätzt werden.

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Stefan Maier
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