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Astronomie+Physik Erde+Klima

Große Städte sind riesige Regenmaschinen

Große Städte, insbesondere an der Küste, machen ihren eigenen Regen und werden vermutlich in der Zukunft immer wichtiger für das lokale Wettergeschehen und das Klima. Das belegt eine Studie von Marshall Shepherd vom Goddard Space Flight Center der Nasa und Steve Burian von der University of Arkansas, die jetzt im Fachblatt Earth Interactions (Bd. 7, 7-006) erscheint.

Da in Städten ein großer Teil der Fläche durch Straßen und Häuser versiegelt ist, heizt sich die Luft über den Metropolen stark auf und steigt nach oben. Dieser Effekt wird durch hohe Gebäude noch verstärkt: Sie konzentrieren den Wind, der die Luft nach oben treibt. Wenn sie an der Grenze zur Stratosphäre plötzlich abkühlt, entstehen Regen und Gewitter.

Die Nähe zum Meer verstärkt in Houston diesen Effekt noch, stellten Sheperd und Burian fest. Die kühle Brise vom Meer neigt über dem Land ohnehin dazu, aufzusteigen. Mit Daten des Wettersatelliten TRMM (Tropical Rainfall Measuring Mission) und zahlreicher Wetterstationen stellten die Forscher fest, dass es in den Jahren 1998 bis 2002 im Windschatten von Houston 44 Prozent mehr regnete als windaufwärts. In der Stadt selbst fiel noch etwa 30 Prozent mehr Regen. Die Forscher fanden auch Hinweise darauf, dass die Gewitteraktivität in den Regengebieten höher war.

Sheperd und Burian vermuten, dass der Einfluss von „urbanen Wärmeinseln“ auf das Klima in der Zukunft noch zunehmen wird. Eine kürzlich veröffentlichte Studie der vereinten Nationen geht davon aus, dass bis 2025 60 Prozent der Weltbevölkerung in Städten leben wird.

Ute Kehse
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